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Disney Micky Epic: Die Macht der 2

Im Test: Disney Micky Epic: Die Macht der 2

Review 10.01.2013
von
Laura Szabo

Es war einmal eine Zeichentrickfigur, die hieß Oswald, der lustige Hase. Dank seinem berühmten Vater und Erfinder Walt Disney stand Oswald eine glorreiche Zukunft als Maskottchen des weltgrößten Trickimperiums bevor. Doch da gab es Streitigkeiten, Oswalds Zeichner kehrten Walt Disney den Rücken, und dieser suchte sich einen neuen Helden namens Micky Maus, der an Oswalds Stelle weltberühmt wurde.

Auf dieser wahren Geschichte beruht das Wii-Spiel Disney Micky Epic von 2010. Im düster angehauchten und mit nostalgischen Zeichnungen versehenen Adventure zeigte sich Oswald als neidischer Antiheld, der Micky half, das Wasteland wieder zu verlassen, um ihn loszuwerden. Doch was wäre eine Disney-Story ohne Happy End, und so wurden das Karnickel und der Mäuserich dann doch noch Freunde und können in Disney Micky Epic – Die Macht der 2 als Duo antreten. Die ideale Voraussetzung für ein spaßiges Koop-Abenteuer – oder?

"Junction Point hat es versäumt, die störenden Aspekte des Vorgängers zu beseitigen"

Disney Micky pinselt, Oswald schaut zu

Schauplatz ist Wasteland, eine Art zerfallener Disney-Freizeitpark, der von längst vergessenen Figuren (wie eben Oswald) bevölkert wird und den Micky im ersten Spiel mithilfe eines magischen Pinsels repariert, zurück ins Leben gerufen und vor dem bösen Mad Doctor gerettet hat. Nun ist der kranke Arzt zurück und Wasteland erneut auf Mickys Hilfe angewiesen. Wie im Vorgänger erkundet ihr eine liebevoll gezeichnete, sehr lebendige Comic-Welt, erhaltet Aufträge von Wasteland-Bewohnern, bergt per Wirbelattacke Items aus Schatztruhen und richtet eure Wiimote auf Objektive in der Umgebung, um diese mit dem Pinsel zu bearbeiten. Schießt ihr Farbe auf zerstörte oder unsichtbare Objekte, repariert ihr diese. So macht ihr zerfallene Brücken wieder passierbar und bringt Maschinen in Gang, indem ihr Zahnräder sichtbar werden lasst. Verwendet ihr dagegen Verdünner, löscht ihr Gegenstände oder lasst ganze Räume und Wände verschwinden, wodurch ihr unter anderem versteckte Areale entdeckt. Der Pinsel dient aber auch als Waffe: Farbe stimmt die Gegner freundlich, Verdünner löscht sie aus. Das aus dem Vorgänger bekannten Prinzip mit euren Pinselaktionen das Spiel zu beeinflussen wird hier also fortgesetzt. Eure Entscheidungen beeinflussen nicht nur die Reaktionen der Wasteland-Bewohner, sondern in geringem Maß auch die Handlung, so dass ihr je nach Aktion unterschiedliche Cutscenes zu sehen bekommt.

Leider fällt auf, dass die Entwickler von Junction Point es versäumt haben, den negativsten Aspekt des Vorgängers zu verbessern: Die Kamera muss leider erneut fast permanent nachjustiert werden, so dass Kämpfe und Erkundungstouren oft unübersichtlich sind. Auch wird der Spielfluss prinzipiell viel zu oft von kurzen Szenen, Anweisungen und Ladepausen unterbrochen.

Mit Farbe aus eurem magischen Pinsel macht ihr Plattformen sichtbar

Positiv aufgefallen sind uns erneut die wunderschön gestalteten Cutscenes im nostalgischen Zeichenstil, untermalt von tollen orchestralen Klängen. Während die Figuren im Vorgänger nur über unverständliches Gebrabbel kommuniziert haben und ihr euch durch Textkästen klicken musstet, ist Micky Epic 2 komplett deutsch synchronisiert. Ob das für euch eine positive Änderung ist, müsst ihr selbst entscheiden. Gerade dass die Charaktere in den Cutscenes von Micky Epic lediglich Laute von sich gaben, wurde damals von vielen Kritikern begrüßt, die von der aus Cartoons bekannten deutschen Stimme Mickys genervt waren. Hinzu kommt, dass die Figuren jetzt auch singen, so wie in Spielfilm-Klassikern à la „Der König der Löwen“. Wer jetzt mit dem Kauf des Spiels hadert, dem sei gesagt: Die Cutscenes lassen sich überspringen.

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Laura Szabo
Laura Szabo
Seit Oktober 2008 Redakteurin für Next-Gamer. Wohnt in Albion und verbringt ihren Urlaub in Silent…

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