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Die PS3 wurde gehackt – eine Analyse

Special: Die PS3 wurde gehackt – eine Analyse

Special 02.02.2011
von
Alexander Göricke

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Sonys PlayStation 3 wurde gehackt. Letzten Endes  war es nur eine Frage der Zeit, bis sich Sonys Sicherheitssystem den Eingriffen der Hacker geschlagen geben musste. Der Elektronikkonzern liegt am Boden und es scheint so, als könnte nur eine neue Konsole dem Spuk ein Ende bereiten, doch kampflos will sich Sony nicht geschlagen geben. Doch wie konnte es soweit kommen? Warum sucht Sony nun einen Weg über das Gericht? Und gewinnen am Ende doch die „Bösen“? All dies versuchen wir in den folgenden Zeilen zu beantworten.
» Um einigen das Lesen zu ersparen:  Nein, es wird in keiner Form darüber berichtet, wie ihr eure PS3 manipulieren könnt. Next-Gamer distanziert sich von jeglichen illegalen Programmen und wird auch nicht auf irgendwelche ominösen Seiten verlinken. «
Zu dem Prozess illegale Raubkopien auf einem Gerät auszuführen, braucht es immer zwei Gruppen von Menschen. Den Hacker und den Cracker. Wobei der Cracker mehr oder weniger der schlimmere von beiden ist, da er nur auf der Grundlage des Hackers arbeiten kann. Der Hacker sieht ein geschlossenes System mehr als eine Art Rätsel, das es zu lösen gilt. Er will also einfach nur aufzeigen, dass er die Sicherheitsschranken umgehen kann und ein eigenes Script ausführen darf. Dabei weiß er ganz genau, inwieweit er sich auf legalem Boden bewegt und wird sich hüten etwaige Programme zu schreiben, die illegale Raubkopien abspielen.
   Damit man nun verstehen kann, wie es zu dem aktuellen Phänomen PS3-Hack gekommen ist, müssen wir einige Jahre zurückgehen. Die PlayStation 3 stand bei uns 2007 in den Regalen zum Kauf bereit. Wie aus zahlreichen Meldungen hervorging, besaß die PS3 im Auslieferungszustand die Möglichkeit ein individuelles System neben dem PlayStation-OS aufzuspielen. Dies freute gerade Linux-Enthusiasten, da sie die Konsole über ihren normalen Gebrauch als reine Spielemaschine ebenfalls als eine Art PC betreiben konnten. Sony gab also von Anfang an frei, eigene Programme auf der Konsole auszuführen, wenn man Linux installiert hatte. Somit gibt es für den Hacker keine Herausforderung mehr sein eigenes Programm auf der Konsole auszuführen. Dadurch wurde die PS3 nahezu uninteressant. Ein kleiner Reiz bestand jedoch immer noch, da Sony etwaige Hardwarebeschleunigungen und gewisse Zugriffe auf die Power der PS3 verschlossen hielt.
- Der Auftritt von George Hotz aka Geohot -
Der findige Hacker aus den USA, der schon für den Jailbreak auf Apples
Geräten verantwortlich ist, nahm sich ein wenig Zeit und versuchte sich
am Sicherheitssystem der PS3. Allerdings sei an dieser Stelle erwähnt,
dass er nicht zu den „Bösen“ gehört, auch wenn dies den Anschein macht.
Geohot ermöglichte mit dem Jailbreak lediglich das Umgehen der
herstellerseitigen Einschränkung von iPod und Co. Darunter fällt auch
das Installieren einer Software von anderen Anbietern als Apple. Hotz
ist Verfechter des digitalen Rechtes, lässt sich aber nicht an der Nase
herumführen. Schon gar nicht von irgendwelchen gierigen Unternehmen. Und
er hat Recht. Wieso sollte man ein Gerät kaufen, wenn am Ende sowieso
ein anderer sagt, was man damit zu machen hat. Nach guten fünf Wochen
schaffte er es und veröffentlichte den bis dato ersten PS3-Exploit.
Allerdings sagte er auch, dass dieser Exploit nichts für den normalen
User wäre, dieser könne damit rein gar nichts anfangen. Der Exploit
diene lediglich als Forschungsgrundlage für weitere Tests.

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Alexander Göricke
Alexander Göricke
Managing Director bei Next-Gamer. Weint bei Metal Gear & ist im Herzen selbst ein Peace Walker.

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