Sonic Colours - Preview

Der Untergang einer Ikone oder erfolgreiche Wiederbelebung?


 

Artikelbild zu Sonic Colours

Sonic düst in Höchstgeschwindigkeit durch einen interstellaren Vergnügungspark. Durch den Geschwindigkeitsexzess fühlt er sich lebendig, Speed ist seine Droge. Die Umgebung beginnt aufgrund des hohen Tempos langsam zu einem Rausch aus Farben zu verschwimmen. Eine scharfe Rechtskurve kündigt sich an. Ein Grund die Schnelligkeit zu drosseln? Mitnichten. Das Adrenalin schießt durch den Körper und als Sonic die Kurve erreicht, legt er eine 90-Grad-Drehung hin und setzt seinen unermüdlichen Sprint fort.

-  Sonic sprintet, springt und siegt -

Noch während besagter Kurve wechselt die dreidimensionale Perspektive in eine klassische 2D-Ansicht. Wechsel dieser Art sind nicht selten und schlagen gekonnt eine Brücke zwischen klassischem Gameplay und modernen Sonic-Games. In den 3D-Passagen wurde der Fokus merklich auf den Geschwindigkeitsrausch gerückt. Verrückte Strecken mit Loopings, Sprungchancen und Stangen, die zum Sliden einladen, schreien förmlich danach, von einem blauen Igel berannt zu werden. Hindernisse und Feinde können euren Lauf zwar gelegentlich behindern, aber geübte Spieler meistern diese Passagen, ohne auch nur einmal aus dem Geschwindigkeitsrausch entrissen zu werden. Ähnlich verhält es sich in der 2D-Perspektive. Hier sind aber oftmals getimte Sprünge vonnöten, um sich seinen Weg bis ans Levelende zu erkämpfen. Der Titel spielt sozusagen seine Jump and Run-Komponente aus: Riesige Abgründe, schmale und sich bewegende Plattformen und das Wissen, dass jeder Fehler das Aus bedeuten könnte.

    Gewürzt werden diese 2D-Passagen mit neuen Fähigkeiten, die sich Sonic temporär aneignen kann. Verschiedene Power-Ups lassen Sonic beispielsweise in die Lüfte steigen und die Umgebung fliegend erkunden. Der Titelheld wird sich auch in eine pinke Kugel mit Spikes verwandeln können und dadurch in der Lage sein, steile Wände hinaufzurollen. Oder aber er wird zum Bohrer und gräbt sich kurzerhand durch den Levelboden, um unterirdische Tunnel zu entdecken und an anderer Stelle wieder das Tageslicht zu erblicken. Die Power-Ups lockern das Gameplay zwar auf, sind aber weit davon entfernt, als bahnbrechend bezeichnet zu werden.

-  Mario gibt den Ton an -

Generell merkt man Sonic Colours an, dass Sega während der Entwicklung auf Genreprimus Mario geschielt hat. Der Titel ist im Weltraum angesiedelt, die Oberwelt-Karte weckt ohne Zögern Erinnerungen an New Super Mario Bros. Wii und die Verwandlungen von Sonic lassen ebenfalls den Geist Marios erkennen. Das ist aber keinesfalls schlimm: Sega sollte sich bei den Damen und Herren von Nintendo herzlich dafür bedanken, Sonic wieder auf den richtigen Bahn gelenkt zu haben.

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