
Von Resin zu CD Granulat und einmal zurück. Die einstigen Figuren sind erwachsen geworden und schlagen sich in THQs Warhammer 40k Space Marine die blutigen Nächte um die Ohren. Wer mit Warhammer so gar nichts anfangen kann, solche Leute mag es geben, mich inklusive, dem empfehle ich hier ganz klar Wikipedia als Referenz aufzusuchen, denn über Warhammer kann man jahrelang philosophieren, ohne zu einem Ende zu kommen. Daher stürzen wir uns direkt in das blutige Spiel und sagen „Bühne frei für die wohl härtesten Motherfucker des Universums“.
- Ähnlichkeiten mit Gears of War -
Die Welt bzw das Universum steht wieder einmal am Abgrund. Orks haben damit begonnen, sich in den Territorien breit zu machen und dort für Angst und Schrecken zu sorgen. Da man diesen hässlichen kleinen Plagegeistern natürlich nicht das Feld überlassen will, werden sogleich die Ultramarines ausgeschickt, um ein paar Köpfe zu kürzen und den Boden in ein tiefes Rot zu tränken. So hart der Übergang auch ist, so derbe geht es im Spiel zur Sache. Ehemalige Trailer ließen schon Spekulationen zu, ob besagter Titel bei uns überhaupt erscheinen wird und wenn ja, ob dieser gekürzt werden würde. Hier können wir glücklicher – sowie erstaunlicherweise verkünden, dass Warhammer 40k: Space Marine komplett ungekürzt ist und man sich so richtig heimisch in der roten Suppe fühlen darf.
Das Spielprinzip erinnert daher mehr als nur frappierend an den Genre-Primus Gears of War, denn Charaktere werden in Third Person-Ansicht gesteuert und Deckung sowie zahnige Waffen sind hier das Gebot der Stunde. Sicher kann man sich trefflich darüber streiten, was zuerst da war, Gears oder die Space Marines. Hier sei gesagt, dass die Space Marines wohl mehr als nur offensichtlich als geistige Vorlagen für unseren Marcus Fenix und seine Posse fungiert hat. Daher vergleichen wir doch einfach mal beide Spiele miteinander und zeigen die Vor – sowie Nachteile auf. Das Semi-Deckungssystem in Warhammer 40k: Space Marine funktioniert ganz passabel und definiert und erfindet so das Rad nicht sonderlich neu, was ja auch kein Problem per se ist. Leider hat man bei THQ wohl die Kamera etwas stiefmütterlich behandelt, denn in Space Marine kranken massive Feuergefechte mit vielen Feinden und plötzlichen Ausweichmanövern leider an der mangelnden Flexibilität und Fokussierung.
So hat man gerade auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad teilweise arge Probleme in engen Gängen oder an Ecken. Wenn man in einem Pulk aus Feinden gefangen ist, hat man kaum andere Möglichkeiten als teilweise blind, im wahrsten Sinne des Wortes, um sich zu ballern oder zu sägen. Denn die Kamera justiert hier entweder zu hektisch oder aber zeigt einen unpassenden Bildausschnitt. Hier ist dann Trial and Error angesagt oder aber man rennt zu einem offenen Terrain zurück. Wer sich unter dieser Problematik nichts vorstellen kann, dem sei hier folgendes Beispiel genannt. Stellt euch vor ihr seid in Need for Speed Most Wanted auf Fahndungsstufe 5 und die Police Viper kesseln euch ein, ihr seht eine Lücke durch die ihr abhauen knntet, aber in dem Moment dreht sich die Kamera so ungünstig, dass ihr volles Brett in das Nagelbett rast und einkassiert werdet.
