
Happy Birthday, Tokyo Game Show! Zum 20-jährigen Bestehen einer der größten Videospiele-Messen weltweit gab es ein ganz besonderes Geschenk: Eine kleine deutsche Gesandtschaft besuchte das Mekka der Gamer auf der Makuhari-Messe in Tokio, um neue Eindrücke zu sammeln und alte Träume endlich wahr werden zu lassen. Die von der Computer Entertainment Supplier's Association und Nikkei BP veranstaltete Convention hatte zum Ziel, Japan vor allem im asiatischen Raum als Vorläufer im Bereich der Videospiele zu festigen – auf der diesjährigen Veranstaltung sollte besonders die Zukunftsorientierung des Videospiel-Marktes in den Vordergrund rücken, weshalb das Motto „GAME goes to a new chapter“ lautete. Neben den üblichen Ankündigungen neuer Spiele und deren Präsentation vor dem Publikum sowie diverser Gespräche mit Produzenten gab es deshalb auch einige Neuerungen, wie etwa das internationale Beat’em Up-Turnier „Tougeki - Super Battle Opera“ oder einen Kostüm-Wettbewerb.
- Neuorientierung? -
Die Größe der Messe ist vergleichbar mit dem, was uns seit längerem schon zunächst mit der Games Convention und jetzt mit der gamescom in Köln geboten wurde. In insgesamt acht Hallen reichte das Angebot von den üblichen Präsentations-Ständen über Wettkampf-Bühnen bis hin zu speziellen Shops, die dieses Jahr noch mehr als zuvor zur Entleerung des eigenen Geldsäckels einluden. Im Aussteller-Bereich waren vor allem japanische Publisher wie Sega, Square Enix und Level 5 vertreten; das Angebot war offensichtlich auf die japanische Kundschaft und aktuelle Trends in der japanischen Videospielbranche zugeschnitten.
Zudem bot die TGS auch sehr viel Platz für Universitäten und Fachhochschulen, die Interessierten beispielsweise Einblick in das Studium des Game Design boten. Es wurden nicht nur die Errungenschaften der eigenen Absolventen präsentiert, sondern man erhielt die Gelegenheit, die im Verlauf des Studiums entstandenen Werke selbst ausprobieren zu können. An jedem Stand gab es zudem genügend Informationsmaterial – für den Fall, dass man selbst damit liebäugeln sollte, sein Hobby zum Beruf werden zu lassen. In den Aufenthalts-Bereichen zwischen den verschiedenen Hallen war es möglich, sich bei einer Portion Nudeln zu entspannen und die Massen an sich vorbeiziehen zu lassen. Positiver Nebeneffekt: die Teilnehmer der Kostüm-Wettbewerbe hielten sich ebenfalls dort auf, was die Chancen auf einen Schnappschuss der größtenteils hochwertigen Anfertigungen erhöhte. Weiter ging es dann zu den Bereichen für die verschiedenen Wettbewerbe, wo auch die alljährlichen „Japan Game Awards“ verliehen wurden.
