Resistance 3 - Preview

Wir haben zwei Entwicklern von Insomniac über Schultern und Hammer geschaut.


 

Artikelbild zu Resistance 3

Ich schwelge in Erinnerungen. Damals, zum Launch der PlayStation 3 durften Vorbesteller des 599 € teuren Systems noch eines der marginal vorhandenen Starttitel kostenlos zum Release dazu wählen. In Frage kamen damals für mich jedoch nur MotorStorm und Resistance. Beide waren Newcomer in der Spielelandschaft und bei keinem der beiden Games wusste man, ob sie gut werden würden oder welches sich eher lohnte als erstes in das Laufwerk geworfen zu werden. Ich entschied mich für Resistance, weil das Konzept des alternativen Universums unserer Vergangenheit, in dem Chimeren um die Übername des Planeten kämpften, als vielversprechendsten klang. Um ehrlich zu sein wurde ich dann leicht enttäuscht. Der Singleplayer wirkte nicht gerade Next-Gen und war im Fun-Faktor auch nur überdurchschnittlich. Dafür war der Multiplayer ein kleiner Geheimtipp und wirklich unterhaltsam für Monate. Richtig Fan wurde ich nie. Zu unrund wirkte das Spiel in seiner Vollkommenheit auf mich, weshalb ich auf den zweiten Teil wartete und schaute, ob Insomniac ihrem Universum endlich das Leben und die Liebe einhauchen konnten, die es brauchte um verstanden, gefühlt und gemocht zu werden. Aber es ließ mich immer noch kühl. Und heute, wo ich mehrmals die Zeit hatte Hand an das Sequel zu legen und den zwei Entwicklern von Insomniac über die Schultern zu schauen, muss ich mir eingestehen, dass ich mich niemals darauf einlassen können werde. Ich kenne die Serie in und auswendig und werde in den folgenden Zeilen objektiv berichten, was mir gezeigt wurde. Doch Spieler, die nicht zu den Fans des ersten und zweiten Teils gehören, brauchen auch dieses Mal nicht um eine Umstimmung des eigenen Gemütszustandes hoffen.

- Kleine aber feine Änderungen -

Zuallererst fällt auf, dass sich der Grafikstil seit dem Erscheinen des ersten Resistance-Spiels wieder einmal leicht verändert hat. Es wirkt dunkler, etwas düsterer aber niemals angsteinflößend. Eher erinnert es an gut gemachte, leicht trashige alte Sci-Fi-Actionfilme. Ebenso haben sich eure Hauptfeinde, die Chimeras, in ihrem Charakterdesign gewandelt (die Entwickler verweisen auf die Angewöhnung der Kreaturen an die heimische Atmosphäre). Neue Feinde, wie Schilddronen, kommen häufig in Begleitung der Chimeras daher. Diese lassen die Hybride unsterblich werden und sollten daher im Gefecht immer als erstes vom Himmel geholt werden. Das Gameplay ist durch unterschiedliche Feindspawnpunkte so konzipiert, dass man alle seine Waffen je nach Situation dauernd im Kampf wechseln muss. Mal snipert man weit entfernte Gegner weg, während im nächsten Moment die Kreaturen aus dem Feuer rennen, welche im Nahkampf mit dem Schrotgewehr am besten zu dezimieren sind. Da auch die Hybriden Schutzbarrieren errichten können, lohnt es sich sich hinter eine Wand zu verbarrikadieren und mittels einer geeigneten Waffe die Feinde durch das Wärmesuchbild zu orten, um sie dann durch alle dazwischenliegenden Wände zu eliminieren. Lustigerweise nimmt der Schuss dabei nicht wie bei normalen Patronen an Kraft ab - je mehr Hindernisse er durchschlägt, sdesto stärker wird er.

    Auch neu sind die zwei Fraktionen der Chimeren, die sich auch untereinander bekriegen. So passiert es häufig, dass die allseits bekannten Angreifer gegen eine übergroße Monsterspinne kämpfen und ihr sie von hinten angreifen könnt.

- Neue Waffen, uncut metzeln -

Neben den bereits bekannten Gewehren aus den Vorgängern wird es auch neue Waffen in Resistance 3 geben, einige davon auch selbst zusammengebaut. Natürlich haben die insgesamt zwölf Ballermänner auch wieder witzige Zweitfunktionen, um beispielsweise um Ecken herum schießen zu können. Dies geschieht, indem man einen Feind mit einem Peilsender versieht um dann verschanzt irgendwo in den Raum zu feuern, während die Kugeln den Peilsender und somit den Feind automatisch erreichen. Fans der Serie wissen sofort, was gemeint ist. Zu den neuen Waffen wurde uns in einer Arena ein Nahkampfhammer demonstriert, mit dem man Feinde bis zum Zerplatzen das Hirn aus dem Schädel trümmern kann. Dementsprechend sieht das Model der Waffe an der Anschlagkante auch aus. Fahrzeuge wird man leider nicht manövrieren können, wird jedoch auf einem automatisch gesteuertem Boot und Zug Platz nehmen. Ansonsten bleibt noch abschließend zu sagen, dass Resistance 3 bereits am 9. September dieses Jahres erscheint und völlig ungeschnitten mit einem 18er Rating in den Handel geliefert wird.

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