Die E3 2009 stand wieder einmal ganz im Zeichen von Microsoft, Sony und Nintendo. Vieles sickerte zwar schon im Voraus zu den wissbegierigen Gamern durch, doch keiner der drei Konzerne hat sich davon abschrecken lassen. So präsentierten alle drei eine ordentliche Show und auch nach den Präsentationen gab es genug Informationen, um die Wartezeit auf kommende Highlights zu versüßen. Grund genug für Next-Gamer nochmals ein Auge auf die letzte Woche und die Highlights der E3 zu werfen.Der Beginn des Spektakels
Microsoft ging recht lässig an die Sache, so gab es diesmal gar nicht die obligatorische Zahlenprahlerei, sondern einzig und allein Games. Dabei schreckte man nicht zurück sowohl Core- als auch Casual-Gamer mit seinem Programm anzusprechen, was definitiv der Schritt in die richtige Richtung ist. Den Anfang machte jedoch die möglicherweise neue Shooter-Referenz im Jahre 2009: Modern Warfare 2. Das gezeigte Ingame-Material konnte trotz der stummen Präsentation überzeugen und zeigte neue Features wie die Möglichkeit endlich mit Fahrzeugen zu fahren. Microsoft gab zudem bekannt, dass man zwei zeitlich exklusive Map-Packs über Xbox Live veröffentlichen wird. Anschließend wurde ein vielversprechendes Xbox Live Arcade-Spiel gezeigt, das sich momentan bei den Gears of War-Machern in Entwicklung befindet. Cliff Bleszinsky präsentierte mit Shadow Complex einen actiongeladenen 2D-Sidescroll-Shooter, der ziemlich traditionell daher kommt, aber vor allem mit einer gelungenen Optik punkten konnte.
Zu Schade etwas zu tricksen war man sich im Hause Microsoft aber auch nicht, viele der gezeigten Spiele wie Splinter Cell Conviction und Left 4 Dead 2 waren zwar konsolenexklusiv, aber erscheinen nicht ausschließlich für die Xbox 360, sondern auch für den PC. Der große angekündigte Knüller Metal Gear Solid: Rising erscheint sogar, trotz des Hypes, ebenfalls auf der PlayStation 3.

Zum Thema Splinter Cell Conviction sei aber noch einges gesagt: Während Szenen aus dem Spiel gezeigt wurden, ging man geschickt auf das neue Gameplay ein. So ist das Intro des Spiels selbst spielbar und individuell gestaltbar, erst ab einer gewissen Schlüsselstelle geht das Spielgeschehen weiter. Missionsziele werden des Weiteren nun direkt in die Karte eingebunden, was einerseits einen sehr stilistischen, andererseits übersichtlichen Ersteindruck machte. Danach entwickelte sich die Missionsgestaltung sehr abwechslungsreich, so gab es offene Schusswechsel, was so in früheren Teilen zum schnellen Tod führte, aber auch schleichend ging es weiter voran. Sam Fisher ist erbarmungsloser geworden und das merkte man bereits in den wenigen Spielszenen, die bis jetzt bekannt sind.
Fans von sozialen Netzwerken haben ebenfalls einen Grund zur Freude, denn Xbox Live wird zukünftig mit neuen Features von Last FM, Facebook und Twitter verknüpft. Das hauseigene Downloadportal soll auch revolutioniert werden. In Naher Zukunft wird es möglich sein Filme direkt nach Abruf zu schauen und nicht erst downloaden zu müssen.
Weiteres Highlight der Pressekonferenz waren erste Spielszenen zum Halo 3-Addon: Halo: ODST, in welchem man einen Soldaten der namensgebenden Einheit ODST spielt und sich mit neuen sowie bereits bekannten Waffen durch das Geschehen kämpft. ODST wird außerdem ein Multiplayer Beta Key zu einem gänzlich neuen Halo-Spiel namens Halo: Reach beiliegen. Die Informationspolitik zu Halo: Reach läuft derzeit noch auf Sparflamme. Es ist lediglich bekannt, dass der Titel nächstes Jahr auf uns zusteuern wird.
Es wurde Zeit für den großen Schocker des Abends, zumindest dachte man das in diesem Moment. Denn der typische exclamation mark-Sound aus Metal Gear Solid wurde abgespielt und Gott in Person aka Hideo Kojima betrat die Bühne. Der gute hatte sich extra ein bisschen Englisch angeeignet und kündigte stolz Metal Gear Solid: Rising an. Der neue Teil, der nun wieder Raiden in der Hauptrolle hat, hört jedoch nicht mehr auf den Untertitel „Tactical Espionage Action", sondern soll nun mit „Lightning Bolt Action" ein neues Genre und eine neue Metal Gear-Spielerfahrung einläuten. Ernüchternd waren dann nur die Nachrichten, dass Kojima nicht als Director fungieren wird, sondern nur eine kleine Tätigkeit im absolviert, da er mehr Energie in Metal Gear Solid: Peacewalker auf der PSP stecken möchte und darin auch sein persönliches Metal Gear Solid 5 sieht.