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Wonderbook: Das Buch der Zaubersprüche

Im Test: Wonderbook: Das Buch der Zaubersprüche

Review 26.11.2012
von
Stephan Göricke

Weihnachten steht vor der Tür und erneut möchte Sony beweisen, dass sie immer noch für überraschende Innovationen gut sind. Nach der Vielzahl an Spielchen über Bewegungssteuerung oder Gesangs-Sessions ist es nun ein Buch, mit dem Kinder bei all dem Entertainment wie in alten Zeiten unterhalten werden sollen. Naja, zumindest fast. Eine PlayStation 3, ein HDTV, eine PlayStation Eye Kamera und ein PlayStation Move Motion-Controller sollten schon vorhanden sein. Ebenso genügend Licht, mindestens ein Kind und eine Vorliebe für Harry Potter. Denn „Wonderbook: Das Buch der Zaubersprüche“ ist ein in Zusammenarbeit mit J.K. Rowling erfundenes Buch, dass Zaubersprüche aus Hogwarts beinhaltet, die gelernt und eingesetzt werden sollen. Ob das zauberhafte Konzept aufging oder seinen Zauber schon kurze Zeit später wieder verlor, haben wir im Unterricht unter den Fittichen der Gryffindors getestet.

Die Technik ist eigentlich nicht neu. Wir alle kennen sie bereits aus dem Smartphone, dem Nintendo DS oder der PSP. Doch anstelle von Codes, Karten oder sonstigem Gimmick, will Sony nun mit einem Buch aus mehreren Seiten für ein neues Level der Augmented Reality sorgen. Und überraschenderweise geht das wunderbar auf.

Incendio

Ein geschönter Werbescreen. So hochauflösend und farbenfroh seht ihr nicht auf dem Bildschirm aus.

Das Wonderbook ist im Grunde neue Hardware, für die im Laufe der Monate weitere Spiele erscheinen sollen. Den Anfang macht hierbei „Das Buch der Zaubersprüche“, in dem man in die Welt von Hogwarts taucht, in der Bibliothek Zaubersprüche wie „Incendio“ oder „Wingardium Leviosa“ lernt und schelmische Notizen und Zaubersprüche entdeckt, die andere Schüler an den Rand des Buches gekritzelt haben. Letztendlich lernt man hier über 20 Zaubersprüche nach immer dem gleichen Schema, um sein Wohnzimmer dann in die Verbotene Abteilung der Bücherei von Hogwarts zu verwandeln. Hier wird dann in einfachen Minispielen der Zauber angewandt. Abseits von alledem werden einem noch kleine Geschichten erzählt, die teils etwas düster angehaucht sind und so wie bei den Gebrüdern Grimm auch interessant für Erwachsene zu sein scheinen. Dabei wird das Buch am Bildschirm wie eine Theaterbühne aufgeklappt, auf der man durch kleine Pappschieber mittels Motion-Controller sogar Einfluss auf bestimmte Elemente der Geschichte hat. Das war interessant anzusehen und fast schon das Highlight des Buches, wenn man sich zu den Erwachsenen zählt.

Während ihr vor dem Bildschirm die leuchtende Kugel eures Move Motion-Controllers schwingt, ersetzt ihn eure PlayStation 3 gekonnt durch einen Zauberstab, der anfangs sogar noch im Aussehen angepasst werden kann. Man darf das Spiel sogar mit seinem Pottermore.com-Account verbinden. Dann werden eure Daten direkt ins Spiel übertragen, um euch die Wahl des Hauses und des Stabes abzunehmen.

Wonderbook TheaterSchon nach wenigen Minuten seid ihr dabei so auf dem Bildschirm fixiert, dass ihr gar nicht mehr merkt, dass ihr im Grunde keinen Zauberstab in Händen haltet und eurer Buch vor euren Füßen nicht von Mirinda Habicht stammt. Stattdessen ist es ein mit Symbolen überzogenes blaues Buch aus den London Studios bei Sony, die sich in den vergangen Jahren darauf spezialisiert haben innovative Hardware wie EyeToy, SingStar, PlayStation Move oder nun Wonderbook zu erfinden. So gesehen funktioniert der Zauber, der Realität über den Fernseher ein Schnippchen zu schlagen, wenn auch das Kamera-Tracking des Buches an manchen Rändern und Ecken die Wahrheit durchscheinen lässt. Doch das dürfte eher ein Problem der Kamera sein, die nicht in Full HD aufzeichnet.

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Stephan Göricke
Chefredakteur von Next-Gamer. Salutiert vor Hideo Kojima, Naughty Dog und Sony Santa Monica.

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