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Im Test: Sonic & All-Stars Racing Transformed

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am 5. Januar 2013
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Nachdem im November nun schon LittleBigPlanet Karting und F1-Race Stars erschienen sind, könnte man meinen es gibt erst einmal genügend Kart-Racer für die Vorweihnachtszeit. Doch dann kommt Sonic & All-Stars Racing Transformed mit seinem fast schon ungelenken Titel daher und fordert die Konkurrenz auf mitzuhalten. Es wäre beinahe Blasphemie Sonic & All-Stars Racing Transformed als einfachen Kart-Racer abzustempeln, denn eigentlich ist der Titel ein pures Arcade-Rennspiel, welches in die typisch bunte SEGA-Optik getunkt wurde.

DeSonic & All-Stars Racing Transformedr Titel will durch seine umwandelbaren Vehikel trumphen und dies als einzigartig ausgeben, jedoch hat bereits Rare mit Diddy Kong Racing für den N64 und auch Mario Kart 7 auf dem 3DS mit ähnlichen Konzepten punkten können. Auch wenn man bei Racing Transformed weder die Vehikelart vorher auswählt noch die Verwandlungen optional sind. Stattdessen passt sich euer fahrbarer Untersatz automatisch an das gegebene Terrain an. Dabei fährt es sich auf Land wie in Daytona USA, in der Luft wie bei M.A.C.H. und auf dem Wasser wie in Hydro Thunder.

Jede der drei Fahrzeugtransformationen fühlt sich dabei signifikant anders an. Jedoch gibt es kein Auto, Flugzeug oder Boot, welches sich nicht arcadelastig um die Kurven schliddern lässt. Die Steuerung ist perfekt auf die verschiedenen Terrains und Zustände der Fahrzeuge abgestimmt, sodass man immer alles unter Kontrolle hat. Wäre da nicht die ein oder andere Levelschikane, welche euch an unfair platzierten Ecken hängen bleiben oder euch gegen unsichtbare Hindernisse krachen lässt. Das kommt zwar selten vor, kann jedoch in der letzten Runde, in der man sich dem ersten Platz schon sicher fühlt, umso frustrierender sein.

Dazu plagt den Racer noch der ein oder andere Bug. So wird euch schon mal bei einem Kopf-an-Kopf-Rennen angezeigt, dass ihr die Ziellinie als Erster überquert habt, ihr im Endresultat aber doch nur als Zweiter aufgeführt werdet.

Sonic & All-Stars Racing TransformedWas Racing Transformed von den meisten Arcade-Racern unterscheidet und wieder mehr in die Kart-Ecke schiebt sind die unterschiedlichen Waffen. So gibt es viele typische Vertreter in anderem Gewand. Der Schneeball ist beispielsweise eine normale Rakete, welche euren Gegner aus der Bahn wirft. Wenn ihr den Gegner aber mit allen drei Schneebällen gleichzeitig trefft, wird dieser für kurze Zeit eingefroren und ist somit bewegungsunfähig. Das Fernlenkauto verfolgt den Gegner und explodiert in seiner Nähe. Der Hot-Rod-Mode bringt euch für kurze Zeit auf unglaubliche Geschwindigkeit, wer diesen aber nicht zur rechten Zeit beendet, wird selber kurz gestoppt. Und der Baseball-Handschuh bewahrt euch vor feindlichen Treffern.

Ähnlich wie in Mario Kart Wii könnt ihr in der Luft Stunts ausführen, um so nach der Landung einen Boost einzusetzen. Auch könnt ihr durch driften einen Boost-Level erreichen, welcher euch nach vorne katapultiert. Diese Techniken gilt es möglichst schnell zu beherrschen, da ihr sonst nur wenig Chancen gegen die potente KI habt.

Das Charakter-Raster mit über 20 Charakteren enthält einige der wohl coolsten Videospielhelden meiner Kindheit. Neben den offensichtlichen Helden wie Sonic und Tails gibt es aber auch ein Wiedersehen mit einigen Dreamcast-Freunden. Ob das nun Ulala aus Space Channel 5, B.D. Joe aus Crazy Taxi oder Beat aus Jet Set Radio ist. Auch für ältere Fans, die noch mit Master System oder Mega Drive gespielt haben, gibt es die richtigen Vertreter. Der coole Wikinger Gilius Sonic & All-Stars Racing TransformedThunderhead aus Golden Axe oder später auch Segas ehemaliges Maskottchen Alex Kidd aus der namensgleichen Spieleserie. Selbst Disney-Fans können sich über einen ganz besonderen Gast freuen, nämlich Ralph aus der Videospielhomage Ralph Reichts, welche am 06. Dezember 2012 in den Kinos anläuft. Natürlich stehen nicht alle Helden von Beginn an zur Auswahl. Den überwiegenden Teil müsst ihr erst durch bezwingen der verschiedenen Welttouren und Grands Prix freischalten.

Die Strecken sind nicht weniger abwechslungsreich. Für meinen Geschmack anfangs sogar einen ticken zu abwechslungsreich. Dabei ist auf den an Sega-Hits wie After Burner, Panzer Dragoon, Super Monkey Ball und vielen anderen, angelehnten Strecken wirklich keine Runde wie die Vorherige. Und das meine ich so, wie ich es schreibe. Die verschiedenen Strecken verändern sich pro Runde um einige Details. So bricht eine Straße ein und ihr seit gezwungen den Wasserweg zu nehmen, oder ihr werdet durch einen Sprung in die Luft geschleudert und könnt sogleich als Flugzeug durch die Wolken düsen. Was zu Anfang etwas verwirrend wirkt, wird aber gerade für Rennspiel-Veteranen interessant, da man sich statt einer Runde alle drei merken muss, sonst kriegt man womöglich die Kurve nicht.

Ingesamt ist Sonic & All-Stars Racing Transformed ein rundum gelungener Fun-Racer, welcher schon auf normalem Schwierigkeitsgrad kein Zuckerschlecken ist. Die ansehnliche Grafik zeigt alle Charaktere und Strecken im zeitgemäßen Gewand und läuft immer ruckelfrei und flüssig über den Bildschirm. Das Spiel ist jedoch eher für die Nostalgiker, als deren Kinder, die von der bunten Grafik angezogen werden. Diese werden sehr wahrscheinlich nach einigen misslungenen Rennen den Controller in die Ecke schmeißen und dem Spiel gegenüber nur noch Desinteresse zeigen. Für alle SEGA-Fans ist dies aber der wohl gelungenste Retro-Trip, ohne die alten Konsolen vom Dachboden holen zu müssen. Schade nur, dass es den Titel nicht für die Dreamcast 2 gibt!

8 8 von 10

Fazit

Für alle SEGA-Fans der wohl gelungenste Retro-Tripp, ohne die alten Konsolen vom Dachboden holen zu müssen.


Sonic & All-Stars Racing Transformed

  • Testsystem: Xbox 360
  • Erscheint für: PC, PS3, Xbox 360, Wii U, Vita, 3DS
  • Publisher: Sega
  • Entwickler: Sumo Digital
  • Genre: Fun-Racer
  • Release: 16.11.2012

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