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Lego Herr der Ringe

Im Test: Lego Herr der Ringe

Review 23.02.2013
von
Gabriel Bieber

Seitdem es zu der wohl erfolgreichsten Lego-Lizenz rund um die Abenteuer von Luke Skywalker und Han Solo auch einige Konsolenspiele gab, auf denen Lego-Fans der Geschichte ihrer Helden folgen konnten, gibt es eine förmliche Flut an Lego-Spielen auf der PS3, der Xbox oder dem PC. Dabei schwankt die Qualität des Öfteren von einer durchaus spielbaren Umsetzung der Lizenz bis hin zu eher schwachen Spielen. Nachdem es schon seit einiger Zeit die “Lego Herr der Ringe”-Lizenz gibt, mit etlichen Figuren wie den Gefährten, aber auch Gollum und den Uruk-Hai, folgt nun auch das Spiel zur Lizenz.

Das Spiel umfasst sämtliche Teile der Herr der Ringe-Trilogie. Los geht es mit der Einführung aus Herr der Ringe: Die Gefährten, in dem die Geschichte des einen Rings erzählt wird. Und das durchaus auch für Jugendliche oder Erwachsene interessant. Denn bei Lego Herr der Ringe folgt man der Story der Filme strikt. Zwar werden wegen des Umfangs und der Relevanz einige Szenen weggelassen, die Kernszenen sind dabei aber vorhanden, sodass man der Herr der Ringe-Story auch im Klötzchenlook folgen kann. Fehlen darf dabei natürlich nicht der Lego-typische Slapstick-Humor. So wird Boromir am Ende von Herr der Ringe: Die Gefährten nicht nur mit Pfeilen, sondern auch mit Hühnern, Bananen und einem Besen erschossen.

Sicherlich, der Humor hat seine Vorzüge, aber für mich persönlich passt dieser Humor an einigen Stellen nicht. Beispielsweise an der besagten Boromir-Szene. Diese ist ein emotionaler Moment am Ende des ersten Filmes und wer richtig mitfieberte. tat sich vielleicht sogar schwer daran eine Träne zu unterdrücken. Im Spiel dagegen wird diese gesamte Szene ins Lächerliche gezogen. So bleibt das Boot, mit dem sie Boromir auf seine „letzte Reise“ schicken, an einem Felsen hängen und wird von Gimli mit einem Stein beworfen. Ob der Slapstick Humor an dieser Stelle tatsächlich Sinn hat, ist die Frage, zumal das Spiel in Deutschland ab 12 Jahren freigegeben ist. Meistens passt dieser aber in die Atmosphäre und umschreibt die wenigen brutalen Momente des Films mit eher kindlichem Humor.

Am üblichen Lego-Gameplay ändert sich nichts. Man prügelt sich durch die Klötzchenwelt, mäht dabei allerlei im Wege stehende Orks um und sammelt so viele Lego-Steine wie möglich, die im Spiel als Art Währung dienen. Dabei löst ihr kleine Rätsel und überwindet Hindernisse, indem ihr euren Charakter wechselt. So kann nur ein kleiner Hobbit durch die engen Schächte kriechen, während Legolas wesentlich höher springt als seine Gefährten und Gimli mit seiner Axt Steinwände zum Einsturz bringen kann. Dieser ständige Wechsel der Spielfigur kann auf Dauer langweilig werden, denn letztlich sind es immer die gleichen Rätsel und Ideen, die dahinterstecken. Abwechslung kommt bei den Rätsel selten vor. Sie sind sogar noch wesentlich einfacher als in vorangegangenen Lego-Spielen wie Lego Star Wars oder Lego Batman. Alles was ihr für die Lösung eines Rätsels braucht, befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Rätsel selbst. Außerdem wirken die Szenen oft gestreckt, wenn ihr zum Beispiel in den Sümpfen der Toten etliche Brände löschen müsst oder in der Festung Helms Klamm zig Leitern von der Mauer stoßen müsst. Auch einige der Bosskämpfe wirken als hätte man diese einfach nur mit neuen Texturen versehen. So ist die Idee bei allen ähnlich, manchmal sogar vollkommen identisch. Wenn man bedenkt, dass das nicht das erste Lego-Videospiel ist, hätte man hier deutlich nachbessern können.

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Gabriel Bieber
Gabriel Bieber
Redakteur für Next-Gamer.de und Fan von jeder modernen Kunst. Filme, Musik, Videospiele.

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