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Yooloo: Das einfachste Kartenspiel der Welt im Test

Spiels. Ein Kartenspiel, vielleicht besser als jede App mit simplen Spielprinzip und hohem Spannungsfaktor. Hört sich doch gut an. Natürlich haben wir die Versprechungen der Entwickler auf die Probe gestellt. Ob Yooloo hält, was es verspricht, lest ihr im folgenden Artikel.[/intro]

Nach dem Auspacken des Kartenspiels, halten wir zunächst einen Kartensatz mit insgesamt 90 Karten in der Hand. Dazu kommt ein DIN A5-Faltblättchen mit den Regeln. Es sieht also wirklich so aus, als seien die Regeln nicht sonderlich kompliziert. In diesem Punkt hält die kleine Firma aus Bremerhaven schon einmal Wort. Es dauert nicht viel länger als drei Minuten und die erste Partie kann beginnen. Dennoch wird es in Kürze eine leicht überarbeitete Regelversion von Yooloo geben. Da nach den Testspielen vereinzelt Fehler in der Handhabung auftraten, haben die Entwickler den Regeltext nun noch einmal überarbeitet. Mit der uns bereits vorliegenden Fassung sollten damit aber auch wirklich alle Missverständnisse beseitigt sein.

Keine große Vorbereitungszeit

Bei Yooloo steht das unkomplizierte Spielen im Vordergrund. So braucht es auch keine große Zeit für die Vorbereitung des Spiels. Jeder Spieler erhält einen Kartenstapel, in denen sich Spielkarten mit den Zahlen von 1 bis 10 befinden. In der Mitte gibt es weiterhin einen weiteren Stapel mit zehn Punktekarten, die ebenfalls die Werte von 1 bis 10 enthalten. Die 1 liegt dabei oben, die anderen Karten folgenden dann in der entsprechenden Reihenfolge. Das war’s dann auch schon. Das Spiel kann beginnen.

Jetzt sortieren alle Spieler ihre eigenen Karten in beliebiger Reihenfolge, die später im Verlauf des Spiels auch nicht wieder verändert werden darf. Das Regelwerk räumt den Spielern dafür 60 Sekunden ein. Meist geht das Sortieren aber schneller vonstatten.

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In wenigen Minuten durch das Spiel

Dann beginnt der erste Spieler die oberste Karte seines vorsortierten Stapels aufzudecken. Ihm folgen seine Mitspieler reihum. Wurden alle Karten aufgedeckt, kommt es zur Auswertung. Gewonnen hat der Spieler mit dem höchsten gespielten Kartenwert. Wurde der Zahlenwert jedoch von mehr als einem Spieler aufgedeckt, fällt sie aus der Wertung. Es gewinnt also die höchste Spielkarte, die nicht mehrfach gespielt wurde.

Der Gewinner der Runde nimmt sich die oberste Punktkarte vom Stapel in der Tischmitte. Durch die oben beschriebene Regel kann es natürlich auch vorkommen, dass es keinen Rundengewinner gibt. In diesem Fall wird die oberste Punktekarte beiseitegelegt. Der Gewinner der folgenden Runde darf sich dann über gleich zwei gewonnene Punktekarten freuen.

Gibt es in der letzten zehnten Runde keinen Gewinner, kommt es zum sogenannten Showdown. Jeder Spieler wählt sich eine seiner zehn Spielkarten und legt sie verdeckt vor sich ab. Nach dem gewohnten Vorgehen decken nun wieder alle Spieler ihre Karten auf und der Gewinner der letzten Punktekarte wird ermittelt. Gegebenenfalls muss der Showdown wiederholt werden, sollte sich erneut kein Gewinner finden lassen.

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Am Ende werden die Werte der gesammelten Punktekarten addiert und so der Sieger des Spiels steht fest. Gemäß der Spielanleitung werden insgesamt zehn Spiele gespielt, bevor der endgültige Gewinner feststeht. Ihr könnt die Spieldauer aber natürlich nach Belieben verändern. Ein Durchlauf dauert in der Regel nicht mehr als 4-5 Minuten.

Besser als die meisten Apps?

Abschließend stellt sich die Frage, ob Yooloo denn nun wirklich besser ist als „vielleicht jede App“. Yooloo ist sicherlich ein sehr unterhaltsames Kartenspiel. Nicht besser als jede App, aber besser als die meisten von ihnen. Vielleicht kann man sich darauf einigen.

Das Spielprinzip ist wirklich verdammt simpel. Dennoch gilt es ein paar taktische Überlegungen zu treffen. Da es mit zunehmender Rundenzahl mehr Punkte zu holen gibt, lohnt es sich möglicherweise seine stärksten Karten recht weit unten im Kartenstapel einzusortieren. Die anderen Spieler könnten jedoch ähnlich denken, so dass am Ende die entgegengesetzte Strategie zum Erfolg führt. Am Ende gehört sicherlich eine gute Portion Glück dazu, aber auch ein Pokerface kann bestimmt nicht schaden. Nach vielen Yooloo-Runden kann ich sagen, dass es sich wirklich anbietet, die gelegten Karten reihum aufzudecken. Es erhöht die Spannung ungemein, auch wenn es regeltechnisch keine Auswirkung hätte, wenn alle Spieler ihre Karten zeitgleich herumdrehen würden. Ein weiteres Plus für Yooloo ist, dass es sich mit bis zu acht Spielern spielen lässt. Es eignet sich auch für etwas größere Runden, auch wenn dann der Chaosfaktor immer größer wird. Doch auch das muss ja nicht unbedingt schlecht sein.

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