Mit 30 Minuten Verspätung erreichte ich endlich Namco Bandai, um meinen Pressetermin für Tekken 6 wahrzunehmen. Für die Verspätung bin übrigens nicht ich schuld, sondern mein überhaus charmanter weiblicher PR-Kontakt, die mir die falsche Hallennummer aufschrieb. Somit irrte ich unbeholfen im falschen Komplex umher und suchte vergebens mein Ziel. Doch Fehler passieren und unterm Strich hört sich die Geschichte tragischer an, als sie es im Endeffekt war. Als ich dann letztendlich doch verschwitzt mein Ziel erreichte, empfing man mich freundlich und lotste mich sogleich in den nächsten Tekken 6-Slot. Puh, gerade noch so geschafft.
The King of Iron Fist Tournament 6
Doch steigen wir nun ohne große Umschweife in den Ring. Ganze 40 von Anfang an verfügbare Recken wollen sich in Tekken 6 gegenseitig eins auf die Nase geben, um als Sieger des The King of Iron Fist Tournament 6 herauszugehen. Initiator des mittlerweile sechsten Kampfsportturniers ist dieses Mal Jin Kazama, der seit den letzten Geschehnissen die Herrschaft über das Finanzimperium Mishima Zaibatsu übernommen hat und nun ein Ziel verfolgt: sämtliche Regierungen der Welt zu stürzen. Kein geringes Vorhaben, welches sich der Sprössling von Kazuya Mishima in den Kopf gesetzt hat. Katsuhiro Harada, Director von Tekken 6, verspricht uns einen weitaus größeren Storyverlauf, als ihn noch die Vorgänger bieten konnten. Wie immer wird der Antrieb und die Motivation der 40 Raufbolde näher beleuchtet, um ein mehr oder weniger logisches Gesamtergebnis präsentieren zu können.

Neben all den Haudegen, die seit jeher zum The King of Iron Fist Tournament strömen, haben sich auch sechs neue Kampfsportler dazu ein Herz gefasst. Darunter der mysteriöse Schwede Lars Alexandersson, der – wie Harada uns erzählte – in einer außergewöhnlich wichtigen Beziehung zu der Mishima-Famile steht. Aber wir wollen doch nicht zuviel verraten ;)
Tekken bleibt Tekken?
An der Spielmechanik von Tekken 6 hat sich kaum etwas geändert. Dennoch erwarten uns auf dem Papier schwarz auf weiß einige Neuerungen. So zum Beispiel das „Rage"-Feature im Versus-Modus. Neigt sich die Lebensleiste eines Spielers dem Ende zu, fängt sie an rot aufzublinken. Verfällt man in diesen Status, kommen Schläge nicht nur wuchtiger, sondern sorgen auch für einen erheblich größeren Schaden beim Kontrahenten. Dieser Umstand lässt beim erst in die Enge getriebenen Spieler auf ein Comeback hoffen. Daraus wiederum entstehen neue Kampfstrategien, was uns auch schon zur nächsten Neuerung führt. Die sogenannten Bound-Combos ermöglichen es Gegner so stark auf den Boden zu schmettern, sodass diese abprallen und in der Luft weiter bearbeitet werden können. Um zu vermeiden, dass der Gegenspieler erst in den Rage-Status verfällt, können Bound-Combos oft sehr hilfreich sein.