Nur noch wenige Wochen, dann ringen wieder viele Nationen nach Ruhm und Ehre. Manch einem Athleten reicht aber eventuell auch das Edelmetall um seinen Hals. Viele denken sich aber sicher auch aus Zwangsoptimismus, dass es nur darauf ankommt dabei zu sein. Ganz egal, was der Beweggrund auch sein mag, die Olympischen Winterspiele gelten für viele Sportler als das wichtigste Sportevent und Zuschauer lockt es in Scharen an den Fernseher und in den Austragungsort. Dieses Jahr darf man sich in Vancouver auf das Wintersportspektakel der Superlative freuen. Passend zu diesem Ereignis darf natürlich auch das Spiel zu den Olympischen Winterspielen nicht fehlen. Kann die Versoftung einen Platz auf dem Träppchen ergattern, eventuell sogar Gold gewinnen oder wird sie enttäuscht wieder nach Hause fahren müssen?Auf die Plätze, fertig, los!
Zieht die Winterstiefel an, schmeißt das Spiel in die Konsole und macht euch locker für die erste Disziplin. Wer direkt zeigen möchte, dass er ein ganzer Mann ist, der wagt sich sofort auf die große Sprungschanze und versucht den weitesten Satz hinzulegen. Darüber hinaus warten noch weitere 13 Wintersportarten darauf gemeistert zu werden. Ob ihr dabei allein gegen drei weitere CPU-Spieler antretet, auf einer Konsole mit Freunden Spaß habt, via Lan-Verbindung mehrere Bildschirme benutzt oder über das Internet Spieler aus aller Welt herausfordert, wirklich allein ist man im Wettbewerb nie unterwegs. Damit ihr aber nicht gleich vernichtend geschlagen werdet, dürft ihr vorher noch ein wenig üben und euch die Steuerung der einzelnen Disziplinen erklären lassen. Um dieses Angebot der verschiedenen Spielmodi aber abzurunden, fehlt leider ein Karrieremodus, der sicher auch für die passende Langzeitmotivation gesorgt hätte.
Artenvielfalt?
Unterteilen kann man die vertretenen Sportarten in vier Bereiche. Als erstes haben wir die Abfahrten der Ski-Alpin, wozu der Super G, die Abfahrt, der Riesenslalom und der Slalom gehört. Während es in den beiden Slalomwettbewerben um eine besonders gute Kurventechnik geht, kommt es bei den Abfahrten vor allem auf Geschwindigkeit und zeitlich gut abgestimmte Sprünge an. Dies ändert sich auch nicht, wenn man die Ski gegen ein Snowboard austauscht. Im Parallelslalom müsst ihr vor allem carven, was zwar ein wenig Zeit kostet, aber euch den Vorteil verschafft die Kurven enger fahren zu können. Der Snowboardcross setzt, genau wie der Super G und die Abfahrt, auf Geschwindigkeit. Um diese zu erhöhen, könnt ihr in die Hocke gehen und bietet so weniger Angriffsfläche für den Fahrtwind. Ein wenig mehr Technik wird euch dann bei den beiden Sprungdisziplinen abverlangt.
Das anfangs angesprochene Springen von der großen Sprungschanze fordert vor allem eines, nämlich ein perfektes Timing. Windverhältnisse, ein guter Absprung, die perfekte Fluglage und eine erstklassige Landung ergeben insgesamt eine gute Weite und Haltungsnoten. Dies gilt auch für das Springen der Damen, die eine kleinere Schanze benutzen, dafür dann aber noch spektakuläre Tricks in der Luft zeigen. Genau diese legt ihr vor dem Sprung fest und müsst dann in der Luft mit den beiden Analogsticks die vorgegebenen Richtungen nachahmen.
Für Geschwindigkeitsfanatiker gibt es aber wohl nichts aufregenderes als den Eiskanal. Dort dürft ihr euch in den Zweierbob, den Rennrodel oder auf das Skeleton stürzen. Wollt ihr eine gute Zeit hinlegen, dann müsst ihr gut anschieben können und in den Kurven die perfekte Lage suchen, um genügend Speed aufzunehmen, aber nicht aus der Bahn geworfen zu werden. Ob ihr auch genügend Rhythmus im Blut habt, könnt ihr dann noch beim Eisschnelllauf über 1500 Meter beweisen. Während ihr auf der kurzen Strecke über 500 Meter vor allem schnell auf der X-Taste hämmern müsst, bedarf es auf der längeren Distanz auch eines guten Rhythmusgefühls. Auf den Geraden gilt es nämlich gleichmäßig und immer schneller werdend Tempo aufzunehmen. Damit hätten wir dann auch die vier angesprochenen Bereiche unterteilt, wobei es bei fast allen Disziplinen am Start noch darauf ankommt im richtigen Augenblick zu starten und durch wiederholtes und schnelles Tastendrücken einen guten Start hinzulegen.