Uncharted 3: Drake's Deception - Preview

Naughty Dog zeigte uns unveröffentlichtes Pressematerial


 

Artikelbild zu Uncharted 3

Noch drei Monate. 85 Tage. 2040 Stunden. Oder der Einfachheit halber: Noch viel zu lange. Dann erscheint endlich der dritte Teil der genialen Uncharted-Serie aus dem Hause Naughty-Dog. Wurde der zweite Teil noch plattformübergreifend zum Spiel des Jahres gewählt, sind die Erwartungen natürlich hoch, was die Inszenierung, Story und die Gameplayerweiterungen bezüglich Drake’s Deception anbelangen. Worum es sich geschichtlich genau drehen wird, ist ein gut gehütetes Geheimnis der Edelschmiede aus Los Angeles. Doch wie es aussieht, wird das legendäre Bernsteinzimmer Einzug finden.

- Nathan at its best -

Ich möchte nicht groß ins Detail gehen, was den Singleplayer betrifft, da alle neuen Szenen, die zum Anspielen bereit standen, auch als Stream des Sony Media Briefings mitverfolgt werden konnten und immer noch in der Schleife laufen. Es wäre Unsinn, dies vermitteln zu wollen, wo bewegte Bilder doch mehr sagen als tausend Worte. Deshalb verweise ich an dieser Stelle an den von uns bereits berichteten Videostream der Pressekonferenz: Uncharted 3 Singleplayer Live Gameplay Video.

    Was den Zuschauern hinter dem Livestream daheim jedoch vorenthalten wurde, sind jene Szenen, die der Presse später als Extended Demo Version verkaufte. Denn anders als beim Sony Media Briefing endete die Demo nicht nach dem Herauswurf aus dem Flugzeugträger, sondern lief noch einige Minuten weiter – mit ähnlichem Cliffhangerausgang.

- Uncharted 3 Extended Demo Live Play -

Wir sind gedanklich am Ende der Demo des uns bekannten Live Streams. Nathan Drake wurde aufgrund des ihm entgegenkommenden Gerümpels im Flugzeug nach draußen geschleudert, konnte sich jedoch im letzten Moment an einen Netzüberzug der Holzkisten festklammern. Feinde von Innen rennen ans Ende des Frachtraums, werden durch den Windsog in unsere Richtung geschleudert und schießen irritiert in die endlose Weite der Wüste. Mit letzter Kraft kann sich einer von ihnen vor euch am Netz festhalten, worauf ihr euch zu ihm hangelt, ihm seiner Waffe entledigt und ihn mit einem typischen Nate-Spruch im Wortlaut „cya“ von der Kiste werft. Nachdem ihr zurück am Fliegerende angekommen seid, liefert ihr euch noch jede Menge Balleraction mit den dort stationierten Kopftuchträgern, schießt gegen jede Menge Kisten mit gefährlich aussehenden Aufdrucken und entzündet so ein sich langsam aufloderndes Inferno, welches das Licht zum Flackern bringt und die Szenerie irgendwann in ein alarmierendes Rot taucht. Diese Sequenz durfte wir uns dreimal ansehen, da unser talentierter Entwickler nichts für die physikalischen Gesetzmäßigkeiten konnte, die ihn durch das Wackeln des Flugzeuges und den daraus resultierenden Kisten oftmals einzuklemmen vermochten und es letztendlich auch schafften. Während andere Spiele ihre Scripting Events durch viel Liebe zum Detail zu vertuschen versuchen (und es letztendlich für den geschulten Blick doch nicht schaffen), sieht man es Uncharted wieder einmal an, dass es technisch auf ein neues Level gehoben wurde. Wasser- und Feuereffekte geben sich hier die Blöße und führen mathematische Gleichungen aus, die man auf dem ersten und selbst zweiten Blick nie für möglich gehalten hätte. Doch irgendwann hält das Flugzeug unserer Action im Inneren nicht mehr stand, ein Loch wird in die Wand gerissen und kleinere Objekte strömen in Richtung der entstandenen Misere. Während wir uns noch einigermaßen in Sicherheit wägen, werden immer größere Teile herausgesogen. Der Flieger kippt vorne über, zerbricht vor unseren Augen in zwei Teile und wenige Sekunden später reißt es uns in Richtung des Bruchs. Wir werden hinausgetrieben, werden Teil dieser Machtlosigkeit und sehen die Dünen der Wüste unter uns. Dieses Mal gibt es nichts, woran wir uns im letzten Moment greifen können. Wir werden abstürzen und erst im heißen Sand zum Stillstand kommen. Doch dazu kommt es nicht mehr. Denn hier endet unsere erweiterte Live-Präsentation des eventuell wieder einmal zu werden scheinenden Spiel des Jahres.

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