Next Gamer http://www.next-gamer.de Tests, News, Vorschauen, Specials und mehr zu PC- und Videospielen • Next-Gamer.de Sat, 01 Dec 2018 00:52:09 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.5.15 Battlefield V im Test http://www.next-gamer.de/battlefield-v-im-test/ http://www.next-gamer.de/battlefield-v-im-test/#comments Sat, 01 Dec 2018 00:49:54 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=117956 Ich gebe es zu. Obwohl ich keinerlei Hype verspürte, als ich erstmals von Battlefield V erfuhr, war ich dennoch gespannt, ob mich der neueste Teil der Serie wieder mehr beeindrucken würde als es noch Battlefield 1 vermochte. Zwar konnte mich der Singleplayer damals positiv überraschen, hielt ich es dagegen im Multiplayer nicht lange aus. Merkwürdig, […]

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Ich gebe es zu. Obwohl ich keinerlei Hype verspürte, als ich erstmals von Battlefield V erfuhr, war ich dennoch gespannt, ob mich der neueste Teil der Serie wieder mehr beeindrucken würde als es noch Battlefield 1 vermochte. Zwar konnte mich der Singleplayer damals positiv überraschen, hielt ich es dagegen im Multiplayer nicht lange aus. Merkwürdig, für einen Battlefield-Titel, was aber den zum Großteil aus Karabinern bestehenden Waffensortiment geschuldet war. Es kam für mich einfach kein echter Spaß mit den streuenden, zumeist mit Einzelschüssen penetrierenden Waffen auf. Meine Erwartungen an das Geschehen im zweiten Weltkrieg waren daher eher gering, da auch in den 40ern mit Waffen geschossen wurde, die in Sachen Zielgenauigkeit, Aufsätze und SPS (Schaden pro Sekunde) weit hinter dem lagen, was wir heutzutage gewohnt sind. Doch es kam anders …

Battlefield V – der beste Teil seit Battlefield 3

Reden wir nicht lange um den heißen Brei: Battlefield V hat verdammt viel richtig gemacht, trotz des Shitstorms und der schlechten PR während der Entwicklung. Schon die Alpha- & Beta-Tests machten damals deutlich, dass die Genderdebatte und andere Themen, die man sich aufgrund von Trailern zusammenreimte, völlig emotionsgetrieben waren und am Ende des Tages kaum störten im Spiel. Das Spiel selbst wiederum fiel schon sehr früh sehr positiv aus, was Setting, Detailverbesserungen und allen voran das Gameplay anging. Denn anders als in den Vorgängern ist nun etwas mehr Teamplay angesagt und im Gegensatz zu Battlefield 1 macht das Ballern mit den alten Wummen auch dauerhaft Laune.

Ein ordentlicher Durchschlag der Waffen, die sowohl dem optischen wie auch akustischen Feedback Nachdruck verleihen, lassen sich dank teils moderner Aufsätze und Visiere lockerflockig von der Hand spielen und mittels freischaltbarer Upgrades in der Zielgenauigkeit verbessern. Vernünftig ausgebaut ist beispielswiese das STG44 des Soldaten kaum von einer modernen Waffe aus Battlefield 3 zu unterscheiden, außer vielleicht im Design. Auch die Sniper-Gewehre spielen sich nun wieder etwas runder und schaffen viele Erfolgsmomente. Einzig und allein die Maschinenpistolen der Sanitäter sind etwas zu schwach geraten und nehmen der Klasse den Spaß, die sich so kaum verteidigen kann.

In Battlefield V hat nun übrigens jede der vier Klassen (Soldat, Versorger, Sanitäter und Scharfschütze) einen Erste-Hilfe-Kurs belegt und kann anderen Spielern auf die Beine helfen. Der Unterschied zum Sani ist jedoch, dass nur dieser Erste-Hilfe-Pakete werfen kann und das Wiederbeleben schneller vonstattengeht. Zudem ist es Nicht-Sanis nur möglich dem eigenen Trupp die Hand zu reichen, um hier das Teamplay zu fördern. Anderen Trupps eine zweite Chance zu geben verlangt nach den fähigen Händegriffen eines echten Arztes – sehr gutes System!

Battlefield V BarrikadenDa wir in Battlefield 5 mit relativ wenig Munition starten, kommt man auch kaum um einen Versorger im Team herum, der immer dafür sorgt, dass ihr was zum Nachladen habt. Bestückt mit einem großkalibrigen Maschinengewehr kann er sehr gut auf sich selbst aufpassen und primär für Munitionsnachschub des Squads sorgen. Die Klasse der Scharfschützen erklärt sich von selbst, außer, dass in Battlefield V nun nicht mehr mit „Q“ wild auf der Tastatur gehämmert wird, um Leute zu markieren und auf rote Pfeile zu schießen, sondern ein Fernglas zum Repertoire des Scharfschützen gehört, um Feinde auszuspähen und für das Team sichtbar zu machen – ebenfalls sehr gutes System!

Neu ist auch, dass ihr nun Barrikaden im Multiplayer errichten könnt, Fenster verbarrikadieren und Stacheldraht auslegen. An vordefinierten Stellen hämmert ihr euch einfach ein wenig was zusammen und fühlt euch unweigerlich an einen Ausflug in Rainbow Six: Siege erinnert. Fortnite macht Battlefield V damit zwar keine Konkurrenz, will es aber auch nicht. Das Feature ist gut implementiert, kann taktisch genutzt und ebenso gekonnt ignoriert werden, wenn man keine Lust am Handwerkern hat. Kleine aber feine Vorteile lassen sich damit aber auf jeden erzielen, wenn man wieder mal eine Flagge verteidigen und die Gegner in Schach halten muss. Auch die ein oder andere Panzerkanone lässt sich hiermit überleben. Von auflauernden Snipern mal ganz zu schweigen.

Weniger gut fällt der Modus der Kriegsgeschichten auf, in denen ihr an unterschiedlichsten Tagen angreifen oder verteidigen müsst, um so verschiedene Schauplätze im Krieg nachzustellen. Ich hatte mich ziemlich auf den Modus gefreut, da ich zuletzt in Call of Duty: WW II mehr Spaß mit einem ähnlichen Modus hatte als mit dem herkömmlichen Team Deathmatch. In Battlefield V jedoch will der Funke nicht wirklich überspringen. Dafür sind aber alle anderen Modi toll umgesetzt und aufgrund des superben Mappings und polierten Gameplays intensiver denn je. Wer Lust auf etwas kleinere Maps ohne Panzer und Flugzeuge hat wird auch wieder in Eroberung seine Freude haben. Das von mir geliebte Modus Close Quarters aus Battlefield 3 ersetzt der Modus zwar nicht, aber vielleicht darf man ja noch hoffen und er kehrt eines Tages wieder zurück.

Was macht Battlefield 1 besser?

Den Singleplayer. Ich hatte damals viel Freude mit dem kurzen Ausflug in eisige Höhen und heiße Dünen, die abwechslungsreich gestaltet und für Battlefield-Verhältnisse überraschend gut designt waren. Teilweise mit mehreren Missionszielen, die man frei und ohne feste Reihenfolge erledigen musste, was sich teils anfühlte wie in einer Art von Mini-Open-World zu stecken.

In Battlefield V wollte man die War Stories, also die Aneinanderreihung kleinerer Geschichten von verschiedenen Standpunkten auf der Welt und aus verschiedener Sicht von Soldaten noch abwechslungsreicher gestalten, indem man Ihnen einen Hauch von Geradlinigkeit aus Battlefield 3 und 4 sowie dem moderneren Ansatz aus Battlefield 1 zumutete. Das Ende vom Lied ist dann aber doch recht uninspiriert und besteht bis auf einige nette Ausnahmen aus billigster Scripterei von Gegnerhorden, die zunehmend ermüdender ausgeschaltet werden wollen. Sonderlich spannend sind die Geschichten dabei nicht, Frostbite-Engine-typisch aber zumindest jederzeit hübsch anzuschauen.

Fazit

Battlefield V ist ein richtig guter Multiplayer-Shooter geworden, der mir persönlich auch wieder viel besser als das diesjährige Update der Call of Duty-Serie gefällt. Bereits am ersten Tag funktioniert das Balancing dermaßen gut, dass Schlachten spannend bis zur letzten Minute bleiben und oft nur ein Ticket über Sieg oder Niederlage entscheidet. Dank Abkehr vom Season Pass und dem baldigen Erscheinen von Tides of War, dem Battle Royale-Modus von Battlefield V, ist für langanhaltenden Content gesorgt, für den EA keinen Penny haben möchte. Bis auf das verschenkte Potential beim Singleplayer und dem mit Battlefield 3 und 4 vergleichsweise mauen Content an Multiplayer-Freischaltungen ist Battlefield V ein rundum toller Egoshooter geworden, der hoffentlich noch lange mit Content versorgt wird. Um vielleicht in ein, zwei Jahren von sich behaupten zu können, der beste Teil der Battlefield-Reihe zu sein. Das Potential dazu hat Battlefield V auf alle Fälle.

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Pokémon: Let´s Go, Evoli! im Test http://www.next-gamer.de/pokemon-lets-go-evoli-im-test/ http://www.next-gamer.de/pokemon-lets-go-evoli-im-test/#comments Wed, 21 Nov 2018 10:56:31 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=117936 Erinnerungen und Nostalgie sind etwas schönes. Ich erinnere mich als wäre es gestern gewesen, wie ich heimlich nachts als kleiner Bengel stundenlang noch mit einem kleinen Lämpchen oder der Game Boy Lupe mit Licht Nacht für Nacht Pokemon Blau und – kurze Zeit später –  Pokemon Gelb gesuchtet habe. Die Angst, dass mich und meinen Bruder […]

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Erinnerungen und Nostalgie sind etwas schönes. Ich erinnere mich als wäre es gestern gewesen, wie ich heimlich nachts als kleiner Bengel stundenlang noch mit einem kleinen Lämpchen oder der Game Boy Lupe mit Licht Nacht für Nacht Pokemon Blau und – kurze Zeit später –  Pokemon Gelb gesuchtet habe. Die Angst, dass mich und meinen Bruder unsere Mutter dabei erwischt, war wirklich groß. Das hielt uns jedoch nicht davon ab. Immerhin hatten wir einen Job zu erledigen. Denselben Job, den nahezu jedes pflichtbewusste Kind meiner Generation hatte – der stärkste Pokémon-Trainer der Welt zu werden. Und dies wird man nun einmal nicht im Schlaf.

Mein Bruder und ich hätten damals alles getan, um Pokémon im realen Leben fangen zu können. Wir hätten ganze Bäume ausgerissen, nur um am Fernseher die kleinen Monster fangen, im Couch-Koop die Welt von Kanto erkunden und dabei gemeinsam andere Trainer herausfordern zu können. Die Möglichkeit, Pokémon in der realen Welt zu fangen, hat Pokémon GO schnell zu einem weltweiten Phänomen gemacht, weshalb ich die Kids von heute dank unzähliger moderner Technologien ein wenig dafür beneide.

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Fast zwei Jahrzehnte ist es her seit Erscheinen des Gameboy-Klassikers Pokemon Gelb

Als Pokémon: Let´s Go, Pikachu! und Pokémon: Let´s Go, Evoli! angekündigt wurde, war die Nachricht nicht wirklich überraschend. Die Pokémon-Community ist unbestreitbar größer als jemals zuvor. Sie ist jedoch aufgeteilt zwischen jenen, die ausschließlich Pokémon GO spielen und denjenigen, die sich seit Jahrzehnten an die Core-Games der Nintendo-Konsolen halten. Natürlich gibt es auch einen Großteil jener, die in beiden Welten Zuhause sind und von Pokémon einfach nicht genug bekommen können. Und genau an dieser Stelle versucht Nintendo die Lücke zwischen beiden Welten zu schließen, um altbewährtes mit Neuem zu vereinen. Ob dies auch wirklich gelungen ist?

Die Pokémon Let’s Go-Spiele sind quasi ein Remake der Gelben Edition des Pokémon-Klassikers für den Game Boy. Sie wurde auch Pokémon Special Pikachu Edition genannt und war im Endeffekt (bis auf wenige Details) der damaligen Roten und Blauen Edition extrem ähnlich. Der einzige gravierende Unterschied war – und das war für Serienfans Kaufgrund genug – die Tatsache, dass man als Start-Pokémon weder Bisasam, Schiggy oder Glumanda wählen konnte, sondern die kleine, freche, gelbe Maus Pikachu erhielt, die einem wie in der Serie nicht von der Seite weichen wollte und einem die ganze Zeit hinterherlief statt in seinen Pokeball zu gehen. Anders als beim Game Boy-Klassiker gibt es dieses mal zwei Versionen. Der wichtigste Unterschied liegt bei der Wahl des Starter-Pokémon. Denn bereits beim Kauf der Version entscheidest du dich, ob du deine Reise mit einem Pikachu oder einem Evoli absolvieren möchtest.

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Arenaleiterin von Azuria City – die gute, alte Misty

Die Rückkehr in die Kanto-Region fordert dich auf die acht Arena-Leiter zu besiegen, bevor du dich den Elite-Vier stellen kannst. Nebenbei durchkreuzt du dabei noch die Pläne von Team Rocket. In vielerlei Hinsicht ist Pokémon Let’s Go sowohl ein perfekter Einstiegspunkt für Neuankömmlinge, die zum ersten Mal auf Entdeckungsreise gehen, als auch eine wundervolle, nostalgische und zugleich moderne Reise in die Vergangenheit für all jene, die noch einmal nach Kanto und somit in die Erinnerungen ihrer Kindheit zurückkehren möchten. Denn Fakt ist, die Welt von Pokémon sah noch nie schöner aus. Und ein richtiges 3D-RPG-Abenteuer wünschen sich die Fans seit mindestens einem Jahrzehnt.

Nachdem du sowohl im TV- als auch im Handheld-Modus in die Kanto-Region geflüchtet bist, gibt es nur wenige Kompromisse bei der Spiel-Erfahrung. Trotz einiger kleiner Framerate-Probleme im Handheld-Modus war es schwer, sich nicht wieder in die sonnenverwöhnten Landschaften zu verlieben. Der Grafik-Stil wurde perfekt gewählt. Selbst kleinere Details wie Textboxen oder Animationsübergänge, wenn man von der Welt in einen Kampf wechselt, fallen sofort positiv ins Auge. Die Kämpfe und Animationen sind effektreich mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Das einzige was mir nicht so gut gefällt, ist die Tatsache, dass immer noch auf solch Stereotypen gesetzt wird, die alle gleich aussehen, sich steif bewegen und sich nur im 90-Grad-Winkel drehen können. Aber das soll vielleicht auch nur den alten Charme zurückbringen. Außerdem muss ich an der Stelle großes Lob aussprechen für die Möglichkeit im Menü Animationen ausstellen zu können. Wer in kurzer Zeit viele Kämpfe schaffen will, kann die Kämpfe hiermit extrem beschleunigen. Natürlich sieht dann nichts mehr spektakulär aus und wird auf das Nötigste heruntergebrochen. Jedoch lohnt es sich, wenn man nur noch für 30 Minuten spielen kann, aber eine bestimmte Route mit etlichen Trainern, die einem zu einem Kampf herausfordern, abschließen möchte.

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Der Kampf beginnt

Wer wie ich mit Pokémon aufgewachsen ist und einen Großteil seiner Kindheit damit verbracht hat, dem fallen vor allem sofort die vielen Orchestrierungen auf. Man fühlt sich wieder knapp 20 Jahre zurückversetzt. Mit einem breiten Lächeln erkennt man viele bekannte Melodien wieder, die jedoch neu und modern arrangiert wurden. Im Großen und Ganzen liebe ich die Musik und den Sound des Spiels. Es gibt jedoch Stellen, wo sie extrem nerven kann. Wer von euch beispielsweise die Silph Company erreicht oder sich ein wenig länger mit einzelnen Weiterentwicklungen im Pokedex beschäftigt, der wird früher oder später auf viel zu kurze Sound-Loops stoßen oder nervtötende Melodien ertragen müssen, während er stundenlang einen Dungeon durchstreift.

Viele bekannte Spiel-Mechaniken haben sich verändert. Game Freak hat mit Pokémon Let’s Go (zugegebenermaßen etwas unübersichtlich) viele Änderungen vorgenommen. Das prominenteste ist, dass die Kämpfe wilder Pokémon entfernt wurden. Um die Lücke zwischen Pokémon GO und der Mainline-Serie zu schließen, kannst du die Pokémon, die du fangen möchtest, in der Welt um dich herum sehen. Dieses Feature ist meiner Meinung nach seit Jahren überfällig und verbessert die Serie aus ihrem klassischen und vor allem überalteten Rollenspiel-Element heraus. Geändert hat sich jedoch auch die Tatsache, dass man die Pokémon direkt fangen kann ohne sie vorher schwächen zu müssen. Dies beißt sich zwar mit dem Anime, in dem das Schwächen vor dem Fangen ein wichtiger Bestandteil ist, um ein Pokémon fangen zu können, macht aus Spielsicht aber tatsächlich Sinn. Klar gibt es immer viele, die im Voraus nichts davon gehalten haben und auch nach dem Spielen der Meinung bleiben. Für mich war es jedoch eine gelungene Abwechslung zwischen etlichen Kämpfen gegen verschiedenste Trainer und dem „einfachen“ Fangen von Pokémon für die Sammlung. Denn dies kann auch ohne unzählige Kämpfe im nervigen Grinden enden – je nachdem welche Ambitionen man hat. So können Combos gesammelt werden (je öfter man ein und dasselbe Pokémon hintereinander fängt) und somit die Chance gesteigert werden ein Shiny-Pokémon zu erhalten. Dies ist dasselbe Pokémon – jedoch in einer anderen, einzigartigen Farbe. Für Sammler und Fans die Mühe definitiv wert.

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Das Fangen von Pokemon ist mit einem Freund einfacher und spaßiger

Abgesehen davon kann das Fangen der Pokémon bereits Kampf genug sein. Denn die Pokémon können sich wehren und den Ball abblocken, sich davon bewegen oder einfach immer wieder aus dem Ball schlüpfen. Denn eine 100%-Fangchance gibt es nie und auch die Steuerung, vor allem wenn man in Ecken werfen will, macht einem ebenfalls manchmal einen Strich durch die Rechnung. Dies kann zum Teil extrem frustrierend sein. Der Wurf wird nämlich mit dem Joy-Con oder separat erhältlichem Pokéball Plus ausgeführt, in dem eine Wurfbewegung nachahmt wird, die das integrierte Gyroskop ins Spiel übersetzt. Aus diesem Grund bin ich ein Fan von der aktuellen Aufteilung der Spielmechaniken und denke, dass man in dieser Richtung wahrscheinlich noch vieles verbessern und optimieren kann; grundlegend jedoch dem Spielprinzip im Gesamten mehr als gut tut.

Wie bei Pokémon GO können auch hier unterschiedliche Beeren verwendet werden, um die Fang-Chance zu erhöhen oder das Fangen im Allgemeinen zu erleichtern.

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Für eine starke Bindung und zusätzlichen Boni im Kampf solltet ihr euer Evoli öfters mal streicheln und füttern

Für diejenigen, die im Handheld-Modus spielen möchten, gibt es eine Alternative und weitaus zuverlässigere Option beim Fangen der wilden Pokémon. Sind die Controller am Display angeschlossen, kann bei der tragbaren Heimkonsole der linke Stick zum Zielen verwendet werden. Das Drücken auf den A-Knopf schleudert den Pokéball auf das Ziel. Dies ist viel praktischer und vor allem einfacher. Wir hoffen, dass ein Software-Update diese Möglichkeit auch im TV-Modus anbietet.

Sollte man sich irgendwann im Kampf mit anderen Trainern wiederfinden, werden diese genau wie in den anderen Spielen zuvor ausgeführt. Es müssen die Vor- und Nachteile des Typs kennengelernt werden, um erfolgreich zu sein. Auch wenn das Spiel den Eindruck erweckt hat, dass man hiermit Casual-Spieler anziehen möchte, werden einem die Kämpfe auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Denn diese haben es zum Teil in sich – vor allem wenn man auf die Arena-Leiter und später den Elite-Vier trifft. Aufgrund der Tatsache der ersten Pokémon-Generation der Kanto-Region, muss man sich jedoch darauf gefasst machen, dass es nicht allzuviel Abwechslung gibt. Die meisten Pokémon sieht man sehr häufig, was aber auch beim Erlernen von Vor- und Nachteile hilft.

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Natürlich dürfen auch die legendären Pokemon nicht fehlen – dieses Mal mit coolen, kurzen Filmsequenzen

Diese erhöhte Herausforderung ergibt sich auch aus dem ungewöhnlichen Stat-System, das bedeutet, anstelle der Verwendung von verkappten, verborgenen Werten, die mit dem Niveau eines Pokémon skaliert werden, dass jetzt auch unterschiedliche Bonbons verwendet werden können, um diese zu aktivieren. Diese können verwendet werden, um einen bestimmten Wert unabhängig von seinem Level zu erhöhen, oder, wenn es sich um Süßigkeiten für eine bestimmte Pokémon-Art handelt, all ihre Werte gleichzeitig zu erhöhen. Sobald du anfängst Zeit damit zu verbringen, stellst du schnell fest, dass ein Pokémon Werte haben kann, die zuvor unmöglich waren. So kann man 20 Level und mehr Unterschied ohne große Probleme ausgleichen.

Alles in allem ist es jedoch bemerkenswert wieder in der Kanto-Region zu sein. Während es dem ursprünglichen Spiel treu bleibt, erwacht die Welt zu neuem Leben. Von den wilden Pokémon, die überall um dich herum erscheinen bis hin zu den legendären Pokémon, die mit kleinen Videosequenzen untermalt wurden. Das alles fühlt sich an wie eine neue Sicht auf das Abenteuer an, das wir in den letzten 20 Jahren unternommen haben. Und glücklicherweise ist das Game Design eben nicht mehr – unabhängig von Grafik und Sound – 1:1 dasselbe wie früher. Vor allem die Interaktionen mit deinem Partner Pikachu oder in unserem Falle Evoli tragen dazu bei, dass man wirklich das Gefühl hat eine echte Bindung einzugehen. Das hat man sich vor 20 Jahren vielleicht ebenfalls so gewünscht und erst heute konnte dies mit den Möglichkeiten der Technik so umgesetzt werden. Denn diese einzigartige Bindung wird dich mit der Zeit belohnen einzigartige Moves zu verwenden, die sowohl passiv vom Pokémon selbst als auch aktiv auf deinen Befehl hin ausgeführt werden können. Außerdem gibt es unzählige Individualisierungsmöglichkeiten. Du kannst dein Partner-Pokémon sogar so kleiden, dass ihr beide im Partner-Look durch Kanto streift. Egal ob im seriösen Anzug, chilligen Strand-Klamotten oder in einem Team-Rocket-Outfit – es gibt unzählige Kombinations- und Anpassungsmöglichkeiten.

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Holt euer Lieblingspokemon aus dem Pokeball – auf einigen könnt ihr auf dem Wasser, Boden oder in der Luft reiten

Für diejenigen, die wissen wollen, was sie erwartet, nachdem sie die Elite-Vier besiegt haben, um Champion zu werden, ist das Endgame etwas ungewöhnlich. Wie im ursprünglichen Spiel kann man Mewtu jagen. Außerdem kann man erneut Arena-Leiter herausfordern. Zudem gibt es sogenannte Meister-Trainer, die jeweils auf ein einziges Pokémon spezialisiert sind. Kann man diese mit dem jeweiligen Pokémon besiegen, erhält man einen Titel, den man Online im Kampf gegen andere verwenden kann, um auch sein Online-Profil etwas individualisieren zu können. Dies ist eine lustige Herausforderung, der man sich stellen muss, aber es wird einem schon früh klar, wie hart dies wird, wenn man dies mit jedem Pokémon machen möchte. Die Meistertrainer haben ihr Pokémon auf ein hohes Niveau trainiert. Daher müsstest du dasselbe tun, um eine Chance zu haben, sie zu schlagen. Egal, ob du Erfahrung sammelst oder Bonbons hortest, um die Statistiken zu verbessern; es wird viel zu viele Stunden dauern, wenn du davon ausgehst, dass der Titel die einzige Belohnung ist. Von daher sollte man sich überlegen, mit welche Titel man sich im Voraus gerne schmücken möchte.

Selbst Multiplayer-Kämpfe werden dich wahrscheinlich nicht lange beschäftigen. Du kannst an Einzel- oder Doppelschlachten teilnehmen oder mit einem anderen Spieler handeln. Dieser soziale Aspekt der Erfahrung war von Anfang an dabei, aber da es zwischen den beiden Spielen weniger Versionsausschlüsse gibt, kann ich nicht erkennen, dass der Handel so aktiv sein wird. Es gibt nur drei Pokémon exklusiv in jeder Edition. Hinzu kommen einige wenige exklusiv aus Pokémon GO und noch drei weitere, die sich ausschließlich durch Tausch weiterentwickeln können.

Sorgen mache ich mir etwas bei den mit Süßigkeiten vollgestopften Pokémon in Online-Spielen. Unerfahrene Spieler fragen sich vielleicht, warum sie ihre Kämpfe ständig so hart verlieren, obwohl ihre Pokémon ebenfalls auf maximalem Level sind. Vielleicht liege ich ja falsch, aber ich denke, dass dies ein großes Problem sein könnte zwischen jenen, die rund um die Uhr grinden und jenen, die dies nicht am laufenden Band machen möchten.

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Ausgewählte Pokemon können bei genügend Vertrauen sogar eine Mega-Entwicklung durchführen

Es gibt eine Offline-Multiplayer-Option, die sehr gut funktioniert. Im Couch-Koop kann der Pokéball Plus oder eine Joy-Con einfach geschüttelt werden und schon erscheint ein Support-Trainer, der dem Hauptspieler bei der Erkundung von Kanto unterstützen kann – sowohl beim Gewinnen von Kämpfen als auch dem Fangen wilder Pokémon. Der Helfer hat immer das andere Geschlecht als die Hauptfigur. Die Helferfigur ist insofern eingeschränkt, als dass sie nicht mit anderen Personen, Gegenständen oder Pokémon interagieren können. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Unterstützung mit der du dein sechsköpfiges Pokémon-Team im Gefecht aufteilen kannst, um so eine eigentlich ziemlich unfaire 2:1-Situation zu schaffen für den Gegner. Es ist daher nicht überraschend, dass dies dein Abenteuer viel einfacher macht. Der Couch-Koop ist die perfekte Gelegenheit für erfahrenere Spieler Neulingen bei ihrer ersten Reise in die Welt von Pokémon zu unterstützen.

Mit mehr als 800 Pokémon, die im hohen Gras herumlaufen, und Hunderten von Attacken, die in der Schlacht in Betracht gezogen werden müssen, vergisst man sehr schnell wie überwätigend die Pokémon-Serie für Neuankömmlinge sein kann. Das macht Pokémon: Let’s Go Pikachu & Evoli zum perfekten Abenteuer für alle, die zum ersten Mal die Kanto-Region erkunden möchten. Das Ergebnis ist ein Spiel für alle – unabhängig von ihrem Alter. Das Streben nach Zugänglichkeit von Game Freak bedeutet, dass diese Reise nicht alles bietet, was erfahrene Fans erwarten oder sich wünschen. Es hat Schwächen im Endgame und in der Tiefe und sicherlich ist auch nicht jede getroffene Game-Design-Entscheidung für jedermann die richtige. Es ist dafür ein unterhaltsames, ehrliches und unvergessliches Erlebnis für Jung und Alt. Sowohl Neulinge als auch Veteranen bekommen ein modernes und zugängliches Pokémon-Spiel für die Nintendo Switch, das die Vorfreude auf kommende Generationen der Spielserie nur verstärkt.

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Red Dead Redemption 2 – Der Spielegigant im Test http://www.next-gamer.de/red-dead-redemption-2-der-spielegigant-im-test/ http://www.next-gamer.de/red-dead-redemption-2-der-spielegigant-im-test/#respond Sun, 18 Nov 2018 17:16:18 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=117918 Es ist wahrscheinlich unmöglich gewesen, zu verpassen, dass Rockstar Games Red Dead Redemption 2 auf den Markt geworfen haben. Die positiven Testwertungen überhäufen sich, das Marketing ist überall. Kaum einer hat nicht schon gehört, was für ein Meisterwerk hier auf die spielende Gemeinde losgelassen wurde. Nach Release haben wir auch die Möglichkeit bekommen, diesen Open […]

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Es ist wahrscheinlich unmöglich gewesen, zu verpassen, dass Rockstar Games Red Dead Redemption 2 auf den Markt geworfen haben. Die positiven Testwertungen überhäufen sich, das Marketing ist überall. Kaum einer hat nicht schon gehört, was für ein Meisterwerk hier auf die spielende Gemeinde losgelassen wurde. Nach Release haben wir auch die Möglichkeit bekommen, diesen Open World Giganten für euch zu testen. Im Folgenden könnt ihr also lesen, was Red Dead Redemption 2 so großartig macht, warum wir aber trotzdem nicht unbedenklich zum Zuschlagen raten.

Red Dead Redemption 2 entführt euch mit einer ganzen Bande in den wilden Westen.
Red Dead Redemption 2 entführt euch mit einer ganzen Bande in den wilden Westen.

Wer braucht schon Gewerkschaften?

Bevor wir aber vom Spiel an sich berichten, muss direkt Klartext gesprochen werden. Vor dem Release von Red Dead Redemption 2 berichteten führende Köpfe von Rockstar Games recht beiläufig, dass zum Ende der Entwicklungszeit teilweise über 100 Arbeitsstunden pro Woche abgerissen wurden. Zwar wurde dies später insofern revidiert, dass es sich hierbei nur um das Writing Team und die höheren Positionen handelte, allerdings tauchten auch diverse Berichte einiger Angestellten auf, die ähnliches berichten.

Nun ist es in der Gamingbranche durchaus üblich, kurz vor Release eines Spiels im sogenannten Crunch weit über die normale Arbeitszeit hinauszugehen. Unproblematischer wird dies dadurch aber nicht. Gerade in den USA ist das Arbeitsrecht weitaus weniger ausgeprägt als hier in Deutschland. Zieht jemand bei diesen Überstunden nicht mit, steht die Existenz auf dem Spiel. Glücklicherweise brandete durch diese Äußerungen Red Dead Redemption 2 betreffend aber eine Diskussion auf, die solche Arbeitsbedingungen stark verurteilte.

Dementsprechend wollen auch wir diesen Umstand nicht unerwähnt lassen. Wer Rockstars neusten Titel kaufen, sollte wissen, unter welchen Bedingungen dieser entstanden ist. So kann sich ein jeder Mensch selbst überlegen, ob er oder sie das finanziell unterstützen möchte oder nicht. In diesem Sinne hier nun unser Test zum Spiel.

Die riesige Welt wurde unter knallharten Bedingungen erstellt.
Die riesige Welt wurde unter knallharten Bedingungen erstellt.

Rückkehr zum Spaghetti-Western

Arthur Morgan ist ein Outlaw. Im wilden Westen kurz vor dem Ende des 19. Jahrhunderts versucht er in Rahmen seiner Gang, der van der Linde-Bande, irgendwie den Kopf über Wasser zu halten. Vom Gesetz verfolgt, von der Gesellschaft verurteilt, lässt es sich eben nicht mehr so einfach raubend, saufend und brandschatzend durch die Welt ziehen. Demnach ist er als unser Hauptprotagonist ständig auf der Flucht mit seiner gesamten Crew. Nach einem heiklen Zwischenfall in Blackwater musste die Bande diesen Ort nämlich ohne ihren gesammelten Reichtum schnellstmöglich verlassen.

Versteckt sie sich die ersten Spielstunden noch in den zugeschneiten Bergen, geht es mit auftauendem Wetter weiter ins Zentrum des Landes. Der Kampf ums Überleben steht dabei immer an erster Stelle. Es muss neues Geld für das Lager gesammelt werden, Verpflegung und Medizin ständig aufgefrischt. Arthur verschlägt es so also immer wieder auf kleinere und größere Missionen, die nach und nach auch die Geschichte antreiben.

Das Besondere dabei ist, wie sehr euch nach und nach alle Mitglieder der Truppe ans Herz wachsen. Die einen mehr, die anderen weniger. Alle sind sie jedoch wunderbar gezeichnete Figuren. Ihr könnt mit ihnen am Lagerfeuer sitzen und singen, authentischen Gesprächen lauschen oder selber das Gespräch suchen. Auch in den Missionen lernt ihr, auf wen ihr euch verlassen könnt und wer eher für heilloses Chaos sorgen wird. Die van der Linde-Gang wirkt einfach sehr lebendig und bietet damit einen riesigen Motivationspunkt, am Ball zu bleiben. Schließlich wollt ihr ja wissen, wie die Geschichte zu Ende geht.

Zu Beginn flieht ihr in die zugeschneiten Berge.
Zu Beginn flieht ihr in die zugeschneiten Berge.

Alte und neue Bekannte

Red Dead Redemption 2 spielt dabei einige Jahre vor seinem Vorgänger auf der Playstation 3. Demnach habt ihr hier auch einen jüngeren John Marston oder Dutch van der Linde an eurer Seite. Das führt einerseits zu einem wohligen Gefühl, wieder zu Hause zu sein, andererseits aber auch zum Ungewissen, wie aus diesen Figuren die Charaktere werden, welche ihr eigentlich schon kennt. Am meisten Spaß macht es aber generell, sich anzuhören, wie sich eure Begleitungen das Leben vorstellen. Da wäre Sadie, die die Schnauze voll vom Hausfrauendasein hat und mit euch auf Streifzüge gehen will. Oder Hosea, der sich am liebsten mit Geschick und Schauspielerei durch die Welt mogelt.

Aber auch die Welt um euer Lager herum weist enorm viele und tolle Persönlichkeiten auf. Manche geben euch Aufträge wie ein völlig verrückter Schausteller, der Tiere anmalt, um sie als wilde Bestien zu verkaufen. Andere wiederrum dienen einfach dazu, diese Welt um ein vielfaches lebendiger erscheinen zu lassen. So gibt es beispielsweise eine Familie, die abseits einer Stadt ein Haus bauen möchte. Immer, wenn ihr dort vorbeikommt, passiert etwas Neues. Das Gerüst fällt um, sie werden ausgeraubt oder stellen ihr Werk endlich fertig. Die offene Welt bietet für alle Spielenden eine Möglichkeit, eigene, kleine Geschichten und Geheimnisse zu entdecken und zu erleben. Zielloses Umherreiten wird also belohnt.

Red Dead Redemption 2 bietet euch eine äußerst lebendige Spielwelt zum Entdecken.
Red Dead Redemption 2 bietet euch eine äußerst lebendige Spielwelt zum Entdecken.

Sehr viel Neues im Wilden Westen

Habt ihr darauf keine Lust, wollt aber auch nicht der gut geschriebenen Hauptgeschichte folgen, stehen euch trotzdem noch unzählige Möglichkeiten offen, eure Zeit im wilden Westen zu vertrödeln. Arthur und euer Lager brauchen immer wieder Nahrung und Verbesserungen. Ihr könnt also auf die Jagd gehen, legendäre Tiere erlegen, ihr Fleisch kochen und verzehren oder wertvolle Gegenstände aus den Fellen erstellen. Ihr könnt stundenlang angeln gehen, um die größten Fische zu finden. Auch das ist eine optionale Nebenquest. Ihr könnt einem geheimnisvollen Mörder auf die Schliche kommen, Läden ausrauben oder nach Dinosaurierfossilien suchen. Und ist euch das auch zu viel, setzt euch zu anderen Charakteren an einen Tisch, um dort Poker, Domino oder Five Finger Fillet zu spielen.

Während Open World Games oft unter dem Problem leiden, dass die Spielfigur sinnlosen Aufgaben nachgeht, während doch eigentlich der Untergang der Welt verhindert werden muss, umgeht Red Dead Redemption 2 dies sehr geschickt. Wenn ihr tagelang angelt und jagt, zweifelt ihr nicht an der Authentizität dieser Aufgaben. Schließlich helfen sie euch oder eurem Lager. Nur selten steht eine Aufgabe im Hintergrund, die so dringlich erscheint, dass normalerweise keine Zeit für solche Spielereien wäre. Den prominent gewordenen Begriff der ludonarrativen Dissonanz, also dem Ungleichgewicht zwischen Gameplay und erzählter Geschichte, müssen wir hier dementsprechend nicht ausschweifend hervorholen.

Die Jagd ermöglicht euch die Herstellung neuer Gegenstände und Kleidung.
Die Jagd ermöglicht euch die Herstellung neuer Gegenstände und Kleidung.

Ist das ein Steppenläufer?

Untermalt wird das alles von einer Umgebung, die einfach atemberaubend schön aussieht und einem Soundtrack, der stimmiger nicht sein könnte. Wenn ihr schon zu Beginn des Spiels durch einen Schneesturm stapft und seht, wie sich eure Fußabdrücke im tiefen Schnee abzeichnen, wird klar, dass hier auf sehr viele Details geachtet wurde. Ihr könnt sogar kleinen Hufspuren auf dem Boden folgen, um an frische Jagdbeute zu kommen. Blickt ihr über die weite Prärie und seht in der Ferne Vögel über einem Berg kreisen, steigt die Lust, einfach drauflos zu reiten. Hier und da tauchen immer mal wieder einige Glitches auf. Da Rockstar großen Wert darauf gelegt hat, Bewegungsanimationen so realistisch wie möglich zu gestalten, tauchen immer wieder kleinere Clipping-Fehler auf. An anderen Stellen funktionieren Eingabebefehle nicht. Aber bei dieser Größe der Welt passiert das äußerst selten.

Im Hintergrund läuft dabei immer wieder ein Soundtrack, der an die glorreiche Zeit der Westernfilme erinnert. Wer braucht schon Ennio Morricone, wenn man den Kompositionen von Woody Jackson lauschen kann. Schon der Vorgänger erzeugte magische Momente durch seine Musik. Auch die Fortsetzung geizt in keinster Weise mit solchen markanten Ereignissen. Direkt zu Beginn zieht euch der Soundtrack in diese Welt und lässt euch auch bis zum Ende nicht mehr los. Dynamisch ist er meist leise im Hintergrund, so dass ihr den Tönen der Prärie lauscht, nur damit er in den passenden Momenten anschwillt und eurem Abenteuer den passenden Anstrich verleiht.

Je nachdem, was passiert, passt sich der Soundtrack dynamisch an. Auch beim Fischen.
Je nachdem, was passiert, passt sich der Soundtrack dynamisch an. Auch beim Fischen.

Is this the real world?

Wir könnten jetzt natürlich noch ewig schwärmen, welche besonderen Momente und Ereignisse uns Red Dead Redemption 2 so geboten hat. Das sollt ihr allerdings besser selbst herausfinden. Außerdem muss noch Platz bleiben für ein paar Macken, die den Spielspaß erheblich schmälern können. Wie so oft in Rockstar-Spielen ist die Steuerung eures Helden nämlich auch hier unfassbar klobig. Durch einen enormen Fokus auf Realismus ruft das Spiel komplette Bewegungsabläufe ab, die dieses gesteckt Ziel eher wieder zunichtemachen. Arthur fällt teilweise bei kleinsten Stufen auf die Schnauze, weil das Spiel direkt seine torkelnden Animationen abruft. Geringe Abhilfe bietet hierbei der Wechsel in die Ego-Perspektive. Allerdings geht so ein großer Teil der Übersicht flöten, die eigentlich sehr nützlich für diese gigantische Welt ist.

Jede Schießerei wirkt unfassbar träge, so dass ihr sehr häufig versucht, am besten unbehelligt durch die Gegend zu reiten. Das ist sehr schade, da ihr als Outlaw ja eigentlich nicht hilfsbereit und höflich zu allen anderen sein solltet. Unterstützt wird das allerdings noch durch ein Ehrenmeter, welches nach jeder Aktion von euch steigt oder sinkt. Je ehrenvoller ihr euch verhaltet, desto besser geht man mit euch um. Brecht ihr das Gesetz, wird ein Kopfgeld auf euch ausgesetzt, welches ihr abbezahlen müsst, damit ihr nicht mehr gejagt werdet. Mit einer Maske vor dem Gesicht könnt ihr dem zwar meist entgehen, völlig gefeit seid ihr davor allerdings nicht. Freundliches Verhalten zahlt sich also aus, obwohl es nicht dem Charakter von Arthur Morgan in Red Dead Redemption 2 entspricht.

Schießereien wirken wie vieles anderes auch sehr träge.
Schießereien wirken wie vieles anderes auch sehr träge und bringen viele Probleme mit sich.

Red Dead Redemption 2 – die Cowboy-Simulation

Euer treues Pferd, welches euch durch die gesamte Welt trägt, fällt so oft über Steine und Äste, dass ihr es kaum für möglich haltet. Passiert das, müsst ihr es direkt wieder pflegen, vielleicht sogar ein wertvolles Tonikum nutzen, damit es nicht stirbt. Regelmäßig füttert und striegelt ihr es, damit das Tier fit bleibt. Dies zeigen gewisse Kerne an, die auch Arthur zu besitzt. Energie, Ausdauer und das Dead-Eye-Meter, mit dem ihr in Zeitlupe zielen könnt. Je öfter ihr diese Werte beansprucht, desto besser kann Arthur sie nutzen. Allerdings braucht auch er regelmäßig Nahrung, um sie aufzufrischen.

Nutzt ihr diese Anzeigen jedoch nicht, kommt ihr um eure Mahlzeiten trotzdem nicht herum. Euer Antiheld wird sonst nämlich untergewichtig, was zwar der Ausdauer dient, dafür aber der Energie schadet. Also fangt ihr alle paar Spielstunden an, massenhaft Nahrung in euch zu stopfen, um irgendwie auf den Mittelwert zu kommen. Stopft ihr zu viel, wird der Outlaw allerdings übergewichtig, was ebenfalls Einfluss auf seine Werte hat. Dieses Maß an Realismus ist leider auf einer Ebene, die zu weit weg von echten Abläufen ist, aber auch zu weit von einem guten Spielfluss. Hier hätte durchaus mehr Wert auf eine flüssige Erfahrung gelegt werden können, anstatt Mechanik über Mechanik in das Spiel zu packen, die man erst nach diversen Spielstunden durchblickt.

Ihr müsst regelmäßig Essen oder euch säubern, um keine spielerischen Nachteile zu erfahren.
Ihr müsst regelmäßig Essen oder euch säubern, um keine spielerischen Nachteile zu erfahren.

Fazit

So ganz ohne Probleme kommt Red Dead Redemption 2 also nicht aus. Die Frage steht im Raum, ob mit besseren Arbeitsbedingungen und einem intensiveren Fokus auf ein kleineres Spielgebiet nicht auch diese Macken und Fehler ausgebessert hätten werden können. Es ist nämlich ein trugschluss, dass eine größere Welt auch immer ein besseres Spiel bedeutet. Und trotzdem haben wir hier mit Sicherheit eines der qualitativ besten Spiele des Jahres. Es bietet Stunden unterschiedlichster Unterhaltung, ohne dass es eintönig wird. Rockstar hat hier einen riesigen Blockbuster veröffentlicht, der die Popkultur im Bereich Videospiel mit Sicherheit prägen wird. Und das, wobei der geplante Online-Modus noch nicht mal zu Verfügung steht. Sobald der veröffentlicht ist, kann man davon ausgehen, dass wir erneut von diesem Spiel zu hören bekommen. Aktuell ist Red Dead Redemption 2 im Preisvergleich bereits ab 48,99 € für PS4 zu haben – Xbox One-Spieler sparen sogar noch einen Euro mehr.

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http://www.next-gamer.de/red-dead-redemption-2-der-spielegigant-im-test/feed/ 0 Red-Dead-Redemption-2-5 Red Dead Redemption 2 entführt euch mit einer ganzen Bande in den wilden Westen. red-dead-redemption-2 (1) Die riesige Welt wurde unter knallharten Bedingungen erstellt. 3fed8ce2145208b8143c0ece82434c72 Zu Beginn flieht ihr in die zugeschneiten Berge. SaintDenis Red Dead Redemption 2 bietet euch eine äußerst lebendige Spielwelt zum Entdecken. Red Dead Redemption 2_20181029124912 Die Jagd ermöglicht euch die Herstellung neuer Gegenstände und Kleidung. 1999481 Je nachdem, was passiert, passt sich der Soundtrack dynamisch an. Auch beim Fischen. Red-Dead-Redemption-2-5 (1) Schießereien wirken wie vieles anderes auch sehr träge. Red-Dead-Redemption-2-Recensione-PS4-Xbox-One-34 Ihr müsst regelmäßig Essen oder euch säubern, um keine spielerischen Nachteile zu erfahren.
Wie HTML5 das Gaming revolutionierte http://www.next-gamer.de/wie-html5-das-gaming-revolutionierte/ http://www.next-gamer.de/wie-html5-das-gaming-revolutionierte/#respond Mon, 12 Nov 2018 19:26:27 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=117912 Die Welt des Gamings befindet sich in einem stetigen Wandel; neue Technologien und Fortschritte in den Entwicklungen bringen immer wieder Neuerungen mit sich, die das Gaming scheinbar völlig umkrempeln und auf neue Ebenen heben. Früher war das Spielen im Browser und auf dem Mobilgerät noch ein Ding der Unmöglichkeit, durch Flash wurde dies zwar zum […]

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Die Welt des Gamings befindet sich in einem stetigen Wandel; neue Technologien und Fortschritte in den Entwicklungen bringen immer wieder Neuerungen mit sich, die das Gaming scheinbar völlig umkrempeln und auf neue Ebenen heben. Früher war das Spielen im Browser und auf dem Mobilgerät noch ein Ding der Unmöglichkeit, durch Flash wurde dies zwar zum Teil ermöglicht, oft aber nur im Zusammenhang mit Frustration aufgrund von Bugs und mangelnder Unterstützung der Technik. Heute sieht das schon anders aus, denn eine Entwicklung auf diesem Gebiet überschattet alle anderen: HTML 5 schafft neue Wege für die Spielekreation im Internet. Schärfere Bilder, flüssigere Grafik, schnelleres Spielen, plattformübergreifende Kompatibilität. 2014 kam HTML5 auf den Markt und schaffte in der Welt der Spiele völlig neue Möglichkeiten und Funktionen.

Die Gaming-Welt entwickelt sich

Besonders in der Welt der Spiele tut sich kontinuierlich viel. Wer hätte früher schon gedacht, dass sich performancestarke Games in hoher Qualität ganz einfach im Browser ohne Download oder gar auf dem Mobilgerät spielen lassen? Heute genießen Browsergames wachsende Beliebtheit, da die Hürde zu spielen durch das Wegfallen des Downloads deutlich gesenkt und die Tür zum Spielen einer breiten Masse an Nutzern eröffnet werden konnte. So lassen sich Gelegenheitsspiele wie Candy Crush Saga und My Free Farm, aber auch anspruchsvolle Strategiespiele wie Siedler und Stormfall ganz einfach ohne Download im Browser spielen. Auch im Online-Casino kann inzwischen ganz einfach im Browser gespielt werden, zudem wird durch die Funktion der Live-Streams, bei denen mit echten Dealern per Stream gespielt werden kann, das Spielerlebnis noch realitätsnäher. Nicht zuletzt hat sich auch die mobile Gamingwelt deutlich entwickelt, so lassen sich zuvor genannte Spiele auch einfach auf dem Smartphone oder Tablet von unterwegs spielen – in hoher Qualität, mit scharfen Bildern, starken Farben und ohne Probleme – etwas das Flash auf dem Mobilgerät nie ermöglichte. Und das alles dank HTML5.

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Was ist HTML5?

Die Programmier- und Auszeichnungssprache HTML (Hypertext Markup Language) dient zur Erstellung von Webseiten. HTML4 entstand bereits in den 90er Jahren und wurde über einen langen Zeitraum nicht überarbeitet – bis sich die Anforderungen der Anwender veränderten. 2004 erschien HTML4.01, zehn Jahre später schließlich der revolutionäre Nachfolger HTML5. Während früher Inhalte lediglich dargestellt werden mussten, kommt heute der Interaktion im Internet eine bedeutende Rolle zu: Die Einbindung von Kommentarfunktionen, Verknüpfungen zu sozialen Medien und multimediale Darstellungen können mithilfe von HTML5 ganz ohne Plugins eingebunden werden. Während früher Flash zum Einsatz kam, um multimediale Inhalte darzustellen, können diese nun einfach mit Codes in HTML5 integriert werden. Auch interaktive Elemente, wie ausklappbare Bereiche und dergleichen sind unter HTML5 einfach möglich. Durch die vielen neuen Funktionen sind mit HTLM5 leistungsstarke Spiele für Desktop und Mobilgerät entstanden.

Reibungsloses mobiles Spielen

Eins der Hauptprobleme, das die Entwicklung von HTML5 anfeuerte, war die Inkompatibilität von Flash mit Mobilgeräten. Während Flash auf Androidgeräten eine schlechte Leistung brachte und stets mit Problemen und Bugs behaftet war, weigerte sich Apple, Flash auf iOS-Geräten verfügbar zu machen. Die Gründe lagen auf der Hand: Flash sei PC-orientiert, verbrauche zu viele Ressourcen und sei zu unsicher. Um mit Flash auf dem Mobilgerät spielen zu können, mussten zusätzliche Browser-Apps installiert werden – der Einstieg in das Spiel wurde dadurch deutlich erschwert. Zudem war der hohe Ressourcenverbrauch durch Flash ausschlaggebend für die Entwicklung von HTML5. Spiele laufen auf Flash nicht nur deutlich langsamer, der Akku des Geräts entleert sich darüber hinaus sehr schnell. Nicht zuletzt erfordert Flash scheinbar bei jedem Start ein neues Update, um Sicherheitslücken zu flicken. All das machte das Spielen auf dem mobilen Endgerät mit Flash zu einem langwierigen Prozess. Mithilfe von HTML5 konnten diese Problematiken beiseitegeschafft und schnelleres und reibungsloses Spielen auf dem Mobilgerät ermöglicht werden. Da HTML5 sowohl auf dem Computer als auch auf allen Mobilgeräten läuft, konnten zudem jegliche Barrieren zwischen den beiden Medien gebrochen und der Weg zum plattformübergreifenden Spielen gelegt werden.

Die Welt der Spiele befindet sich in einem stetigen Wandel. Neue Technologien und Entwicklungen beeindrucken immer wieder mit Neuerungen, die das Spielerlebnis auf ein noch besseres Level heben. Lange her sind grafisch schlechte, langsame und stockende Spiele, die auf dem PC nur mit dem Flashplayer und auf dem Mobilgerät meist gar nicht gespielt werden konnten. Mithilfe des revolutionären HTML5 wurde die Entwicklung von flüssigen, schnellen und problemlosen Spielen unter einem Dach zusammengefasst. Durch die vielen Vorteile von HTML5 wurde das Gaming auf dem PC und Mobilgerät förmlich revolutioniert.

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The Low Road – Detektivische Tiefstapelei? http://www.next-gamer.de/the-low-road-detektivische-tiefstapelei/ http://www.next-gamer.de/the-low-road-detektivische-tiefstapelei/#comments Thu, 01 Nov 2018 12:40:49 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=117891 Mit The Low Road haben wir erneut ein kleines Adventure für euch getestet. Die XGen Studios aus Kanada haben sich an ein Spiel gesetzt, welches auf den ersten Blick die realistische Herangehensweise einer Privatdetektei aufgreifen soll. Telefonate führen um an Informationen zu gelangen klingt auf den ersten Blick vielleicht nicht so spannend. Warum das Spiel […]

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Mit The Low Road haben wir erneut ein kleines Adventure für euch getestet. Die XGen Studios aus Kanada haben sich an ein Spiel gesetzt, welches auf den ersten Blick die realistische Herangehensweise einer Privatdetektei aufgreifen soll. Telefonate führen um an Informationen zu gelangen klingt auf den ersten Blick vielleicht nicht so spannend. Warum das Spiel trotzdem einige Stärken hat, die mit üblichen Konventionen brechen, könnt ihr im Folgenden nachlesen.

Büroalltag war auch in den 70ern keine wilde Sause.
Büroalltag war auch in den 70ern keine wilde Sause.

Die wilden Siebziger

Noomi Kovacs ist eine aufstrebende Agentin, die gerne draußen Nachforschungen anstellen und Fälle lösen würde. Allerdings ist ihre Abteilung hauptsächlich darauf ausgelegt, alles aus dem Büro heraus am Telefon zu erledigen. Eine äußerst unzufrieden stimmende Situation. Schließlich schleicht sich gerade ein riesiger Fall an, bei dem augenscheinlich innovative Entwicklungen in der Autoindustrie verschleiert werden. Ein wichtiger Kopf der Forschung in diesem Bereich ist sogar verschwunden. In einem knallbunten 70er-Jahre-Setting klickt ihr euch also durch eure Büros, sammelt Hinweise und kommt so auf einen Plan, wie ihr doch am Ort des Geschehens ermitteln dürft.

Die Geschichte wirkt dabei die gesamte Zeit sehr minimalistisch. Es geht nicht darum, die Welt zu retten oder ein riesiges Verbrechersyndikat auffliegen zu lassen. Alles bewegt sich vielmehr in diesem Kosmos von Industrie und Innovation. Natürlich kommt auch The Low Road nicht ohne eine Verschwörung aus. Trotzdem wirken alle Ereignisse sehr kleinschrittig und bescheiden im Vergleich zu abgedrehten oder ausufernden Geschichten manch anderer Adventuretitel.

Wieso auch nicht eine riesige Seekuh anbeten?
Wieso auch nicht eine riesige Seekuh anbeten?

Callcenter-Freuden

Der Fokus in The Low Road scheint dabei vor allem auf den Dialogen und dem Artdesign der Welt zu liegen. Während letzteres durch die kräftigen Farben sowie die aus einem Bilderbuch entsprungenen Charaktere mit ihren hölzernen Bewegungen einen ganz eigenen Charme entwickeln, lohnt es sich vor allem, ihren Aussagen zu lauschen. Jeder Dialog hat seine goldenen Momente, ohne dabei aber den Fokus der Geschichte aus den Augen zu verlieren. Wenn sich Noomi mit ihrem Chef streitet, dann ist das nicht nur höchst unterhaltsam, sondern zeichnet auch den weiteren Verlauf der Geschichte sehr deutlich.

Diese toll geschriebenen Dialoge bieten dann auch die Grundlage für die besten Rätsel des Spiels. Einige Male landet ihr in einer Situation, in welcher ihr zum Beispiel ein Telefonat führt und währenddessen Informationen in einer Akte durchwühlt. Anhand dieser Informationen müsst ihr die richtigen Sätze herausfinden, um die gewünschten Antworten zu erhalten. Verbockt ihr dies, kann es sogar zu einem der diversen schlechten Enden kommen. Das Spiel zeigt dann die zukünftige Biografie der Charaktere, bevor es zurückspult und ihr eine neue Chance bekommt.

Telefonrätsel sind das Highlight des Spiels.
Telefonrätsel sind das Highlight des Spiels.

The Low Road oder The Low Challenge?

Andere Rätsel in The Low Road sind allerdings deutlich einfacher und wenig spektakulär zu lösen. Pro Kapitel stoßt ihr auf eine Hand voll Knobeleien, die durch eine geringe Auswahl an Items und Interaktionsmöglichkeiten sehr schnell zu lösen sind. Ich habe bei meinem ersten Durchlauf kein einziges Mal Hilfe benötigt oder länger an einem Rätsel gesessen. Die meiste Zeit lief alles wie am Schnürchen, wenn nicht gerade die Telefonate als einzige Herausforderung im Weg standen. So kommt es auch zu einer recht kurzen Spielzeit, die es euch ermöglicht, das Spiel locker in ein paar Stunden inklusive aller Achievements durchzuspielen.

Damit wird auch gleich das größte Problem deutlich. The Low Road ist kurzweilig, aber weder herausfordernd noch erinnerungsträchtig. Ja, das behandelte Thema und Setting weicht ab von den epischen Geschichten anderer Genrevertreter. Stil und Schreibe sind äußerst sympathisch. Aber mit keinem der Charaktere setzt ihr euch so intensiv auseinander, dass es im Gedächtnis bleibt. Mehr Herausforderungen, die euch dazu zwingen, mehr mit den Figuren zu interagieren, wären hierbei hilfreich gewesen. So aber weiß ich zwar einige markante Eigenschaften der Charaktere, konnte mich aber kurz nach dem Beenden an keinen einzigen Namen mehr erinnern.

Die Herausforderungen in The Low Road machen Spaß, sind aber viel zu einfach.
Die Herausforderungen in The Low Road machen Spaß, sind aber viel zu einfach.

Fazit

Konnten euch bisherige Adventure-Spiele nicht überzeugen, so ist eine kurzweilige Runde mit The Low Road vielleicht genau das, was ihr benötigt. Dabei solltet ihr allerdings auf dem PC bleiben, da wie so oft die Steuerung eines Adventures auf der Switch eher klobig als förderlich wirkt. So simpel die Rätsel auch sein mögen, sie sind nichtsdestotrotz kreativ und unterhaltsam. Ein angenehmer Abend ist mit diesem Spiel also sicherlich drin. Erfahrenere Knobelhasen sollten sich allerdings überlegen, ob das Spiel sie nicht vielleicht unterfordert. Ich selbst hatte zwar eine gute Zeit, aber nur wenig, was danach haften blieb. Dementsprechend sollte gut überlegt sein, ob man den Preis für dieses Spiel bezahlen will.

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http://www.next-gamer.de/the-low-road-detektivische-tiefstapelei/feed/ 2 tlr6 Büroalltag war auch in den 70ern keine wilde Sause. TLR_Screen_Shelving_Opt Wieso auch nicht eine riesige Seekuh anbeten? DikPixbVAAAJ1Yz Telefonrätsel sind das Highlight des Spiels. ss_74a0454e460a0d5126987d985a6dc0cce1347ee2.1920×1080 Die Herausforderungen in The Low Road machen Spaß, sind aber viel zu einfach.
Stay – Auf der PS4 an den Bildschirm gefesselt http://www.next-gamer.de/stay-auf-der-ps4-an-den-bildschirm-gefesselt/ http://www.next-gamer.de/stay-auf-der-ps4-an-den-bildschirm-gefesselt/#respond Wed, 31 Oct 2018 11:54:43 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=117882 In der aktuellen Flut von riesigen Spieleproduktionen, die euch in gigantische Welten schmeißen, tut ein kleines Indiespiel zum Luft holen durchaus gut. Mit Stay haben wir uns genau das zu Herzen genommen. Appnormals Team und PQube haben diesen kleinen Titel auf die PS4 geworfen, der euch hautnah eine Entführung miterleben lässt. Inwiefern euch das zum […]

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In der aktuellen Flut von riesigen Spieleproduktionen, die euch in gigantische Welten schmeißen, tut ein kleines Indiespiel zum Luft holen durchaus gut. Mit Stay haben wir uns genau das zu Herzen genommen. Appnormals Team und PQube haben diesen kleinen Titel auf die PS4 geworfen, der euch hautnah eine Entführung miterleben lässt. Inwiefern euch das zum Luft holen einlädt, schauen wir uns in den folgenden Zeilen an.

Psychologe Quinn wird entführt und weggesperrt.
Psychologe Quinn wird entführt und weggesperrt.

Das Fenster zur Welt

Der Psychologe Quinn liegt unbehelligt im Bett. Mitten in der Nacht wird er allerdings aus dem Schlaf gerissen und weggezerrt. Erst einige Zeit später wacht er in einem dunklen Raum auf. Um ihn herum sieht er nichts, außer dem kalten, flackernden Licht eines Computers. Auf diesem Gerät findet der arme Kerl ein geöffnetes Chatprogramm. Er tippt die ersten Zeilen und steht plötzlich in Kontakt mit einem fremden Menschen: Euch!

Es bleibt das gesamte Spiel über unklar, wieso ausgerechnet ihr mit diesem Rechner verbunden seid. Ihr seid euch sogar unsicher, ob ihr selbst Quinn entführt haben könntet. Doch nun geht es in erster Linie darum, dieser armen Seele irgendwie zu helfen.  Schließlich wirkt er sehr verzweifelt und steht vor einigen Hindernissen, bei denen euer Ratschlag sicher hilfreich wäre. Euch bleibt also kaum eine Wahl, als am Bildschirm zu bleiben und euch mit Quinn zu unterhalten.

Die meiste Zeit des Spiels verbringt ihr im Chatbildschirm.
Die meiste Zeit des Spiels verbringt ihr im Chatbildschirm.

Stay with me…

Die große Besonderheit im Dialog mit Quinn ist, dass alles in Echtzeit abläuft. Die gesamte Zeit läuft ein Timer mit, so dass ihr nicht wirklich verschwinden könnt, um nebenbei noch etwas zu erledigen. Die Uhr tickt unerbittlich weiter und ab einem gewissen Zeitpunkt war es das für Quinn. Die Füchse unter euch mögen nun vielleicht denken, dass sie dann ja einfach das Spiel beenden können. Dann beginnt aber ein anderer Timer, der eure Abwesenheit misst. Kommt ihr dann nach drei Stunden wieder, wird Quinn euch panisch fragen, wo ihr gewesen seid und eure Beziehung hat einen spürbaren Knacks bekommen. Seid ihr zu lange weg, wählt er sogar den Weg des Suizids.

Stay nimmt seinen Titel also sehr wörtlich und legt die Beziehung zwischen euch und Quinn klar in den Fokus. Ihr seid zuständig für Quinns Laune und seine Bindung zu euch. Dementsprechend hat jede eure Antworten zum einen direkten Einfluss auf seine Stimmung. Zum anderen kommt in jedem der über 20 Kapitel des Spiels eine Entscheidung, die den Fortlauf beeinflusst. Quinn entdeckt so entweder andere Räume oder stirbt durch euren Ratschlag, woraufhin ihr wieder an den Anfang des Kapitels gesetzt werdet.

Ihr seid verantwortlich für Quinns Stimmung und Beziehung zu euch.
Ihr seid verantwortlich für Quinns Stimmung und Beziehung zu euch.

Bereitetes Kopfzerbrechen

Eure spielerischen Möglichkeiten sind in Stay stark limitiert. Die meiste Zeit lest ihr Quinns Nachrichten, die immerhin sehr authentisch geschrieben sind. Quinn wirkt wie ein glaubhafter Charakter mit Macken und Problemen, seine Ängste sind nachvollziehbar und selbst ein paar Schreibfehler schleichen sich immer wieder ein. Manchmal seid ihr dann auch dazu gezwungen, einfach zuzuschauen, wie euer neuer Freund seine Umgebung erkundet, resigniert auf dem Boden sitzt oder neue Sachen findet.

Immer wieder stößt er dann auf ein Rätsel, welches ihr für ihn lösen müsst. Die Hinweise dazu sind meist sehr rudimentär und müssen im Rätsel selber erschlossen werden. Das wiederrum macht die Kopfnüsse im späteren Spielverlauf von Stay zu äußerst harten Herausforderungen. Ohne jegliche Hilfe oder Hinweise aus dem Netz können hier lange Zeiträume verstreichen, die euch um den Verstand bringen. Das Spiel beenden wollt ihr an dieser Stelle nicht, um Quinn nicht alleine zu lassen, aber zu viel Zeit wollt ihr euch natürlich auch nicht lassen.

Immer wieder fordern euch schwierige Rätsel heraus.
Immer wieder fordern euch schwierige Rätsel heraus.

Wer kann gut mit Menschen?

Abgesehen vom Schwierigkeitsgrad der Rätsel und dem aufkommenden Zeitdruck kommt auch im restlichen Spiel ein großes Unbehagen, bloß keinen Fehler zu machen. Nicht nur, weil euch Quinn langsam ans Herz wächst und ihr das Beste für ihn wollt. Vor allem wollt ihr nicht durch sein Ableben an den Anfang eines Kapitels gesetzt werden. Die bereits geführten Dialoge können nämlich nicht übersprungen werden. Ihr müsst also tatenlos zusehen und warten, bis Quinn dieselben Sätze wie zuvor erneut an euch gerichtet hat. Ein Skip-Button wäre hier sehr nett gewesen, auch wenn das natürlich gegen das Konzept der Echtzeit spricht.

Immerhin könnt ihr so neue Antworten ausprobieren, um eure Beziehung zu Quinn besser zu schalten als noch zuvor. Es wirkt nämlich manchmal etwas willkürlich, wie er auf eure Antworten reagiert. Stay lässt euch zwar durchgehend in Quinns Gemütszustand blicken, wie dieser sich allerdings verändert, bleibt undurchsichtig. Das lässt sich allerdings auch im Rahmen der Spielerfahrung verkraften, schließlich könnt ihr auch bei einem echten Menschen nicht zu hundert Prozent abschätzen, welche Reaktionen ihr hervorrufen werdet.

Eure Entscheidungen werden mit anderen verglichen. Die Kommntare dazu wirken leider unpassend.
Eure Entscheidungen werden mit anderen verglichen. Die Kommntare dazu wirken leider unpassend.

Fazit

Schwierige Rätsel, langatmige Wiederholungen der Dialoge nach unmöglich zu erahnenden Fehlern… Stay hat durchaus seine Macken, die euch frustrieren können. Doch trotzdem ist es eine empfehlenswerte Erfahrung. Das Spielkonzept ist herrlich frisch und erinnert an eine Zeit, in der es nur einen Saw-Film gab, der auch noch gut war. Quinn ist ein großartiger Charakter. Es ist erstaunlich, wie schlecht euer Gewissen sein kann, weil ihr ins Bett gegangen seid, einfach nur, weil Quinn dann Stunden alleine in seinem Verlies verbracht hat. Von den insgesamt sieben Enden wollt ihr sicherlich nicht jedes sehen, da ihr immer wieder ähnliche sechs bis sieben Stunden durchleben müsstet. Aber ein einziger Spieldurchlauf ist eine wirklich einzigartige Spielerfahrung.

Stay macht nämlich etwas mit euch. Ihr seid nicht nur spielende Person, sondern seid unmittelbar in das Spiel eingebunden und damit in einem ganz anderen Maße verantwortlich für das Geschehen, als andere Games dies ermöglichen. Lasst euch also von den kleinen Macken, dem Pixellook oder dem steril aussehenden Interface nicht abschrecken und taucht ein in eine unfassbar immersive Spielerfahrung, die euch durch gutes Writing und stimmungsvolle Musik einen spannenden Thriller erleben lässt.

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http://www.next-gamer.de/stay-auf-der-ps4-an-den-bildschirm-gefesselt/feed/ 0 Stay-game-review-2 Psychologe Quinn wird entführt und weggesperrt. stay-TEST Die meiste Zeit des Spiels verbringt ihr im Chatbildschirm. 2-1 Ihr seid verantwortlich für Quinns Stimmung und Beziehung zu euch. Stay-game-review Immer wieder fordern euch schwierige Rätsel heraus. 3-1 Eure Entscheidungen werden mit anderen verglichen. Die Kommntare dazu wirken leider unpassend.
Red Dead Redemption 2 – Durchschnittswertung von 97 Prozent http://www.next-gamer.de/red-dead-redemption-2-angespielt/ http://www.next-gamer.de/red-dead-redemption-2-angespielt/#respond Thu, 25 Oct 2018 12:09:30 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=117874 Fans haben Jahre lang darauf gewartet und morgen ist es endlich soweit – Rockstars Red Dead Redemption 2 erscheint endlich für PS4 und Xbox One. Einige Kollegen konnten den Titel bereits exklusiv vor Veröffentlichung anspielen und testen, darunter auch Medien abseits der klassischen Gaming-Gattung wie beispielsweise das PACESETTER-Magazin oder DIE ZEIT. Bisher ist sich die Fachpresse einig: Rockstar hat […]

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Fans haben Jahre lang darauf gewartet und morgen ist es endlich soweit – Rockstars Red Dead Redemption 2 erscheint endlich für PS4 und Xbox One. Einige Kollegen konnten den Titel bereits exklusiv vor Veröffentlichung anspielen und testen, darunter auch Medien abseits der klassischen Gaming-Gattung wie beispielsweise das PACESETTER-Magazin oder DIE ZEIT.

Bisher ist sich die Fachpresse einig: Rockstar hat mal wieder einen Geniestreich hingelegt. Dies belegt die durchschnittliche Metactritic-Wertung von 97%! Wir wünschen also allen Gamern viel Spaß mit diese Open-World-Meisterwerk!

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Marvel’s Spider-Man im Test http://www.next-gamer.de/marvels-spider-man-im-test/ http://www.next-gamer.de/marvels-spider-man-im-test/#respond Sun, 30 Sep 2018 17:30:42 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=117856 Spider-Man ist so ziemlich jedem ein Begriff. Selbst die Leute, die keine Superhelden-Filme, geschweige denn Comics kennen, kennen den netzschwingenden jungen Nerd, der durch einen Spinnenbiss zur „freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft“ wird. Ob die Filme mit Tobey Maguire, die Sony-Neuinterpretation mit Andrew Garfield, oder das meiner Meinung nach grandiose und überfällige „Homecoming“ mit Tom Holland […]

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Spider-Man ist so ziemlich jedem ein Begriff. Selbst die Leute, die keine Superhelden-Filme, geschweige denn Comics kennen, kennen den netzschwingenden jungen Nerd, der durch einen Spinnenbiss zur „freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft“ wird. Ob die Filme mit Tobey Maguire, die Sony-Neuinterpretation mit Andrew Garfield, oder das meiner Meinung nach grandiose und überfällige „Homecoming“ mit Tom Holland in den Marvel Studios: mindestens einen Film hat vermutlich jeder schon einmal gesehen. Denn die Figur des Spider-Man ist absoluter Kult im Comic- und Film-Universum von Marvel. Bis dato wurden primär die High-School und die Studentenjahre von Spider-Man Alias Peter Parker erzählt. In der Marvel-eigenen Neuauflage steht Peter Parker sogar noch am Beginn seiner High School Zeit. Im Gaming-Universum gab es bisher mindestens genau so viele Interpretationen wie es Filme gab. Meistens basierten diese auf den neuesten Filmen. Zuletzt waren Spideys Ausflüge auf die Konsolen und PCs dieser Welt eher selten geworden. Lediglich in den Lego Avengers Spielen, konnte er sich noch hin und wieder durch die Häuserschluchten schwingen. Doch Insomniac widmet sich nun Spider-Man Universum und das mit einem Paukenschlag, bei dem sich Spider-Mans Spinnensinne nicht mehr einkriegen würden. 

In Marvel’s Spider-Man spielen wir einen erwachsenen Peter Parker. 8 Jahre sind in dieser Realtität bereits seit dem Spinnenbis vergangen und etliche Schurken wie Electro, Scorpion oder Rhino sind schon von Beginn an im Gefängnis. Wie gewohnt im Spider-Man Universum wird er für sein Treiben geliebt und gehasst. Geliebt von etlichen Fans auf den Straßen, von denen auch einer ganz besonders in die Story mit eingebunden wird, gehasst vorallem vom ehemaligen Daily Bugle Herausgeber Jameson, der zum Zeitpunkt von Marvel’s Spider-Man nicht mehr beim Daily Bugle arbeitet, sondern seine eigene Radio Show namens Just the Facts hat. Dabei geht es aber nicht um Fakten, sondern primär um Spider-Man und die Gefahr für die Gesellschaft. Das ganze erinnert etwas an „Weazel News“ aus GTA 5, wo nach jeder Story-Mission das geschehene im Radio verarbeitet wurde. Ähnlich verhält es sich mit Jameson, der nach jeder Aktion von Spider-Man aufs neue auf die Gefahr hinweist und die Situationen aus den aktuellen Missionen einfließen lässt.

Bekannte Gesichter

Natürlich tauchen auch alle anderen Gestalten aus den Spider-Man Geschichten, wie Tante May, Mary Jane, Harry Osborn, Doctor Octavius. Zentraler Bösewicht ist Martin Li, alias Mr. Negative, der in den Comics sein Dasein eher hinter bekannteren Bösewichten pflegt. In sich ist der Charakter aber sehr gut inszeniert und passt hervorragend in die Inszenierung von Marvel’s Spider-Man. Generell ist die Geschichte, dadurch das Peter Parker schon erwachsener ist, bereits seine Erfahrungen mit den Bösewichten hat und einigermaßen stabil durchs Leben kommt, schon etwas interessanter. Insgesamt sind alle Charaktere stimmig und wirklich cool inszeniert. Noch dazu sind die Story-Verläufe, wie die Trennung von Mary Jane und Peter Parker deutlich nachvollziehbar und ergeben Sinn. Stellenweise fiebert man sogar bei der kleinen Love-Story zwischen den beiden mit.

 Gut geklaut…

spider man 1

Endlich gibt es wieder ein grandioses Superhelden-Spiel in der Tradition der Arkham-Spiele. Man mag Insomniac hier Ideenklau vorwerfen, wenn man die Spiele ganz oberflächlich betrachtet. Denn auch in Marvel’s Spider-Man spielen sich die Kampf-Sequenzen in einem Free-Flow Beat ‚em Up System, welches nahezu endlose Kombos zulässt, wenn wir den richtigen Abstand zwischen normalen und verkettenden wählen. Die Kombos sind wichtiger Teil des Systems, denn jeder Treffer den wir landen, ohne selbst verletzt zu werden oder zu viel Zeit zu verlieren, geht auf den Kombo-Zähler und schaltet einen Finisher frei, der die Gegner sofort eliminiert. Außerdem lädt der Kombo-Zähler unsere Lebensleiste wieder auf, wenn wir es benötigen. Das System funktioniert wirklich sehr gut und ähnlich locker und zusammenhängend wie in Batman Arkham von Rocksteady. Aber ehrlich gesagt kann ich mir auch kein anderes Kampfsystem in einem Superhelden-Spiel vorstellen. Gerade dieses System macht unglaubliche Laune und man fühlt sich wie ein echter Superheld. Dafür ist Spider-Man im Vergleich zu Batman nicht so stabil gebaut, er steckt deutlich weniger ein, hat dafür mehrere Varianten des Ausweichens und Blockens zur Verfügung. Außerdem stehen ihm, fast wie Batman, diverse Spezialanzüge und Gadgets bereit. Die Spezialanzüge werden nach und nach entweder durch das Erfüllen von Story Mission, oder durch die Neben-Aktivitäten freigeschaltet. Die Gadgets erhaltet ihr nach und nach in Missionen. Wie so oft werden diese eingeführt, wenn es sich gerade ergibt und mit einem kurzen Tutorial erklärt.

spiderman 3Schleichen und Prügeln mit der Spinne

Dabei legt ihr selbst euren Spielstil fest. Spidey kann wahlweise als Kämpfernatur alle Gegner schlagen oder aber auch als heimtückische Spinne den Gegnern auflauern, sie nach und nach einzeln aus dem Verkehr ziehen und am Ende ohne große Gegenwehr das Ziel erreichen. Das ganze lässt sich auch äußerst gut kombinieren. Dabei hilft euch ein klassisches Skillsystem, welches euch in drei verschiedenen Talentbäumen verschiedene Kombinationsmöglichkeiten lässt. Es empfiehlt sich hier, vorallem Punkte in die Robustheit und die Kampffähigkeiten von Spidey zu stecken, denn die Schleich-Fähigkeiten sind an sich schon sehr stark und können einem nicht in jeder Situation weiterhelfen. Einzig und allein die Abwechslung fehlt etwas. Es kommen zwar immer wieder neue Gegnertypen hinzu, alles in allem sind diese aber bereits nach dem ersten Gefecht schon sehr einfach zu überlisten. Die Bosskämpfe sind da noch deutlich weniger abwechslungsreich. denn die laufen immer nach dem selben Prinzip ab. Gegner bewirft euch, ihr werft zurück, versetzt ihm ein paar Schläge und das Ganze immer und immer wieder von vorne, bis der Kampf geschafft ist. Bei einzelnen Gegnern müsst ihr dabei noch anderen Dingen ausweichen. Letztendlich geht das alles aber immer nach dem selben Prinzip.

spider man 2Das eigentlich Highlight des Spiels ist aber die Fortbewegung. Noch nie hat die normale Fortbewegung so viel Spaß gemacht wie in Marvel’s Spider-Man. Das Schwingen von Hausdach zu Hausdach oder zwischen den Häuserschluchten hindurch war noch nie so gut inszeniert wie in diesem Spiel. Selbst die meisten Filme schauen eher neidisch auf die Optik dieser Schwungeinlagen. Haltet ihr einfach die Schultertaste gedrückt, schwingt ihr euch automatische durch die Stadt, landet auf Dächern und sprintet Wände hoch. Versucht ihr euch dagegen daran, das richtige Timing zu finden und mit einem gewissen Abstand mehrmals auf die Taste zu drücken, kommt Spidey deutlich schneller voran. Man vergisst schon voll und ganz, dass das Spiel auch ein eigentlich gut funktionierendes Schnellreise-System hat, wenn man mit so viel Spaß hat, sich einfach normal fortzubewegen. Auch wenn der Pracour aus Assassin’s Creed schon sehr gut funktioniert, mit Spider-Man hat man auf den Dächern und den Straßen New Yorks so viel Spaß wie in keinem anderen Spiel!

Mit den Story-Missionen hat man eine Menge Spaß, solange man in der Haut von Spider-Man steckt. Denn oftmals spielt ihr auch Sequenzen als Mary Jane oder Peter Parker, in denen ihr dann andere Aufgaben habt. Diese alternativen Szenen kommen durchschnittlich alle 2-3 Story Missionen vor und lockern in der Theorie das Speil auf. Das würden sie zumindest tun, wenn sie nicht recht einfallslos wären. Denn anstatt dass ihr wirklich interessante Dinge unternehmt, spielt ihr mit Peter beispielsweise nur einfach Logikrätsel, die sich oftmals wiederholen. Hier hätte man mit etwas mehr Hintergrund grandiose Alternativen schaffen können. Auch die Nebenmissionen sind zwar anfänglich witzig und machen Lust auf mehr. Im Endeffekt sind es dann aber immer die gleichen Renn- oder Sammel-Aufgaben. Auch wenn es schon Spaß macht und ihr so jeden Winkel der Stadt seht. Die Story-Missionen machen aber ansonsten sehr viel Spaß. Mal zerschlagt ihr ganze Verbrechernetzwerke, mal kommt es aber inmitten der Stadt auch zu einem Bombenanschlag, der Peter für kurze Zeit aus der Bahn wirft. Auch in Punkten der optischen und musikalischen Inszenierung hat Insomniac hier wirklich einen Geniestreich geleistet. Alle Gesichter sind perfekt animiert und lassen auch ohne Dialog erkennen, was sie denken. Auch die Hintergrundmusik fügt sich perfekt in das Geschehen ein und man fühlt sich wie in einem Spider-Man Film.

Fazit

Insomniac ist am Ende des Tages mit Marvel’s Spider-Man das beste Spider-Man aller Zeiten gelungen. Kein anderes Spiel kann in Sachen Gameplay, Storytelling und Inszenierung so überzeugen wie diese Umsetzung. Klar, man mag Insomniac hier beizeiten vorwerfen, Gameplay-Aspekte bei Arkham abgeschaut zu haben. Mir persönlich gefällt es aber besser, man setzt kreativ und gut eine bereits existierende Idee um, als eine neue schlechte Idee zu verfolgen, die dann nicht schön umgesetzt werden kann. Einziger Wermutstropfen sind die stellenweise fehlende Abwechslung im Spiel. Nebenmissionen und Aktivitäten sind nach dem zweiten oder dritten Mal nicht mehr spannend, Bosskämpfe und generell alle Kampfeinlagen sind ebenfalls recht schnell ausgelutscht. Zwar bringen die Skillbäume, Gadgets und verschiedenen Herangehensweise doch Abwechslung ins Spiel, sie hält sich jedoch in Grenzen. Hier hätte man noch ein wenig ausbessern können, allerdings ist auch das Meckern auf allerhöchstem Niveau. Mit Marvel’s Spider-Man ist der perfekte Einstieg in den Gamer-Herbst gelungen. Ein weiterer Teil, vielleicht mit Story-Bezug auf die neuen Marvel Spider-Man Filme würden mich hier extrem begeistern! Im Preisvergleich ist das Spil aktuell ab 54,95 € zu haben. Ich kann es kaum erwarten, weitere Spiele dieser Art über andere Superhelden zu sehen. Vielleicht bastelt auf den großen Erfolg von Marvel’s Spider-Man jemand nun auch endlich mal an einem Avengers Game. Also einem Spiel, in dem wir alle Avengers gleichzeitig spielen können.

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Megaquarium: Wer schläft bei den Fischen? http://www.next-gamer.de/megaquarium-wer-schlaeft-bei-den-fischen/ http://www.next-gamer.de/megaquarium-wer-schlaeft-bei-den-fischen/#respond Sun, 30 Sep 2018 11:00:41 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=117848 Wer schon mal einen Aquazoo besucht hat, wird sich in Megaquarium nicht ganz fremd fühlen. Nachdem ihr vor kurzem auf PC, Xbox und PS 4 einen Jurassic Park bauen konntet und früher bereits in Zoo Tycoon diverse Tiere in Käfige gepackt habt, stehen euch nun die feuchten Meeresbewohner zur Verfügung. Twice Circled hat den Titel […]

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Wer schon mal einen Aquazoo besucht hat, wird sich in Megaquarium nicht ganz fremd fühlen. Nachdem ihr vor kurzem auf PC, Xbox und PS 4 einen Jurassic Park bauen konntet und früher bereits in Zoo Tycoon diverse Tiere in Käfige gepackt habt, stehen euch nun die feuchten Meeresbewohner zur Verfügung. Twice Circled hat den Titel Anfang September veröffentlicht und wir haben uns direkt an den PC geschmissen. Wer will schließlich nicht wissen, ob er oder sie in der Lage wäre, ein riesiges Aquarium zu managen?

Fische über Fische in eurem Megaquarium.
Fische über Fische in eurem Megaquarium.

Einfach schwimmen, schwimmen, schwimmen

Aquarien voller bunter Fische, Personal, Verpflegung und Sitzmöglichkeiten für Besuchende. Das alles sollte man einplanen, wenn man ein Aquarium aufbauen will. Je besser ihr das hinbekommt, desto höher steigt euer Ruf. Je besser der Ruf, desto mehr Menschen kommen logischerweise. Und je mehr Menschen kommen, desto mehr Geld und Punkte bekommt ihr, um weitere Forschungen für neue Objekte anzutreiben. Dabei sind vor allem die Becken und deren Aufbau dafür zuständig, Umwelt- und Forschungspunkte zu ergattern. Mit denen bezahlt ihr die Forschungen, die Rufpunkte der Besucher erweitern nur die Vielfalt der zu erforschenden Gegenstände und Tiere. So gestaltet sich der Ablauf in Megaquarium. Dabei gibt es allerdings einiges, worauf immer die gesamte Zeit achten müsst.

Es reicht nämlich nicht aus, einfach nur zu bauen und Fische zu kaufen. Baut ihr diverse Aquarien, müssen diese natürlich groß genug für eure Fische sein. Heizung und Filter sorgen für die nötige Temperatur und Sauberkeit des Wassers. Je mehr Fische ihr in ein Becken packt, desto höher sind da natürlich auch die Anforderungen. Eure Gäste wollen allerdings nichts davon sehen, so dass ihr all die Mechanik am besten hinter Wänden und Personaltüren versteckt. Bei den Fischen achtet ihr dann darauf, ob sie im Schwarm leben wollen, mit welchen Fischen sie sich nicht vertragen und ob sie Pflanzen, Steine oder Verstecke benötigen. Damit macht ihr dann glücklicherweise auch noch das Aquarium an sich sehenswerter.

Eure Technik versteckt ihr am besten vor neugierigen Besucher*innen.
Eure Technik versteckt ihr am besten vor neugierigen Besucher*innen.

Helfende Hände

Herausfordernd wird es allerdings, den ganzen Ablauf in Betrieb zu halten. Dementsprechend müsst ihr euch Personal zulegen. Kauft ihr Futterboxen für die unterschiedlichen Fische, eine Besenkammer und Werkzeugkästen, so patrouillieren eure Bediensteten den Laden nach allerlei Macken. Sie füttern eure kleinen Flossenfreunde, wischen den Müll der Besuchenden weg und reparieren kaputte Pumpen und Heizungen, bevor eure Fische erfrieren oder munter vor sich hinköcheln. Achtet dabei allerdings darauf, dass alle Gerätschaften und Becken auch zu erreichen sind. So könnt ihr eure abgeschiedenen Räume nicht komplett zubauen. Manchmal sind auch Treppen notwendig, um überhaupt an den Innenraum der Becken zu gelangen.

Läuft das alles astrein, könnt ihr euren Fokus darauf legen, das Publikum zu befriedigen. Die wollen natürlich Souvenirs, Verpflegung und Sitzgelegenheiten. Je besser ihre Bedürfnisse befriedigt sind und je schöner eure Becken aussehen, desto mehr Rufpunkte verteilen sie dann auch. Rufpunkte bleiben nicht dauerhaft. Daher muss euer Aquarium also so aufgebaut sein, dass euren Besuchenden ständig etwas geboten wird. Oftmals ist nämlich ein bestimmter Rufwert notwendig, um eine Mission der Kampagne zu meistern. Neben den üblichen Anforderungen, bestimmte Objekte zu platzieren oder Fische zu kaufen, ist das meist euer endgültiges Ziel.

Vergesst nie, geüngend Personal einzustellen.
Vergesst nie, geüngend Personal einzustellen.

Zenmodus „Fische gucken“

Der ganze Prozess des Aufbaus, sowohl in der Kampagne als auch im Sandbox-Modus, ist wunderbar entspannend. Jazzige Musik und zugängliche Bedienung über eure Maus zusammen mit den Blautönen der Aquarien tun dem Spielenden sehr gut. So vergehen in Windeseile mehrere Stunden, in denen ihr euer Megaquarium optimiert. Immer wieder überprüft ihr die Werte der Fischunterkünfte. Immer wieder schaut ihr, wo eventuell ein neuer Fisch platziert werden kann. Sind eure Gäste glücklich? Wo kann noch etwas dekoriert werden? Je mehr Möglichkeiten euch zur Verfügung stehen, desto intensiver beschäftigt ihr euch damit, das anfangs kleine Aquarium zu erweitern und immer ansprechender zu gestalten.

Es dauert erst einige Stunden, bis auffällt, dass hier lange nicht alles perfekt abläuft. Megaquarium macht zweifelsohne riesigen Spaß, wenn man gerne solche Tycoon-Spiele zockt. Dementsprechend schnell verliert man sich auch in den beruhigenden Abläufen. An einigen Ecken fehlt aber etwas Feinschliff, um es wirklich großartig werden zu lassen. Sicher, wir haben hier keinen riesigen Titel mit gigantischem Budget vor uns. Doch neben kleinen Mängeln, die sich damit erklären lassen, funktioniert auch das Gameplay nicht völlig problemlos.

Ihr solltet immer wieder überprüfen, wie die Werte eurer Becken sind.
Ihr solltet immer wieder überprüfen, wie die Werte eurer Becken sind.

Wie mega ist Megaquarium?

Zu Beginn fällt schon die sehr reduzierte Optik auf. Euer Aquarium schwebt in einem blauen Nichts, anstatt es in einer Stadt oder zumindest an einer Straße zu platzieren. Dementsprechend plötzlich tauchen immer wieder Besucher auf, die allesamt an alte Miis erinnern. Etwas mehr Details hätten der optischen Gestaltung sicher nicht geschadet. Wenn das Gameplay funktioniert, ist sowas aber zu verkraften. Nur leider ist das Balancing auch etwas gewöhnungsbedürftig. Ihr habt oftmals zu wenig Möglichkeiten der Ausgestaltung. Immer wieder müsst ihr auf alte Fische zurückgreifen, bevor ihr neue erforschen könnt. Anstatt jedes Becken individuell zu gestalten, habt ihr so plötzlich die gleiche Fischart in jedem Aquarium. Das schmälert etwas die Authentizität des Ganzen. Schließlich freuen sich eure Besuchenden trotzdem darüber, was etwas konstruiert wirkt.

Auch in der Gestaltung eurer Räume seid ihr ähnlich eingeschränkt. Zwar könnt ihr den Grundriss frei gestalten, doch gerade zu Beginn der Kampagne sind eure Dekorationsmöglichkeiten kaum vorhanden. Dementsprechend eintönig wirkt das Aquarium auch. Gerade zu Beginn wäre etwas flotterer Fortschritt angebracht. Vor allem in höheren Schwierigkeitsgraden fällt das auf. Dort benötigt ihr in der Kampagne teilweise so viele Rufpunkte, dass ihr immer wieder denselben Kram baut und eher auf Punkteoptimierung und weniger auf die Ästhetik des Aquariums setzt. Sehr schade, dass das nicht aufeinander abgestimmt ist.

Etwas mehr Auswahl in der Gestaltung des Megaquariums wäre schön.
Etwas mehr Auswahl in der Gestaltung des Megaquariums wäre schön.

Fazit

Trotzdem ist Megaquarium einen Blick wert. Das Spiel von Twice Circled ist herrlich entspannend und wunderbar sympathisch. Auch wenn es dem Titel nicht gelingt, die repetitiven Mechaniken komplett zu kaschieren, bieten sich immer wieder neue Möglichkeiten, die euch weitere Anreize bieten. Der simple Look ermöglicht es dabei auch schwächeren Rechnern, Megaquarium flüssig laufen zu lassen. Da die Bandbreite solcher Titel also nicht besonders groß ist, sollten Freunde des Genres definitiv zugreifen. Für alle anderen ist es zumindest einen intensiven Blick wert.

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http://www.next-gamer.de/megaquarium-wer-schlaeft-bei-den-fischen/feed/ 0 maxresdefault Fische über Fische in eurem Megaquarium. MegaquariumScreencap3 Eure Technik versteckt ihr am besten vor neugierigen Besucher*innen. 4_hire_and_manage_staff Vergesst nie, geüngend Personal einzustellen. ss_bf980eb2f1ba8ac7f97aea7b6e3f35bd20e1595a.1920×1080 Ihr solltet immer wieder überprüfen, wie die Werte eurer Becken sind. 1_meet_your_new_tenants Etwas mehr Auswahl in der Gestaltung des Megaquariums wäre schön.
Super Dungeon Tactics: Runde um Runde in die Langweile http://www.next-gamer.de/super-dungeon-tactics-runde-um-runde-in-die-langweile/ http://www.next-gamer.de/super-dungeon-tactics-runde-um-runde-in-die-langweile/#comments Sat, 29 Sep 2018 11:30:47 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=117842 Ich habe mich wirklich sehr auf Super Dungeon Tactics gefreut. Nach den ersten Screenshots im eShop der Switch hatte ich riesig Bock darauf, mich rundenbasiert durch eine sympathische, aber trotzdem düstere Fantasy-Welt zu knobeln. Diese Freude hielt allerdings nicht besonders lange an. Was genau mich am Titel der Underbite Studios so stört, habe ich in […]

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Ich habe mich wirklich sehr auf Super Dungeon Tactics gefreut. Nach den ersten Screenshots im eShop der Switch hatte ich riesig Bock darauf, mich rundenbasiert durch eine sympathische, aber trotzdem düstere Fantasy-Welt zu knobeln. Diese Freude hielt allerdings nicht besonders lange an. Was genau mich am Titel der Underbite Studios so stört, habe ich in den folgenden Zeilen zusammengefasst.

Bunte Animefigürchen führen euch durch die Geschichte.
Bunte Animefigürchen führen euch durch die Geschichte.

Würfelglück vs. Taktik

Super Dungeon Tactics basiert auf einem Brettspiel namens Super Dungeon Explore. Die Grundregeln des Spiels wurden digitalisiert und orientieren sich sehr stark a der Vorlage. Ihr bewegt eure Charaktere demnach über ein gerastertes Feld, könnt Spezialtechniken einsetzen oder euren Gegnern mit eurer Waffe auf die Mappe hauen. Manchmal ist es auch notwendig, zu einem Gegenstand auf der Karte zu kommen, um mit diesem zu interagieren. So gestalten sich dann die Herausforderungen des Spiels, indem ihr bestimmte Aufgaben lösen müsst, ohne von den Gegnerhorden geplättet zu werden. Deren KI ist allerdings selten wirklich schlau, so dass es weniger an eurem taktischen Vorgehen liegt, wie erfolgreich ihr sein werdet.

Problematisch ist vor allem eine bestimmte Spielmechanik. Vor jedem eurer Züge wird nämlich gewürfelt. Diese Würfel geben euch einen Bonus oder Malus, der eure Stärke oder Reichweite beeinflussen kann. Je nachdem, wie euer Würfelglück dann ausfällt, fegt ihr entweder durch ein Level oder habt fast unlösbare Aufgaben vor euch. Da hilft gezieltes taktieren eurer unterschiedlichen Charakterklassen nur wenig, wenn die ausschlaggebendste Spielmechanik auf purem Glück basiert. Das Potential dafür wäre eigentlich da, schließen sich doch im Laufe des Spiels alle klassischen Charaktere eurer Party an. Krieger, Magier, Diebe, Bogenschützen. Genug Material, um strategisch vorzugehen. Nur wird das Potential kaum genutzt.

Zu jeder Runde verteilt ihr Würfeleffekte auf eure Charaktere.
Zu jeder Runde verteilt ihr Würfeleffekte auf eure Charaktere.

Super Dungeon Tactics, das schwarze Schaf des Genres

Das alles wäre ja zu verzeihen, wenn die erzählte Geschichte Freude bereiten könnte. Ein Fire Emblem macht selbst auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad Freude, weil man der Geschichte folgen will. Super Dungeon Tactics erzählt sich aber mit lieblosen Charakteren, langweiligen Dialogen und einer absolut uninspirierten Inszenierung. Klischeehafte Animefiguren stehen in Bildform regungslos nebeneinander und überhäufen euch mit Dialogen, die ich irgendwann einfach nur noch übersprungen habe. Für manche mögen die Charaktere und ihr Treiben miteinander sicherlich charmant wirken, ich habe aber leider schon so viele rundenbasierte Taktikspielchen gesehen, die das weitaus besser hinbekommen.

Nach den Dialogen landet ihr dann in einer Matsche aus Texturen und einem Interface, das ständig Korrekturen von euch abverlangt. Die Steuerung eurer Einheiten über das  Spielfeld ist alles andere als intuitiv. Während andere Titel des Genres kontextsensitiv darauf reagieren, wo ihr drückt und welchen Charakter ihr bewegt, wirkt hier alles unfassbar klobig. Es wirkt durchaus sympathisch, dass ihr eure Figuren wie Spielfiguren vom Brett hebt und an der neuen Stelle platziert. Bis ihr allerdings das richtige Feld ausgewählt habt, steht euch schon der Schaum vorm Mund. Intuitiv ist anders. Manchmal wirkt es wie pures Glück, dass mein Cursor auf dem Feld landet, auf dem ich meinen Charakter platzieren wollte. Dann dauert es erneut einige quälende Momente, bis ich die richtige Aktion ausgewählt habe. Gutes Gamedesign sieht leider anders aus.

Auf optisch kaum beeindruckenden Karten bewegt ihr eure Figuren nur sehr fummelig.
Auf optisch kaum beeindruckenden Karten bewegt ihr eure Figuren nur sehr fummelig.

Fazit

Bevor ich mich weiter aufrege: Super Dungeon Tactics ist nicht vollends für die Tonne. Das Charakterdesign ist Geschmackssache und die Missionen sind durchaus abwechslungsreich. Wer kein Problem mit der skurrilen Würfelmechanik hat und dringend rundenbasiert taktieren will, weil alle anderen Titel schon durchgezockt wurden, kann sicher mal reinschauen. Generell würde ich aber jederzeit einen anderen Titel des Genres empfehlen. Mich hat Super Dungeon Tactics nach wenigen Stunden unfassbar genervt. Die hakelige Steuerung und uninspirierte Erzählung einer belanglosen Geschichte voller Klischees hat mich zu sehr abgeschreckt. Aber vielleicht geht es euch damit ja anders. Empfehlenswert ist es daher, vor einem Kauf irgendwie in das Spiel reinzuschauen, um zu sehen, ob man über die technischen Aspekte hinwegsehen kann, weil der Rest interessant genug wirkt.

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http://www.next-gamer.de/super-dungeon-tactics-runde-um-runde-in-die-langweile/feed/ 1 super_dungeon_tactics_review_2 Bunte Animefigürchen führen euch durch die Geschichte. Super-Dungeon-Tactics-148157 Zu jeder Runde verteilt ihr Würfeleffekte auf eure Charaktere. super_dungeon_tactics_review_4 Auf optisch kaum beeindruckenden Karten bewegt ihr eure Figuren nur sehr fummelig.