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Call of Duty: Black Ops 2

Im Test: Call of Duty: Black Ops 2

Review 14.11.2012
von
Alexander Göricke

Der neueste Ableger der erfolgreichsten Shooter-Serie ist in unserer Redaktion gelandet. Um ehrlich zu sein hatte ich Angst bei dem, was mich erwartet. Dafür gibt es zwei einfache Gründe. Zum einen stehe ich auf die Modern Warfare-Reihe und kann Vergangenheits-Shooter nicht mehr sehen. Außer Halo und einigen anderen Vertretern zukunftsorientierter Shooter, kann ich auch nichts mit den meisten futuristischen Waffen und Prinzipien anfangen.

Sagen wir es so: Ich fühle mich wohl in der aktuellen Zeit mit aktuellen Waffen und aktuellen Szenarien. Punkt zwei wäre ganz einfach die persönliche Vorliebe, die ich mit dem zweiten COD-Entwicklerstudio verbinde. Ich stehe einfach mehr auf die Spiele von Infinity Ward. Ich finde sie fühlen sich einfach besser an. Die Geschichtserzählung gefällt mir besser, die Inszenierung und vor allem auch das Spielgefühl – gerade im Multiplayer.

Black Ops 2 - Missliche LageUnd trotzdem bin ich generell ein Freund der Call of Duty Serie. Ich mag hektische Shooter, echten Männerkampf ohne Fahr- und Flugzeuge und den Adrenalinkick, den man auf Veteran im Singleplayer erfährt, wenn einem ununterbrochen die Kugeln um die Ohren fliegen und die Angst vor dem Versagen steigt.

Und trotzdem wollte ich dem etwas futuristischeren Call of Duty: Black Ops 2 von Treyarch eine Chance geben, sich in die Serie weiterhin positiv einzureihen. Ob das gelungen ist, werdet ihr in den nächsten Zeilen erfahren. Sagen kann ich auf jeden Fall bereits so viel: Es wird Überraschungen geben.

Das Spiel beginnt mit einem tragischen Video, das zwei Kinder (Junge und Mädchen) einfängt, die sich versuchen aus einem brennenden Haus zu retten. Der Junge trägt den Namen Raul Menendez, der den Bösewicht in Black Ops 2 verkörpert und das Mädchen in den Armen hält. Sie ist seine Schwester Josefina, die bereits im ganzen Gesicht unschöne Verbrennungen aufweist. Und auch wenn Josefina nur sehr kurze Momente der Geschichte erhält, ist sie ein elementarer Träger der aktuellen Situation. Denn obwohl Raul der Feind ist, den man mit allen Mitteln stoppen will, schafft es die Geschichte auf eine sehr gespaltene Weise ebenso Mitgefühl für den gestörten, aber auch tief verletzen Menendez zu vermitteln, der nur noch Hass und Rache kennt, verfolgt von seinen eigenen Schuldgefühlen.

Auf der anderen Seite stehen sowohl bekannte als auch neue Protagonisten. Bekannt aus dem ersten Black Ops-Teil sind die Helden Alex Mason und sein Partner Frank Woods. Interessant ist der Teil aus dem Grund, weil er in verschiedenen Zeit-Epochen spielt. Die beiden verfolgt man nämlich in einem Drittel aller Missionen in Rückblenden, die den Ausgangspunkt der Geschichte in der Zukunft vertiefen sollen. Darüber wird man über die Vergangenheit von Raul Menendez aufgeklärt.

"So müsst ihr euch nicht wundern, wenn ihr plötzlich auf Pferden reitet, um in der Vergangenheit wie Rambo frontal auf Panzer zuzustürmen."

Black Ops 2 - PanzerDie Handlung spielt in den 1980ern während des Sowjetisch-Afghanischen-Krieges. Im Kontrast dazu verfolgt man die aktuellen Geschehnisse in der nahen Zukunft im Jahre 2025 als Alex Masons Sohn David. Während sich im ersten Teil noch Amerika und Russland im Kalten Krieg befanden, ist 2025 nun China an der Reihe. So besitzen im Jahre 2025 die USA und China fast ausschließlich nur noch unbemannte Armeen. Wo menschliche Soldaten fehl am Platz sind, wird das Schlachtfeld halt von Drohnen und Mechs regiert. Da es einfacher ist Computersysteme zu hacken als menschliche Gehirne wie in Deus Ex oder Metal Gear Solid 4 zu manipulieren, ist es umso verständlicher, dass hier nun der gute Menendez wieder ins Spiel kommt und als Cyber-Terrorist die Schlüsselrolle auch in der Zukunft einnimmt. Denn dieser versucht nun die Waffen der Nationen gegen sich selbst zu richten, was unweigerlich zum Dritten Weltkrieg führen soll.

Auch wenn dies bei einigen nun einen Hauch von Popcorn-Kino oder „What the fuck?!“ hervorruft, dem sei versichert, dass die Geschichte die große Stärke des Spiels ist. Treyarch ist es unglaublich gut gelungen Vergangenheit und Gegenwart des Spiels verschmelzen zu lassen. Untermalt wird dies mit einer Mischung aus Ingame-Videosequenzen und realen Szenen. Der größte Pluspunkt und Überraschung des Spiels sind die Entscheidungen, die man im Spielverlauf treffen kann. Diese nehmen Einfluss auf die Geschichte. Gerade für die Call of Duty-Serie, der man das wohl geradlinigste und schlauchigste Gameplay überhaupt vorwirft, ist dies eine gelungene Überraschung. Die einzelnen Charaktere im Spiel haben starke Persönlichkeiten und auch ihre Handlungen sind nachvollziehbar. Der Plot ist auf typisch-gutem COD-Niveau.

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Alexander Göricke
Alexander Göricke
Managing Director bei Next-Gamer. Weint bei Metal Gear & ist im Herzen selbst ein Peace Walker.

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