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Galaxy on Fire 2 HD

Im Test: Galaxy on Fire 2 HD

Review 12.11.2012
von
Stephan Göricke

Während unseres iPad mini Tests hatten wir ebenso die Möglichkeit uns Galaxy on Fire 2 HD von Fishlabs anzusehen. Die Spielereihe dürfte den meisten iOS-Usern geläufig sein. Und selbst wenn die Hochzeit der Sci-Fi-Weltraumshooter vorbei ist, ist es schön zu sehen, dass es immer noch Entwickler gibt, die heutzutage detailverliebte Weltraumshooter umsetzen. Ob das Spiel seinem großartigen Erfolg gerecht wurde, habe ich mir mal genauer angesehen.

Schon kurz nach dem Start eines neuen Spiels schafft es Galaxy on Fire 2 HD, dass ich mich in einem authentischem Universum wiederfinde. Und auch die Story ist daran nicht minder beteiligt. Als Keith T. Maxwell seid ihr gerade auf der Heimkehr von einer Mission, als euer Hyperantrieb den Geist aufgibt und euch durch einen Fehler 35 Jahre in die Zukunft katapultiert. Ihr werdet geborgen, begreift, dass sich die politischen Machtverhältnisse verändert haben und ihr in der Zukunft angelangt seid. Da ihr nun auch keiner Fraktion mehr unterstellt seid, fangt ihr in der Nahrungskette weit unten an, mit der Förderung von Erz. Anstatt als kampferprobter Pilot durchs All zu reisen, fliegt ihr nun zu Asteroiden, um an ihnen anzudocken und nach dem Rohstoff zu bohren. Schnell habt ihr die Aufgaben eures vermeintlichen Retters absolviert und erhaltet zum Dank ein gekapertes Piratenschiff namens Betty, bei der nicht einmal die Datumsanzeige richtig funktioniert.

Galaxy on Fire 2 HD Hangar

Ein Bildzusammenschnitt aus Hangar, Shop und Missionsbeschreibung. In unserer Version komplett lokalisiert.

Ab dem Moment an könnt ihr im All von Planet zu Planet reisen, wobei euch immer nur die Raumstationen und Asteroidengürtel für eine Anreise zur Verfügung stehen. Auf Planeten zu landen wäre dann doch zu viel des Guten gewesen. Wenn euch die Aufträge nicht von selbst ins Haus flattern, könnt ihr in der Space Lounge der jeweiligen Raumstation nach Jobs suchen. Ob Personen- oder Rohstofftransporte, Begleitflüge oder gar Weltraumkämpfe; es ist so gut wie alles vertreten, um für Abwechslung zu sorgen. Zwischendurch könnt ihr immer noch an Asteroiden bohren oder als intergalaktischer Händler Waren günstig einkaufen, um sie an anderer Stelle im Sternensystem teuer zu verhökern. Es gibt also ganz verschiedene Wege, um sein kosmologisches Portemonnaie zu füllen.

Mit all dem Geld lassen sich dann nicht nur neue Primär- und Sekundär-Waffensysteme installieren, auch an eurem Schutzschild und euren Beladungskapazitäten könnt ihr jede Menge investieren. Daraus resultiert dann wieder, dass ihr noch mehr Aufträge annehmen und noch mehr Geld erwirtschaften könnt. Und hat man richtig viel davon, lassen sich auch neue Schiffe davon bezahlen.

Die Kämpfe gestalten sich relativ simpel, was aber nicht heißt, dass sie keinen Spaß machen. Die Kollisionsabfrage ist gut gemeint und zählt auch Treffer, die knapp am Objekt vorbeifliegen. Das ist im Falle eines mobilen Spiels berechtigt und minimiert damit den Frustfaktor. Während ihr mit eurem Laser oder Maschinengewehr schon etwas genauer zielen müsst, können auch Extra-Waffen wie Lenkraketen installiert werden. Für bessere Flugkontrolle ist zudem der Schub eures Gefährtes regelbar und soweit herunter zu stufen, bis ihr komplett im Vakuum verharrt. Soll es aber auch mal schneller gehen, um beispielsweise direkt zu einer Raumstation oder anderen Flugobjekten zu gelangen, sind Raumsprünge und Boosts möglich.

Optisch ist das Spiel erste Sahne, läuft stets mit stabiler Framerate und zaubert wirklich nett anzusehene Effekte auf das Display unseres iPad mini. Der Hamburger Entwickler Fishlabs beweist hier sehr gut, was auf mobilen Geräten möglich ist. Auch der Sound ist gelungen, wurde komplett in deutscher Sprache synchronisiert und vom ebenso hamburgischen Musikstudio Periscope vertont.

Wenn alle Spiele so wären wie Galaxy on Fire 2 HD, bräuchte man wahrlich keine Handhelds mehr. Für wenige Euros wird uns hier ein süchtig machendes Weltraumspiel geboten, das neben seinem zehnstündigem Plot mitunter 80 Stunden begeistern kann, wenn man sich die Kommentare der iOS-Plattform einmal genauer anschaut. Toll auch, dass man sich für einen Festpreis entschieden hat und nicht auf Werbung und Premiuminhalte zurückgreift. Denn dadurch kann man einmal Geld in die Hand nehmen und das Spiel in seiner Summe genießen. Wir reden hier schließlich von nicht einmal fünf Euro. Und in einer Zeit, in der alles teurer wird, ist das quasi nichts, für stundenlanges Entertainment mit Suchtpotential.

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Stephan Göricke
Stephan Göricke
Chefredakteur von Next-Gamer. Salutiert vor Hideo Kojima, Naughty Dog und Sony Santa Monica.

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