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DmC: Devil May Cry

Im Test: DmC: Devil May Cry

Review 18.02.2013
von
Stephan Göricke

Was haben wir uns als Gamer die Zähne gefletscht, als es darum ging, zu beurteilen, was man vom neuen Dante halten soll. Was haben wir uns über den Reboot gewundert, wo die alten Teile doch keineswegs schlecht waren. Und wie groß war die Enttäuschung, als man die ersten Bilder zum neuen Helden sah. Es erinnerte mich irgendwie an die Geschichte von Spider-Man. In der man auch im letzten Jahr den sympathischen Hauptdarsteller gegen einen generischen Emo ersetzte. So ändern sich die Zeiten. Während die Musikindustrie vor ein paar Jahren noch Witze über Bill Kaulitz machte, ist er nun Juror in einem von Deutschlands größtem Senderformat. „Schwamm drüber“, sagte ich mir, befreite meinen Geist von überschüssigem Ballast der letzten Jahre und gab dem Neuen mit der schwarzen Kurzhaarfrisur eine Chance. Ob sie Dante zu nutzen wusste, habe ich in 22 Kapiteln, zwölf Stunden Spielspaß und mit einem Xbox 360-Controller am PC überprüft.

dmc danteIch muss zugeben: Seit Sony mit God of War einen glorreichen Feldzug im Hack ’n’ Slay-Genre führt, haben es bei mir neue Metzelspiele erst einmal schwer. Denn sie müssen sich mit Santa Monicas opulenter Grafik, bombastischem Sound, genialen Gameplay und einem Storytelling messen, dass selbst Hollywood erbleichen lässt. Hinzu kommt, dass die Konkurrenz groß und stark geworden ist. Nicht nur, dass Raiden in Metal Gear Rising: Revengeance mit einem wirklich innovativen Kampfsystem neue Akzente setzen möchte im nächsten Monat, auch Spiele wie Bayonetta und Castlevania: Lords of Shadow waren Hochkaräter. Und selbst die dreiste Kopie eines God of War namens Dantes Inferno war objektiv gesehen ein sehr guter Titel. Nicht leicht also nach vier Jahren seit dem vierten Teil nun der Spielerschaft wieder eintrichtern zu wollen, wer das Genre groß gemacht und damit Anspruch auf den Spielethron hat.

Capcom war der Meinung, dass ein Reboot für die Serie eine tolle Sache wäre und gab Ninja Theory das Ruder in die Hand. Keine schlechte Idee, bewiesen sie doch kurz nach dem Launch der PlayStation 3 mit Heavenly Sword, dass sie gute Hack ’n’ Slay-Spiele basteln und mit frischen Ideen punkten können, auch wenn Quicktime-Events der Vergangenheit angehören.

Bei Dmc: Devil May Cry macht es Spaß die Charaktere in neuem Gewand zu sehen, zu überlegen, welche Tönung sie in der alten Serie in den Haaren hatten und zu rätseln, ob der weißhaarige Mann der Zwillingsbruder Vergil ist oder nicht, bis er es irgendwann von selbst verrät. Zudem ist er der Anführer der Nonkonformismus-Gruppe genannt “Der Orden”, eine Organisation, die die Dämonen in der realen Welt aufdecken und vernichten wollen und dabei irgendwie an Anonymous erinnern. Ihn begegnet ihr kurz nach dem Zusammentreffen mit Kat, die im modernen Okkultismus mit Spraydosen herumrennt und Portale an Wände und Böden sprüht. Während Dante und Vergil Nephilim sind, also Kinder der Engelsmutter und des Dämonenvaters, ist Kat nur ein Mensch mit übersinnlichen Fähigkeiten.

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Stephan Göricke
Chefredakteur von Next-Gamer. Salutiert vor Hideo Kojima, Naughty Dog und Sony Santa Monica.

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