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MotorStorm Apocalypse

Im Test: MotorStorm Apocalypse

Review 14.03.2011
von
Alexander Göricke

Das letzte Mal, dass wir MotorStorm Apocalypse spielen konnten, liegt Monate zurück. Damals noch in 3D auf der gamescom hinter verschlossenen Türen, konnten wir es nun auf Herz und Nieren prüfen. Und was dabei herauskam, spiegelt sich in einer differenzierteren Meinung wider, als ich noch damals in unserer Vorschau zu verstehen vermochte. In der Preview-Fassung wurde mir nicht nur eine der besten Strecken aus dem Spiel geboten, sondern auch die höchste KI-Einstellung, die schon in den zwei ersten Teilen der Serie für adrenalindruchtränkte Rennen von Anfang bis Ende sorgte. Was nun letztendlich in meinen Händen lag, war ein Spiel, welches mit all seinen Inhalten überzeugen und nicht im Fegefeuer überdurchschnittlicher Einheitssoftware verblassen wollte.

- Der Storymodus – ja, ihr habt richtig gelesen -

Ziemlich erstaunt darüber, dass es erstmalig in der Geschichte von MotorStorm nicht nur Renntickets für anstehende Events zu erwerben gibt, begab ich mich in den Storymodus. In drei Schwierigkeitsgraden durchfährt man hier im Körper von drei verschiedenen Personen verschiedene Rennevents, boxt sich vom letzten Fahrer der Strecke auf den ersten Platz auf Eliminationsrennen, bei denen innerhalb weniger Sekunden immer der letzte Fahrer ausscheidet, liefert sich normale Rennen mit bis zu 15 Computer-Gegnern, ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem übermächtigen Rivalen oder flüchtet schon mal auf einem Motorrad vor der Armee, die mittels Straßensperren, Helikopterangriffen und Soldaten auf einen schießen. Nebenbei zerbröselt um einen herum eine komplette Stadt durch folgeschwere Erdbeben, Brücken zerbersten während der Überfahrt und Stadtteile werden von Verrückten mit Maschinengewehren und Molotowcocktails heimgesucht, die nicht aus den Krisengebieten geflohen sind oder evakuiert wurden. An der Küste wüten Tsunamis und schwemmen ganze Schiffwracks ans Land, denen man nur knapp entweichen kann. Wolkenkratzer stürzen in sich zusammen, Gullideckel platzen durch überhöhten Unterdruck und schießen in die Höhe und Straßen stürzen in sich zusammen und legen ganz neue Wege während der Rennen frei, die fortan im Untergrund der U-Bahnen eine Fortsetzung erfahren. Und überall Gerümpel, so weit das Auge reicht. Die „Story“, welche ich bewusst in Gänsefüßchen setze, wird dabei in animierten Comicsequenzen erzählt, die mehr oder minder von Inhalt sind. Teilweise fühlen sie sich wie jene aus Twisted Metal an, sind jedoch qualitativ weitaus oberflächlicher, nichtssagender und völlig inhaltslos. Verschenktes Potential, das mich als Erwachsenen in meiner Gewohnheit an gutes Entertainment sogar etwas beleidigt.

- Großer Fuhrpark und funktioriende Havok-Engine -

MotorStorm-typisch können natürlich wieder Motorräder (die nun auch Stunts in der Luft ausführen können), Quadbikes, Muscle-Cars, Rennschlitten, Renntrucks und Monster Trucks gegeneinander antreten. Während Motorräder dabei die wendigsten Spielgefährten sind, können Monster Trucks so gut wie jedes andere Fahrzeug auf der Straße plätten. Da man andere Fahrzeuge mit schnellen Manövern auch wegstoßen kann, sollte man wissen, dass ein Superbike natürlich kaum etwas gegen einen Renntruck ausrichten kann, während die Konstellation Renntruck gegen Bike durchaus tödlich verläuft. Lustig ist auch, dass man beim Überfahren von Söldnern auf der Straße schon mal einen an der Seite hängen hat, der sich ein paar hundert Meter mitschleifen lässt oder sich schon mal unter dem Boliden verkeilt. Das dürfte wohl auch der Grund für die USK gewesen sein, das Spiel ab 16 auf dem Markt zu kennzeichnen. Hat man nach wenigen Stunden die ziemlich belanglose Story durchspielt, kann man sich die einzelnen Strecken mit oder ohne Natureinflüsse wie Erdbeben oder Tsunamis zu Gemüte führen. Passiert irgendetwas während der Rennen, welches maßgeblich den Streckenverlauf beeinflusst oder große Zerstörung anrichtet, kann man durch Drücken der Vierecktaste an das Geschehen heranzoomen und die Zeitlupe aktivieren. Slow Motion wird auch dann eingefädelt, wenn es sich kurz vor der Ziellinie um einen knappen Sieg oder eine knappe Niederlage handelt. Lustigerweise bin ich während dieser schon einmal zur gleichen Zeit wie der Kontrahent ins Ziel gekommen, wurde aber aus Nettigkeit des Systems als erster gewertet. Wem das alles noch nicht stressig genug ist, kann während der Rennen auch noch versteckte Postkarten suchen, die auf jeder Strecke verteilt wurden.

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Alexander Göricke
Alexander Göricke
Managing Director bei Next-Gamer. Weint bei Metal Gear & ist im Herzen selbst ein Peace Walker.

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