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Disney Micky Epic

Im Test: Disney Micky Epic

Review 05.01.2011
von
Laura Szabo

Die Comicfigur Micky Maus ist so berühmt, dass selbst Videospiel-Ikone Super Mario etwas neidisch werden könnte. Letzterer schlägt den Nager aber im Bereich Videospiele, denn Micky hatte seine letzten Auftritte auf Uralt-Konsolen wie dem SNES oder dem Sega Master System. Im Zeitalter von Nemo-Clownfischen seitens Disney oder dem saucoolen Nathan Drake seitens der Zocker-Branche verschwindet eine kleine Maus eben schnell mal in ihrem Loch. Vielleicht liegt es aber auch an etwas anderem? Ich persönlich konnte mich, da beißt die Maus keinen Faden ab, in den guten alten Zeiten meiner stark von Disney geprägten Kindheit eher mit Pechvogel Donald oder dessen drei verspielten Neffen identifizieren. Micky war mir, in seiner Rolle als vernünftiger, erwachsener Besserwisser und allwissender Detektiv oft unsympathisch. Wem das genauso ging, sollte jetzt trotzdem weiterlesen. Denn auf der Wii schafft es Micky dann doch noch, sich mit einem zauberhaften Märchen in mein Herz zu, ähm, pinseln.

- Retro geht immer -

Der neugierige Micky, eine noch unbekannte Maus, schleicht sich eines Nachts durch einen Zauberspiegel in die Werkstatt eines Magiers, der mithilfe eines Pinsels Welten erschaffen kann. Mickey spielt herum und zerstört die vom Zauberer erschaffene Welt, indem er Farbe und Verdünner großzügig auf der Arbeitsplatte vergießt. Erst Jahrzehnte später, als jedes Kind auf Erden den Namen von Disneys Maskottchen kennt und Micky es zu unbeschreiblichem Ruhm gebracht hat, befördert ein Phantom, das die Maus damals durch seine Neugier hervorgerufen hat, ihn die magische Welt hinein. Hier will zunächst der „Mad Doctor“ unserem Held an den Kragen. Bei Disney-Profis und Zockern der ersten Stunde dürften an dieser Stelle bereits die Glocken klingeln, denn die kennen den „verrückten Arzt“ aus dem gleichnamigen klassischen Cartoon von 1933 oder Mickey Mania, das 1995 für SNES und Sega Mega Drive erschien. Zugegeben, dies ist eine Info für Insider, denn den „Mad Doctor“ kennt kaum noch jemand. Doch genau hier kommt Micky Epic ins Spiel. Wasteland, wo unser Held gelandet ist, wird von zahlreichen, längst vergessenen Disney-Charakteren bevölkert und entführt euch in Welten, die unsere Großeltern noch aus ihrer Kindheit kennen. So wird der Kurzfilm „Micky und die Kletterbohne“ von 1947 in ein klassisches 2D-Jump-n-Run-Gewand gepackt, in dem ihr eure Geschicklichkeit unter Beweis stellen müsst. Der Level zu „Steamboat Willie“ von 1928 ist sogar originalgetreu schwarz-weiß und in Filmstreifen eingerahmt. Diese Passagen sorgen für gelungene Abwechslung. Auch Micky selbst sieht nostalgisch aus und entspricht nicht dem Design aktueller Comics. Das ansonsten dreidimensionale Wasteland erinnert mit seinen Fahrgeschäften und Attraktionen an die Disney-Vergnügungsparks. Hier erhaltet ihr von Kobolden Aufträge, wie etwa eine zerstörte Bootsfahrt zu reparieren. Leider wird jede Mission alle paar Sekunden von kurzen Sequenzen unterbrochen, die zwar nötige Infos herbegeben, aber den Spielfluss gewaltig stören.

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Laura Szabo
Laura Szabo
Seit Oktober 2008 Redakteurin für Next-Gamer. Wohnt in Albion und verbringt ihren Urlaub in Silent…

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