
Wir schreiben das Jahr 2007: Electronic Arts wird von den Massen als Paradebeispiel genannt, wenn es um das kommerzielle Ausschlachten erfolgreicher Franchise geht. Bis … eine Marketingkampagne beginnt, die nicht nur auf GameTrailers.com riesige Kontroverse auslöst.
Das Projekt Dead Space erblickte das Licht der Welt, bereit die Welt wie wir sie kennen aus den Fugen zu reißen. Jedes neue Video, jedes neue Interview und selbst jeder neue Screenshot unterstreichen dies. Am 6. November 2008 ist es endlich soweit, das Baby von Visceral Games und Steve Papoutsis erscheint in Europa und übertrifft die hohen Erwartungen bei weitem. Das Survival-Horror-Genre ist wieder am Leben und neu definiert. Der Hauptcharakter hört auf den Namen Isaac Clarke - kein Held, kein erfahrener Kämpfer, kein Übermensch, nur ein Ingenieur, der mit seinem Team auf den Notruf des Bergbau-Raumschiffes USG Ishimura reagiert.
Dort angekommen, zeigt sich allerdings das Grauen in einer neuen Form: Schrecklich deformierte Menschen, oder

zumindest waren sie einst menschlich, greifen den Rettungstrupp an. Ich als Spieler schlüpfe nun in die Haut von Isaac und setze mich mit Werkzeugen gegen wahnsinnig ekelerregende Organismen zur Wehr, die aus der Besatzung der USG Ishimura tobende Zombies namens Necromorphs erschaffen. Hinter jeder Ecke lauert der Tod, es gibt mehr SPS (Shocks per seconds) als FPS (Frames per second), der Soundtrack scheppert brachial aus den Boxen und die Effektkulisse ertönt verstörend aus jedem Winkel der Surroundanlage. Die Presse war begeistert, die Spieler waren begeistert, ich war begeistert. Dieser atmosphärische, nach Tod und Verfall stinkende Weltraumtrip war nicht nur eine persönliche Hölle, sondern gleichzeitig auch eine spielerische Offenbarung. Clevere Rätsel, taktisch anspruchsvolles Gegnerdesign und eine ungewohnte, jedoch sinnvolle Kameraperspektive. Lediglich der Endboss war einen Tick zu leicht, aber das zu bemängeln wäre mehr als nur kleinlich. Die Durchschnittswertung von 89 % ist in diesem Fall mehr als nur gerechtfertigt, sie ist verdient.
Doch hinter Dead Space steckt mehr als nur ein interplanetarer Zombieslasher, im Verlauf des Spieles zeigt sich, dass religiöser Größenwahn hinter den Necromorphs steckt und ein Sektenführer namens Michael Altman politische und religiöse Macht gleichermaßen nutzt, um sein fanatisches Ziel zu erreichen: eine neue Generationen von Übermenschen, die Transformation in Necromorphs.