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  James Cameron´s Avatar: Das Spiel
03.01.2010, SonntagAutor:  Luise Künnemann
 
Was unterscheidet Mensch von Avatar?
Die Aufträge, die ihr erhaltet, ändern sich von der Art her wenig. Ständig werdet ihr von A nach B geschickt, erkundet dabei neue Gebiete und drückt am Zielort ein paar Knöpfchen oder ballert euch durch die Gegend, ohne eine wirkliche Motivation für euer Tun zu verspüren. Sogleich macht ihr euch auf den Rückweg, stets hoffend, dass die nächste Mission doch spannender sein möge. Vergebens. Aber immerhin müsst ihr nicht alle Wege zu Fuß zurücklegen – vor allem als verhältnismäßig langsamer Mensch wäre das ärgerlich. Hier stehen euch Autos, Boote und Kampfroboter zur Verfügung, außerdem sogenannte GMIs, die euch an Orte teleportieren, an denen ihr diese GMIs ebenfalls bereits aktiviert habt. Auf eurem Radar sind diese rot markiert, sodass ihr sie kaum übersehen könnt.

Als Avatar habt ihr stattdessen den Baum der Visionen, der den gleichen Zweck erfüllt. Dieses Jedem-das-Seine-Prinzip funktioniert auch bei den Waffen: Während ihr als Mensch mit Flammenwerfer, Nagelpistole und Ordonnanzgewehr auf euch aufmerksam macht, befasst ihr euch als Na'vi-Kämpfer mit Pfeil und Bogen, Kampfstäben und aus natürlichen Materialien gefertigten Geschützen. Allerdings könnt ihr auch Maschinengewehre und ähnliches von außer Gefecht gesetzten RDA-Kämpfern aufsammeln. Kämpft ihr auf Seiten der Na'vi, ist es grundsätzlich vorteilhaft, aus der Distanz mit Pfeil und Bogen anzugreifen, da euch die harten Waffen der Menschen sehr schnell platt machen.
Auch das Flugobjekt der Wahl ist auf natürlicher Basis entstanden – eine große geflügelte Kreatur, welche euch, meist etwas hakelig, von Ort zu Ort trägt.

Sterbt ihr, könnt ihr am letzten Kontrollpunkt wieder auferstehen oder euch kurz vor eurem Tod eine Erholung, also eine Energieportion zuführen.
Zusätzlich stehen euch eure erworbene Fertigkeiten zur Verfügung, die ihr mithilfe erhaltener Erfahrungspunkte erweitert und verbessert. Diese erhaltet ihr einerseits durch das Ausschalten von Gegnern und das Abschließen von Missionen, als Mensch aber auch, wenn ihr Tiere tötet und Pflanzen zerstört.
In jedem Falle entwickelt sich jedoch ein erbitterter Kampf und die Lage spitzt sich zunehmend zu, ob ihr nun als Mensch oder als Freund der Na'vi spielt. Oft bedarf es vieler Waffen und wenig Nachdenken, zu wenig für meinen Geschmack.

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Schnell passiert es, dass ihr euch in Pandora ein wenig verlauft. Aber das ist kein Problem, denn euer Ziel wird auf eurem Radar stets gelb leuchtend angezeigt. Aufgrund der Weite der Landschaft wird euch außerdem eine enorme Bewegungsfreiheit suggeriert, die eigentlich gar nicht vorhanden ist. Dadurch, dass ihr weder das Klettern noch das Hangeln oder Festhalten an Vorsprüngen beherrscht, kommt ihr an vielen Stellen einfach nicht weiter – vor allem als Mensch. Leider kann die fantastische Welt unter anderem deshalb ihre volle Faszination nicht entfalten. So verkommt James Cameron´s Avatar, die Geschichte um eine eigentlich sehr schöne und im Ansatz auch innovative Idee, zu ödem Rumgeballer und sinnlosem Rumgerenne. Was im Film durch optische Brillanz ausgeglichen wurde, stößt im Spiel umso negativer auf. Die gegebene Umgebung wird vom Spielinhalt und -konzept ganz einfach nicht ausgefüllt, nicht ausgenutzt. Ihr befindet euch an einem Ort, mit dem ihr kaum etwas anfangen könnt; fast wie ein Buch, vor dem ihr sitzt, das ihr aber nicht lesen könnt. Das ist wirklich schade, denn in diesem Titel steckt jede Menge Potenzial. So ist zum Beispiel die Perspektive ungewohnt, aber sehr interessant. Euer Charakter befindet sich in der linken Bildhälfte und dadurch habt ihr einen guten Überblick über das Gesamtbild. Wenn ihr euch mal nicht zurechtfindet, hilft euch die Pandorapädie, die ihr durch eure Erfahrungen auf Pandora nach und nach erweitert.

Wer spielt schon gern allein?
Passt auf, das Beste kommt noch: Avatar enthält einen Mehrspieler-Part! Hier stehen euch verschiedene Modi wie das klassische Capture the Flag oder Team-Deathmatch zur Verfügung, außerdem gibt es sogenannte Finale Kämpfe, in denen ihr beispielsweise für die Fraktion der Menschen Raketen im RDA-Quartier verteidigt. Es ist zwar lustig, sich in einem fetten Kampfroboter durch halb zerstörte Vorposten oder die dichte Fauna Pandoras zu ballern, beziehungsweise sich als einer der Na'vi mit martialischen Attacken gegen die Infiltration durch die „Himmelsmenschen" zu wehren. Aber auf Dauer bietet auch der Multiplayer mir persönlich einfach zu wenig Abwechslung, um mich lange bei der Stange zu halten.


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Von: Gieraffe04.01.2010 - 23:12Uhr

öhm andersrum, aber ihr wisst ja was ich meine :)

Von: Gieraffe04.01.2010 - 23:12Uhr

typische spiel - > filmumsetzung^^

Von: Light04.01.2010 - 17:59Uhr

Das find ich auch, zumal ich vom Film so positiv überrascht wurde! Und mir das Spiel anhand einer gesehenen Präsentation viel besser vorgestellt hatte.

Von: SolidSnake04.01.2010 - 12:38Uhr

wenn man den test so liest ist es gerecht das er keinen stern bekommen hat! schade das es mal wieder einen titel mehr gibt der seinem film nicht gerecht wird.

 
James Cameron´s Avatar: Das Spiel
Release:03.12.2009
Plattform/en:Xbox 360  
PlayStation 3  
Nintendo Wii  
Nintendo DS  
PlayStation Portable  
Medienformat:versch. Medienformate
Genre:Action
Publisher:Ubisoft
Entwickler:Ubisoft
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