
Wenn man sich vornimmt ein Tagebuch über eine Veranstaltung zu schreiben, spukt eine Befürchtung ständig drohend im Hinterkopf - was ist, wenn nichts passiert? Was, wenn jeder Tag weniger Action hergibt als ein ostindisches Schneckenrennen? Der erste Tag ließ diese Befürchtung schnell verstummen und so gab es neben einem informativen Messebesuch auch die ein oder andere Geschichte, über die man gut und gerne berichten kann.
- Mittwoch -
Die gamescom hat offiziell begonnen. Einlass ist ab neun, ein erstes Treffen sollte ursprünglich fünf Minuten vor dieser magischen Marke stattfinden. Aufgrund der ausgeprägten Parkplatzsuche und eines unter Wasser stehenden Hotelzimmers verschob sich der erste Tagesordnungspunkt um ganze 30 Minuten. Ob Martin in seinem Hotelzimmer eine Schaumparty veranstaltete oder doch nur ein paar Bötchen fahren lassen wollte, konnten wir übrigends nicht herausfinden.
Die Hallen waren auch am für Privat-Besucher geschlossenen Tag sehr gut besucht und dennoch konnten problemlos die Highlights der kommenden Wochen und Monate angeschaut oder angespielt werden. So gab es neben den bewegungsgesteuerten Spielen von Move und Kinect auch spielbares Material zu FIFA 11, Pro Evolution Soccer 2011, Mafia II, Crysis 2 und Killzone 3 zu sehen.
Die angesetzte Konami-Pressekonferenz brachte uns wenig neue Informationen und war dennoch eine Ecke professioneller als ihr Pendant auf der diesjährigen E3. Man denke allein an „one-million-troops“. Sehenswerter als die Konami-Pressekonferenz war jedoch der Vergleich von Miguel und Rilling beim Move-Game The Fight. Den müsst ihr gesehen haben!

Mittlerweile gab es im Team die nächste Schadensmeldung. Es hatte sich
heraus gestellt, dass unser Hotelzimmer-Freischwimmmer Martin beim
Verstauen seiner Gepäckstücke im Auto ernsthafte Probleme bekommen hat
und aufgrund eines nicht schließenden Autofensters die Flucht antreten
musste. Nach dieser Aktion konnten wir ihn leider nur noch im ICQ
antreffen, doch er blieb stets in unseren Herzen.
Nach einem mehr als
kurzen Besuch auf einer überfüllten Cocktailparty und dem Gespräch mit
einem finnischen Pro Evolution Soccer-Fan, der sich seine Liebe auf den
Oberarm tatoowiert hat, haben wir den Abend nach einer ausgiebigen Suche
nach Geldautomaten und einer interessanten Lokalität im ansässigen
Farmers ausklingen lassen. Ich muss gestehen, dass ich den folgenden
Abschnitt des Tages nicht mehr erlebt habe, da ich die Heimreise
antreten musste, doch falls aus diesem Programm noch Kuriositäten
resultierten, ist am Donnerstag noch genug Zeit um davon zu erfahren.