WET - Preview

Kann Rubi Malone in einer Welt von fast ausschließlich männlichen Action-Helden bestehen?


 

Mit einem breiten Grinsen auf den Lippen legten wir den Controller aus der Hand, verabschiedeten uns von Game Director Simon Desjardins und machten uns auf den Weg zum nächsten Termin. Trotzdem ging uns das eben Gesehene nicht mehr aus dem Kopf. Zuletzt hatten wir so etwas in einem von Quentin Tarantinos Filmen gesehen und nun fühlten wir uns, als wären wir Teil einer seiner Streifen gewesen. WET lautet das Zauberwort. Im Third-Person-Shooter von Bethesda schlüpft ihr in die Rolle von Rubi Malone, einer hübschen Auftragskillerin, welche die Aufgabe erhält, den verschwunden Sohn eines reichen Mannes aufzuspüren. Was sich anfangs nach reiner Routine anhört, entpuppt sich jedoch als schwieriger, als erwartet. Der Jäger, in unserem Falle die Jägerin, wird zur Gejagten, die sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Obwohl die Story von Duppy Demitrius, bekannt als einer der Autoren der TV-Serie 24, geschrieben wurde, bleibt die Handlung eher nebensächlich.

Laut dem Game Director liegt das Hauptaugenmerk klar auf ihren akrobatischen Fähigkeiten, die sie einsetzt, um Gegner in allen vorstellbaren Positionen aus dem Weg zu schaffen. Bewaffnet mit zwei Pistolen und einem Schwert geht es dann auch schon hinein in das erste Level. Schon da wird klar,ein bizarrer Mix aus Humor und Gewalt werden euch, neben den Waffen, ständig begleiten.

Zwei Pistolen und ein Katana für alle Fälle.
Nachdem man sich mit der Steuerung vertraut gemacht hat, die sich als überraschend einfach heraus stellt, könnt ihr schon rückwärts eine Leiter hinunterrutschen und zwei Gegner gleichzeitig niedermähen. Mit Hilfe der automatischen Ziel-Funktion, erklärt Simon Desjardins, ist es euch frei gestellt, euch nur auf einen Gegner zu konzentrieren oder mit der zweiten Pistole einen zusätzlichen Gegner unter Beschuss zu nehmen. Falls ihr jedoch dem Feind zu nahe kommt, müsst ihr euch keine Sorgen machen. Kurzerhand das japanische Kampfschwert, das sogenannte Katana, gezogen, und schon habt ihr wieder freie Bahn.

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Durch die Quicktime-Events gepaart mit dem stilsicheren Grafikfilter kam bei uns das Gefühl auf, mitten in einem Action-Film vergangener Jahre gefangen zu sein. Auf diese Anmerkung hin schmunzelte der Game Director und bestätigte, dass genau dies ihre Intention gewesen sei. WET spielt nämlich in den Siebzigern und wem jedoch der spezielle Grafikfilter nicht gefällt – man habe sich ja schließlich nicht umsonst einen hochauflösenden Bildschirm gekauft, dem bleibt die Möglichkeit auch ohne Filter zu spielen. Unsere Empfehlung bleibt trotzdem: Behaltet ihn an!

Ein weiteres Gameplay-Element, dessen genaue Hintergründe noch unbekannt sind, ist der Rage-Modus. Nach einer kurzen Cutscene verfärbt sich die gesamte Umgebung rot, ausgenommen der Gegner, die schwarz-weiß werden. Was es damit genau auf sich hat, ist noch unklar, man könnte es aber mit einem „Blutrausch" vergleichen.

Durch das nötige Rennen, Rutschen und Springen seid ihr immer auf Achse und könnt währenddessen jederzeit drauf los ballern. Falls ihr euch an dieser Stelle fragt, wie das denn gehen soll, denn die Schüsse seien dann ja viel zu ungenau, dem hat Bethesda die Zeitlupenfunktion entgegenzusetzen. Um ein Beispiel zu nennen: Springt ihr von einer höheren Plattform herunter und nehmt einen Gegner ins Visier, wird die Zeit erst langsamer, wenn ihr diesen unter Beschuss nehmt.