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 | SAW |
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| 07.12.2009, Montag | Autor: Kevin Kunze |
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SAW – Einerseits einer der genialsten Independent-Horrorfilme aller Zeiten, andererseits die größte und lächerlichste Markenausschlachtung seit Pokemon (wenigstens bleibt Pokemon dabei jedoch der gewohnten Qualität treu). Nicht nur Fans des ersten SAW-Films merken in zahlreichen Onlinediskussionen rund um die Horror-/Splatter-Saga die sinkende Qualität seit Teil 3 an, auch in Filmrezensionen schneidet SAW Teil für Teil schlechter ab. Die breite Masse liebt die eiskalten Spiele des Killers Jigsaw trotzdem, da wird es doch Zeit für den Herren der Spiele sein eigenes Spiel zu veröffentlichen – und genau das hat Konami Anfang Dezember gemacht. Wir haben uns Jigsaws kranken Phantasien hingegeben und berichten, ob das Spiel zusammen mit den neuen Filmen im Einheitsbrei versinkt oder doch an die phänomenalen, atmosphärischen Stärken der ersten beiden Filme anknüpfen kann.
Eine Kur in der Herberge Jigsaw Von Schmerz gequälte Schreie, düstere, schmutzige Gänge und ein Gefühl absoluten Unwohlbefindens. Momente später findet ihr euch in der berühmten Kammer aus Saw 1 wieder. Vor euch steht ein Fernseher, langsam realisiert ihr den ernst der Lage, nur um Sekunden später diese abartige Puppenfratze auf dem Bildschirm zu erblicken. „Die Jagd nach mir machte euch blind vor Wut. Ihr habt keine Rücksicht auf euer Leben und das eurer Mitmenschen genommen“, moralpredigt euch dieser kranke Freak. „Nun ist es an der Zeit ein Spiel zu spielen!“ Ihr bemerkt die Bärenfalle, die sich um euren Kiefer windet. Wie gut, dass wir hier nur von einem Spiel reden. In der Rolle von Detective Tapp wart ihr dem Psychopathen Jigsaw wohl etwas zu lange auf den Fersen, denn nun holt dieser zu einem Racheakt Deluxe aus. So müsst ihr als Detective Tapp so ziemlich jede Fall der aktuellen Saw Filme (und davon gibt es schließlich schon sechs) nachspielen. Von der bereits erwähnten Bärenfalle am Kopf über das Wühlen in benutzten Heroinspritzen bis hin zu Säurebehältern ist wirklich so gut wie jede kranke Apparation der Filme auch im Spiel vorhanden. Von Falle zu Falle kämpft ihr euch weiter durch die ehemalige Psychiatrie, trefft auf aus dem Film bekannte Figuren und versucht den Mann, der in den Medien nur als Jigsaw bekannt ist, zu fassen.
All dies ist in einer wunderschönen Survival-Horror-Atmosphäre verpackt, die Musik besteht aus einschüchternden Melodien und teils verzerrten, verstörenden Sounds. Dazu das Umherirren in den dunklen Gängen, das Entdecken von menschlichen Kadavern und verrotteten Mauerwerken. Das Flair des Films wird nicht nur gut eingefangen, sondern sogar übertroffen, ohne dass das Gesamtbild unrealistisch oder überzogen wirkt. Doch was wäre ein SAW ohne die Fallen? Wie wir bereits angesprochen haben, gibt es eine ganze Menge davon. Teilweise bestehen diese aus cleveren Rätseln, teilweise aus den typischen „Wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten?“-Aufgaben. Während ersteres noch unglaublich gut funktioniert, das Entschlüsseln von Fallen via Quicktime-Events, das Mischen von Antigiften und das Knacken von Schlössern Spaß macht und stets fair verläuft, sind die Aufgaben in denen es in den Filmen stets um nervenzerreißende Selbstverstümmelung geht hier kaum der Rede wert.
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| Release: | 03.12.2009 |
| Plattform/en: | PlayStation 3  Xbox 360 
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| Medienformat: | versch. Medienformate |
| Genre: | Survival-Horror |
| Publisher: | Konami |
| Entwickler: | Zombie Studios |
| Links: | |
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