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Steins;Gate: Volume 2 und 3 im Test

Was bekommt man, wenn man einen verrückten Wissenschaftler, einen technikaffinen Perversling, eine wissbegierige „Assistentin“, ein kleines süßes Mädchen, eine Aushilfssoldatin, einen im falschen Körper gefangenen Jungen, eine Katzen-Lady und eine sehr schüchterne Frau in ein Team packt? Ganz einfach: Das Team, dass es als erstes erfolgreich schafft, die Zeit zu beeinflussen.

Technische Details und Allgemeines

Die beiden Volumes 2 und 3 der Anime-Serie Steins;Gate haben jeweils eine Gesamtlaufzeit von etwa 150 Minuten und sind dabei auf Deutsch sowie Japanisch – beides mit Untertiteln möglich – anzuschauen.

Auf jedem Volume sind neben den sechs Episoden auch noch einige Trailer von anderen peppermint anime – Lizensierungen sowie Credits vorhanden. Verpackt wurde die jeweilige Blu-ray in einem dünnen, weiß gehaltenen Papp-Schuber.

Aufgrund ihrer inhaltlichen und audio-visuell qualitativen Ähnlichkeit sind die beiden Volumes in einer gemeinsamen Review zusammengefasst – Besonderheiten werden dennoch seperat erwähnt.

Handlung der Serie  / der Episoden

Die Anime-Serie, die sich den Genres Drama, Mystery und Sci-Fi zuordnen lässt, handelt von den Forschungen des Zukunfts-Gadget-Teams und dessen fatale Folgen. Eine genauere Zusammenfassung der Serie bzw. der ersten sechs Episoden findet ihr in der Review zum ersten Volume.

In dem zweiten Volume (Episode 7-12) führt das Zukunfts-Gadget-Team mehrere Versuche in Form von D-Mails durch, um ihre Maschine zu testen. Nachdem erste Erfolge verzeichnet werden können, schicken einige der Labormitglieder D-Mails in die Vergangenheit, um etwas in ihrem Leben zu ändern. Dabei entstehen jedoch ungeahnte Konsequenzen, die unter anderem den Verlust des IBN 9000 sowie Mayuris Tod mit sich bringen.

In dem dritten Volume (Episode 13-18) versucht Okabe zu verhindern, dass Mayuri getötet wird, indem er einige Stunden in die Vergangenheit „reist“. Da es ihm jedoch immer wieder misslingt, wendet er sich an die übrigen Labormitglieder und weiht diese ein. Dank Informationen der, als John Tighter offenbarten, Aushilfssoldatin findet Okabe heraus, dass er die versendeten D-Mails in umgekehrter Reihenfolge rückgängig machen muss, was er sich dann auch annimmt.

Meine Meinung

Nachdem das erste Volume einen mit zahlreichen Fragen und auch ein wenig schlechter Laune zurückgelassen hat, ist die Handlung des zweiten und dritten Volumes überraschend nachvollziehbar und packend.

Die Geschichten der einzelnen Charaktere – die in den ersten Folgen furchtbar schnell eingeführt wurden – werden immer klarer und verständlicher, sodass das Meiste auf einmal einen Sinn ergibt. Von Vorteil ist es dabei, dass keine neuen Charaktere mehr eingeführt werden, sondern sich „lediglich“ ihre Gegenwart bzw. ihr Schicksal ändert.

Das eigentlich so komplexe Thema der Zeitreise ist für jeden Laien so umgesetzt wurden, dass es einem keine Langeweile, sondern im Gegenteil, Interesse an der Materie beschert. Dennoch ist es ratsam, um keine Verwirrung aufkommen zu lassen, sich die Folgen am Stück anzuschauen und sich damit einen Überblick über die verschiedenen Zeitlinien und Ereignisse zu schaffen.

Die Stimmung ist im zweiten Volume noch größtenteils euphorisch und humoristisch angelehnt, was sich jedoch mit dem Ende des Volumes sofort ändert. Mit dem ersten Tod von Majori wird die Atmosphäre dauerhaft bedrückt, ruhig und traurig, auch wenn sich vereinzelt noch humorvolle Momente blicken lassen.

Der Zeichenstil und die Animationen, die ich im ersten Volume stark kritisert habe, beginnen mit der Zeit immer mehr zu gefallen. Grund dafür ist unter anderem, dass man bei einer so verstrickten Handlung dankbar dafür ist, wenn man nicht auch noch überladenen Zeichnungen oder Animationen ausgesetzt wird. Zudem unterstreicht der undetaillierte, simple und „blasse“ Ton der Serie auch die Atmosphäre – wie oben beschrieben.

Die Synchronisation ist tadellos, vor allem die Stimme von Okabe spiegelt sehr gut die verschiedenen Fascetten seiner außergewöhnlichen Persönlichkeit wieder. Musik und Hintergrundgeräusche wurden optimal ausgewählt und runden die beiden Volumes sauber ab.

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