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PlayStation Move Heroes

Im Test: PlayStation Move Heroes

Review 12.04.2011
von
Alexander Göricke

Ratchet und Clank, Jak und Daxter, Sly – das sind Namen, die gemeinsam in einem einzelnen Satz höchstens dann fallen, wenn man jemandem auf die Frage antwortet, was für PlayStation 2-Spiele man sich als Besitzer selbiger Konsole völlig zweifelsfrei anschaffen muss. Anders ist das seit der Ankündigung, dass PlayStation Move Heroes eben genannte Helden und außerdem noch Slys Schildkrötenkumpel Bentley in einem Abenteuer vereinen soll. Denn seither sind diese Namen in vieler Munde, wobei sich die Gespräche zumeist leider eher um die Frage drehen, wie ein Entwickler wie Nihilistic solch hochkarätige Marken bedienen können soll. Apropos Qualitätsfrage: Wie der Name bereits vermuten lässt, soll das Spiel ausgiebig Gebrauch von Sonys Motioncontroller machen. Dass das schief geht, war doch irgendwie abzusehen, oder?

- Mehr kläglich, als episch -

Wurde man bei vorherigen Abenteuern der Sony-Maskottchen mit epischen Geschichten und weitreichenden Erzählungen von Schlachten zwischen dem Guten und dem Bösen verwöhnt, hat Move Heroes diesbezüglich nicht gerade viel zu bieten: Gerade kurz davor in brenzlichen Situationen unterzugehen, werden unsere drei Heldenduos von den beiden Fieslingen Gleeber und Lunk in eine Parallelwelt gesaugt, um in einem sportlichen Wettkampf den besten Recken unter ihnen zu ermitteln, während ihre eigenen Universen in einen Zeitstillstand versetzt werden. Gegen so etwas haben unsere kleinen Machos natürlich nichts einzuwenden, also kann das Spiel beginnen – da es ohnehin nicht mehr an Story bieten kann, außer einem nicht weiter erwähnenswerten Fitzelchen an Storywendung.

   Nach einem recht ordentlichen Intro-Render findet sich der Spieler in der Levelauswahl wieder. Hier ist alles recht unspektakulär und die Auswahl vorerst eingeschränkt. Ihr könnt sofort zwischen einer Hand voll verschiedener Missionstypen wählen – mehr als diese wenigen gibt es leider auch im folgenden Verlauf des Spiels nicht – und diese mit den sechs Helden bestreiten, die sich allerdings nur wenig voneinander unterscheiden. Das ist schade, denn die Missionsarten wiederholen sich schon nach wenigen Partien und werden nach spätestens eineinhalb Stunden Spielzeit gewaltig langweilig, sodass verschiedenere Charaktere für eine stärkere Langzeitmotivation hätten sorgen können. Bei einigen von ihnen findet Move sehr schönen Einsatz und funktioniert nach korrekter Kalibrierung sehr präzise. Zu nennen wäre da das Schießen mit einer Kanone, oder das Schwingen von Ratchets Schraubenschlüssel und einer Peitsche, was in Missionen von Nöten ist, wo es kleine Energieknoten zu verteidigen, Whibblets zu retten oder schlicht Gegnerwellen zu zerlegen gilt. Andere Herausforderungen wiederrum, wie das Steuern von Frisbees oder Bowlingkugeln mittels Neigungssensor zwecks Zerstörung irgendwelcher unwichtigen Dinge, brauchen dagegen eine gewisse Eingewöhnungszeit, in der einem die Steuerung unkontrollierbar übersensibel vorkommt. Hat man diese erst einmal überstanden, gehen auch diese Herausforderungen einigermaßen leicht von der Hand. Eine Sache haben sie aber gemeinsam: Wirklichen Spaß bringen sie selten. Die Forderung nach sehr filigranen Bewegungen und Holzhammerschlägen schafft trotzdem eine schöne Abwechslung und sorgt dafür, dass man keine Krämpfe bekommt. Wirklich realistisch sind letztere, die ihr etwa mit Jaks Hammer oder Ratchets Schraubenschlüssel ausführt, nicht – diesen Anspruch stellt das Spiel auch überhaupt nicht. So verkommt Move Heroes zu etwas, das man auf Nintendos Konsole immer lauthals verschmähte: wildes Rumgefuchtel. Die insgesamt vier Welten, die das Spiel zu bieten hat und die den an sich sehr schön designten Welten Slys, Ratchets und Jaks entsprechen, sind schnell durchgezockt und bieten ansonsten nur noch wenig Raum für weitere kleine Sammeleien.

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Alexander Göricke
Alexander Göricke
Managing Director bei Next-Gamer. Weint bei Metal Gear & ist im Herzen selbst ein Peace Walker.

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