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HTC Vive und VR – eine Welt ohne Grenzen?

Dieses Jahr war die offizielle Markteinführung der HTC Vive und wir konnten sie live auf der gamescom testen. Was die VR-Brille ausmacht und wie hoch der Motionsickness-Faktor wirklich ist, haben wir für euch genauer unter die Lupe genommen.

Das Head-Mounted-Display wird von HTC in Kooperation mit Valve produziert und bietet dem Nutzer die Möglichkeit, sich in einem Raum von 5m x 5m (25m²) frei zu bewegen und mit der virtuellen Realität zu interagieren. Mithilfe zweier Steam-VR-Basisstationen (Lighthouse-System) wird die Position des Nutzers ermittelt. Bei einer Bildwiederholungsrate von 90Hz bietet die HTC Vive eine Auflösung von 1080 x 1200 Pixeln pro Auge, einen USB 2.0, 3.0, einen Kopfhörer- und HDMI-Anschluss.

Ich kann jedem, der Zugang zu einer HTC Vive oder die Möglichkeit hat, eine zu erwerben, nur empfehlen, sich auf dieses Abenteuer einzulassen.

Die HTC Vive ist also die Eintrittskarte in die virtuelle Welt. Der Spaß ist allerdings nicht ganz so günstig und kostet abgesehen von den 899€ auch einiges an Aufarbeitung, da die Rechnerleistung entsprechend hoch sein muss. Wir als Tester mussten uns glücklicherweise nicht um das Technische kümmern und konnten den nahtlosen Übergang von Realität zu VR sorglos genießen.

Da der Test mit der HTC Vive mein erstes VR-Erlebnis überhaupt gewesen ist, war ich direkt hin und weg. Ich tauchte in die Welt von Dota ein als Zuschauer eines Kampfes auf offener Ebene. Jede Kreatur neben mir wirkte riesig und ich konnte mich gar nicht satt sehen.

Dank eines Teleportsystems war es möglich, sich über die Map frei zu bewegen, mittels der Kontroller konnte man in das Spielgeschehen rein oder raus zoomen und so entweder direkt Seite an Seite mit den Bestien Teil der Schlacht werden oder einen guten Überblick des Geschehens auf der Karte bekommen.

Dicker Pluspunkt: Die Gefahr, gegen eine Wand zu laufen, während man sich in der virtuellen Realität aufhielt, wurde dadurch ausgemerzt, dass eine blau gekachelte Markierung erschien, wenn man sich zu weit zur Wand hin bewegte.

Rundum bietet die HTC Vive einen sehr hohen Tragekomfort und ist meiner Meinung nach auch vom Gewicht her angenehm bemessen. Da es keine integrierten Kopfhörer gibt, können diejenigen, die es ein bisschen leichter mögen, auf weniger klobige Headsets zurückgreifen, um Kopf und Nacken zu entlasten. Dank des Teleportsystems InGame gab es keinerlei Probleme mit Motionsickness oder dem Gleichgewicht, das Bild war insgesamt ausgesprochen gut und klar.

Das Einzige, was mich persönlich ein wenig gestört hat, war das Kabel hinten an der VR-Brille. Blind darüber zu stolpern stelle ich mir nicht allzu angenehm vor. Ansonsten war das Eintauchen in die virtuelle Realität eines der entspannten und vor Allem auch spannenden Erlebnisse. Ich kann jedem, der Zugang zu einer HTC Vive VR-Brille oder die Möglichkeit hat, eine zu erwerben, nur empfehlen, sich auf dieses Abenteuer einzulassen.