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Far Cry 3

Im Test: Far Cry 3

Review 11.01.2013
von
Stephan Göricke

Far Cry 3 galt schon seit dem Anzocken auf der gamescom als mein diesjähriges Action-Highlight. Während man sich von Entwicklerpräsentation zu Entwicklerpräsentation hangelte und unter all den hektisch abzuklappernden Spielen kaum eines richtig genießen konnte, schaffte es nur Far Cry 3, mich in eine dichte Atmosphäre zu hüllen, in der ich abschalten und mich dem Spiel hingeben konnte. Dementsprechend waren meine Erwartungen hoch, als das Spiel den Goldstatus erreichte und in der Redaktion landete.

Abseits des Großstadttrubels wollte Jason mit seinen Brüdern und Freunden irgendwo im Meer auf einer einsamen Insel den Urlaub seines Lebens feiern. Den Reiz von Extremsportarten auskosten, den sie so gerne erleben. Fallschirmsprünge aus Helikoptern, Wassersportrennen mit dem Jetski. All das an einem Ort, wo sich kein normaler Tourist hin verirren würde. Doch diese Exklusivität hat ihren Preis.

Far Cry 3 wiese

Als ihr in der Haut von Jason Brody wieder zu euch kommt, seid ihr gefesselt und euer Bruder sitzt euch gegenüber. Außerhalb des Gefängnisses kommt ein erheiterter Mann auf euch zu. Sein Name ist Vaas Montenegro und ihr seid jetzt sein Eigentum. Das macht er euch deutlich, während er mit allerhand Beleidigungen unterhält, die nicht für Kinderohren bestimmt sind. Wäre das Spiel real und ihr in der Haut von Jason, wäre Vaas der wohl schlimmste Soziopath, an den ihr gelangen könntet. Da das Spiel aber glücklicherweise nur ein Spiel ist, sorgt der ausgefeilte Charakter direkt für Sympathiepunkte, was nicht zuletzt an der gelungenen Synchronisation von Simon Jäger liegt, der schon Joker aus The Dark Knight seine exzentrische Ausdrucksweise spendierte.

Far Cry 3 - SharkWenige Sekunden später befreit ihr euch aus dem Schlamassel und schleicht an Wachen vorbei, um letztendlich doch erwischt zu werden und eurem Bruder beim Sterben zuzusehen. Natürlich erschossen von Vaas höchstpersönlich. In seiner erhabenen Güte und Psychose befiehlt er euch zu fliehen, schreit „Lauf, Forrest, lauf!“ durch den Dschungel und ergötzt sich an eurem Überlebenswillen, der darin besteht, im Kugelhagel durch die Nacht zu rennen. Natürlich weiß Vaas, dass er euch ohnehin zurückbekäme.

Letztendlich entkommt ihr aber den Piraten und bemerkt, dass ihr nicht der Einzige seid, der Rache gegen Vaas und seine Männer schwört. Die Eingeborenen kämpfen ebenso um ihr Territorium und hassen die mit Menschen handelnden Piraten. Ein Umstand, der euch verbindet, euch langsam von einem Extremsportler zu einem Soldaten werden lässt. Steht die Befreiung der Freunde anfangs noch an oberster Stelle, verdrängt ihr schon bald im Namen der Insel eure Feinde. Ein Unterschlupf und Waffen werden euch für eure Mithilfe von den Einheimischen gestellt und langsam beginnt ihr die überdimensionale Karte durch das Abschalten von Sendetürmen aufzudecken.

Far Cry 3 ActionDie Welt ist so riesig, dass man schon mal vergessen kann, warum man noch nicht den nächsten Flieger zurück in die Heimat genommen hat. Denn anstelle der Hauptstory zu folgen und eure Freunde zu retten, baut ihr in Nebenmissionen erst einmal eurer Waffenrepertoire auf und schneidert euch neue Beutel, um es später gegen die feindselige Armee aufzunehmen. Jagt Hirsche, Wildschweine, Tiger oder gar Haie, um euch mit deren Häute größere Geldbörsen oder erweiterte Taschen für Zubehör und Waffen herzustellen. Aber auch der Sammler in euch kommt nicht zu kurz. Neben versteckten Kisten, Geld und Schätzen müsst ihr vorrangig nach Pflanzen Ausschau halten, mit denen ihr euch neue Spitzen herstellen könnt. Egal ob Heilung oder Jagdverbesserer, aus den Früchten der Natur lässt sich so allerhand anstellen, um nicht nur eure Wunden zu versorgen, sondern auch eure Sinne zu schärfen.

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Stephan Göricke
Stephan Göricke
Chefredakteur von Next-Gamer. Salutiert vor Hideo Kojima, Naughty Dog und Sony Santa Monica.

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