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LittleBigPlanet Karting

Im Test: LittleBigPlanet Karting

Review 17.11.2012
von
Stephan Göricke

Die Zeit der Fun-Racer ist gekommen. Während Sega mit “Sonic & All-Stars Racing Transformed” und Codemasters mit “F1 Race Stars” je einen Kandidaten in der Pipeline hat, so schickt Sony seine sympathischen Sackboys und -girls ins Rennen. Dabei zeichnen sich für die Entwicklung von “LittleBigPlanet Karting” United Front Games verantwortlich, die zuvor an ModNation Racers für Sony gewerkelt und somit Erfahrung an einem superben Leveleditor haben. In der Sony-Welt von “Play, Create, Share” also äußerst hilfreich, wenn man derartige Baukästen schon einmal vorweisen konnte.

Leider hatte ModNation Racers aber auch viele Punkte, die mir damals schon nicht gefielen. Das fing an bei der Steuerung der Boliden, die nicht eingängig genug für einen Funracer war und endete bei den Ladezeiten, die unvorstellbar lange dauerten und dann nicht mal Ruckler auf der Strecke unterbanden. Da es Sony noch an einem guten Mario Kart-Klon fehlte, freute ich mich monatelang auf den Titel, hatte beim Namen United Front dann aber doch wenig Hoffnung, da man sich überschätzen würde. Ob man mich überraschen konnte und mit LittleBigPlanet Karting einen super Fun-Racer produziert hat, habe ich auf etlichen Rundkursen überprüft.

LittleBigPlanet Karting Home

Euer Home-Bereich, den ihr auch zu zweit gestalten könnt.
Auch euer Aussehen und Gefährt sind hier veränderbar.

Als allererstes fällt mir nach dem Starten der Blu-ray die tolle Umsetzung des LittleBigPlanet Universums auf. Das beginnt beim Real-Vorfilm, wie man ihn aus den anderen LittleBigPlanet-Spielen kennt, in dem Personen auf der Straße in alltäglichen Situationen gezeigt werden und in deren Umgebung sich allmählich alles mit Stickern füllt; und hört bei der altbekannten Erzählerstimme auf, die euch direkt in eurem pappigen Home-Bereich empfängt und euch wie eh und je mit jedem Satz in die Wange zu kneifen scheint. Wenn er nur manchmal etwas lauter sprechen würde … unsere deutsche Synchronstimme von Robert de Niro.

Erkennt euer Erzähler anhand eurer Speicherdaten, dass ihr schon einmal in Form eines Sackjungen durch die Gegend gehüpft seid, so erhaltet ihr direkt zu Beginn ein neues Outfit und ein Fahrzeug. In meinem Fall war die Karre aus Luftballons und mein Kostüm das eines Einhorns mit Regenbogenschal. Ich musste beim Anziehen schon so heftig über die Kostümierung lachen, dass ich sie vorerst behielt. Das ist das tolle an LittleBigPlanet. Versucht man in anderen Spielen so cool wie möglich auszusehen, hat man hier den Drang zur Verrückt- und Hässlichkeit. Herrlich. Das Spiel ist durch die LittleBig-Sympathieträger schon ohne überhaupt eine Runde gefahren zu sein extrem unterhaltsam und weitaus interessanter, als es die Rennstrecken der pseudo-coolen ModNation Charaktere waren.

Natürlich geht es auch in LittleBigPlanet Karting darum, von Planet zu Planet zu reisen und die dortigen Level zu absolvieren. Die führen euch an verschiedene Orte aus dem LittleBigPlanet Universum, die man aus den Hüpfabenteuern irgendwie irgendwo schon gesehen hat, sofern das denn möglich ist. Dabei ist stets für Abwechslung gesorgt, wenn ihr über sandige Strände brettert, durch Höhlen donnert oder über futuristische Rundkurse schießt. Abgründe, Pappkrokodile, mechanische Tore oder Sprungfelder helfen oder ärgern euch abseits eurer sieben Mitstreiter während der Rennen, eröffnen so neue Wege oder leiten euch durch die Levels. Und wenn ihr nicht aufpasst, zerschellt ihr an Klippen, verbrennt euch am altbekannten Feuer oder landet außerhalb der Bahn, was blöderweise öfters passiert und nicht immer für eine Neuplatzierung auf der Rennstrecke sorgt.

LBP Karting Screen

Dass Mario Kart Pate für den Titel stand, kann man ihm an der Spielmechanik ansehen. So ist die Steuerung äußerst leicht zu handhaben und damit direkt angenehmer, als in ModNation Racers. Zudem könnt ihr auch hier Driften, was, je länger ihr es betreibt, in einem kurzen Schub nach vorn endet. Das ist im Grunde auch eure einzige Möglichkeit für etwas Boosting zu sorgen. Eine Anzeige, die man während des Rennens füllen und entladen kann, gibt es nicht. Dafür aber einen Enterhaken, mit dem sich, wie schon in den Hauptspielen, über Abgründe geschwungen werden kann.

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Stephan Göricke
Chefredakteur von Next-Gamer. Salutiert vor Hideo Kojima, Naughty Dog und Sony Santa Monica.

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