Next Gamer http://www.next-gamer.de Tests, News, Vorschauen, Specials und mehr zu PC- und Videospielen • Next-Gamer.de Wed, 20 Nov 2019 10:10:53 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.5.19 Star Wars Jedi: Fallen Order im Test – Ein Traum wird Wahr http://www.next-gamer.de/star-wars-jedi-fallen-order-im-test-ein-traum-wird-wahr/ http://www.next-gamer.de/star-wars-jedi-fallen-order-im-test-ein-traum-wird-wahr/#respond Wed, 20 Nov 2019 10:10:53 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=120596 Star Wars – die Saga rund um Luke Skywalker, Han Solo, Chewbacca, Leya und dem Kampf der Jedi gegen die dunkle Bedrohung der Sith – begeistert Millionen von Menschen weltweit. Während Film- sowie Serienfans seit 2015 jährlich mit einem neuen Film oder Serienableger bedient werden, mussten die Spieler lange in dir Röhre schauen. Denn die […]

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Star Wars – die Saga rund um Luke Skywalker, Han Solo, Chewbacca, Leya und dem Kampf der Jedi gegen die dunkle Bedrohung der Sith – begeistert Millionen von Menschen weltweit. Während Film- sowie Serienfans seit 2015 jährlich mit einem neuen Film oder Serienableger bedient werden, mussten die Spieler lange in dir Röhre schauen. Denn die beiden Ego-Shooter „Star Wars Battlefront“ und „Battlefront II“ konnten nicht vollends überzeugen und nach dem Mikrotransaktionsdebal rund um „Battlefront II“ waren sich viele Spieler einig, dass Disney dem Unternehmen EA die Rechte an der Marke wieder entziehen sollten. Und seien wir ehrlich, EA hat es bisher ziemlich verkackt.

Seit 2012 darf EA als einziges Unternehmen Spiele im Star Wars-Universum entwickeln und die Fans haben bisher nur ein halbherzig aufgewärmtes „Battlefront“-Remake und einen zwar besseren, aber von Geldgier zerstörten Nachfolger bekommen. Doch mit „Star Wars Jedi: Fallen Order“ ändert sich das jetzt. EA verzichtet komplett auf Mikrotransaktionen, Loot-Boxen oder ähnliche Casino-Maschen, um an euren Geldbeutel zu kommen. Auch auf Online-Funktionen wurde kein Wert gelegt. Es wird dem Spieler einzig und alleine eine reine Story getriebene Singleplayer-Erfahrung geboten und das ist auch gut so. Leider ist das Abenteuer aber noch mit Stolpersteinen gepflastert. In diesem Spoiler freien Test gehe ich auf die Spielmechaniken ein und verrate euch die Stärken sowie Schwächen des Titels.

Ein Niemand

In „Star Wars Jedi: Fallen Order“ schlüpfen die Spieler nicht in die Haut eines Helden des Star Wars-Universums. Statt also mit Luke oder Han gegen das Imperium zu kämpfen, steuern wir den jungen Cal Kestis, verkörpert durch den Schauspieler Cameron Monaghan (Gotham, Shameless). Cal war einst ein Padawan des Jedi Ordens und überlebte die Order 66 nur knapp. Seitdem hält er sich vor dem Imperium versteckt, unterdrückt seine Macht und arbeitet für die Scrapper Gilde.

STAR WARS Jedi: Fallen Order™_20191115132324Auf dem Planeten Bracca verschrottet er mit seinen Arbeitskollegen Überbleibsel aus den Klonkriegen. Als bei einem Auftrag sein Freund durch einen Unfall in Lebensgefahr gerät, setzt Cal seine Macht ein, um diesen zu retten. Unglücklicherweise wird dieser Vorfall von einem Suchdruiden des Imperiums aufgezeichnet, wodurch Cal ins Visier der imperialen Inquisition gerät. Auf der Flucht vor dem Imperium wird Cal überraschenderweise von der Crew der Stinger Mantis gerettet. Fortan bereist er die Galaxis mit dem Piloten Greez Dritus und der ehemaligen Jedi Cere Junda in der Hoffnung den Orden der Jedi wieder aufbauen zu können.

Nur ein Schüler

Cal Kestis ist kein vollends ausgebildeter Jedi-Ritter, da sein Training tragisch abgebrochen werden musste. In den folgenden Jahren darauf konnte er das gelernte auch nicht verinnerlichen, da er sich vor dem Imperium versteckt halten musste und seine Macht unterdrückte. Dementsprechend passt das gewählte Kampfsystem, welches stark an den beinharten From Software Titel „Sekiro: Shadows Die Twice“ angelehnt ist, perfekt zur Thematik. Cal ist kein großer Krieger, der im Alleingang eine Armee von Sturmtrupplern besiegen könnte und so muss man viel Geschick beweisen, um sich in „Star Wars Jedi: Fallen Order“ zu behaupten. Doch keine Sorge, so hart wie „Sekiro“ ist der Titel keinesfalls.

STAR WARS Jedi: Fallen Order™_20191115132424Zunächst darf der Spieler selbst entscheiden, wie hart die Herausforderung werden soll. So kann man aus vier unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen wählen, die jederzeit im Menü erneut geändert werden kann. Somit sollte jeder Spieler in der Lage sein das Spiel zu meistern. Leider sind die Kämpfe nicht ganz so präzise gelungen wie in „Sekiro“, wodurch sie sehr schwammig wirken. Man kann die Gegner nicht ganz so gut lesen, wodurch ihre Angriffsmuster schwer zu erkennen sind. Zudem funktioniert das Parieren nicht ganz so exakt, wie im erwähnten Vorbild.

Dennoch ist das Kampfsystem weit davon entfernt schlecht zu sein. Das Lichtschwert fühlt sich grandios an und nicht wie ein Knüppel, der die Gegner meilenweit wegschleudert. Das Blocken und die Machteinsätze wurden wunderbar integriert, ohne dabei jemals zu mächtig zu wirken. Zudem wird den Gegner fast immer, ausgenommen menschliche, ein Stück ihres Körpers abgeschnitten oder sie werden gleich in zwei Hälften geteilt. Schade nur, dass das Lichtschwert die Gegner nicht physikalisch korrekt in Sushi verwandelt, sondern es immer die gleichen vordefinierten Gliedmaßen sind.

STAR WARS Jedi: Fallen Order™_20191115132722Eine Prise Uncharted, eine Prise Tomb Raider und ganz viel Metroid Prime

„Star Wars Jedi: Fallen Order“ verarbeitet so einige Spielmechaniken, die wir so bereits in anderen erfolgreichen Action-Abenteuern der letzten Jahre gesehen haben. So erinnern die Kletter- und Rätselpassagen an die Uncharted-Reihe, ohne jedoch dabei die Cleverness der Vorlage ganz zu erreichen. Beide Mechaniken sind passabel umgesetzt, aber mehr auch nicht. Die Rätsel machen vor allem durch den Einsatz der unterschiedlichen Machtfähigkeiten spaß, doch werden dabei eure grauen Zellen nie überfordert. Dafür sind die Rätsel viel zu offensichtlich und schnell durchschaut.

Dann gibt es noch die Rutschpartien, die stark an die letzten Tomb Raider Teile erinnern. Auch hier sind diese Parts eher passabel umgesetzt. Cal lässt sich nur schwer von links nach rechts manövrieren, sodass ihr einige Rutsch-Routen erst kennenlernen müsst, um diese zu bewältigen. Dies haben anscheinend auch die Entwickler gemerkt, denn die Respawn Punkte sind so gesetzt, dass ihr nach einem Sturz direkt wieder am Anfang der Rutsche beginnt.

STAR WARS Jedi: Fallen Order™_20191115132814Besser hingegen wurde der Metroid Prime Part umgesetzt. Davon lebt quasi das ganze Abenteuer. Insgesamt dürft ihr mit Cal sechs Planeten bereisen, wobei fünf davon komplett frei erkundbar sind. Jeder Planet hat nicht nur eine eigene Flora und Fauna zu bieten, sondern verlangt euch unterschiedliche Fähigkeiten ab. Viele Bereiche werden euch erst im späteren Verlauf zugänglich gemacht, sodass ihr immer wieder zwischen den Planeten hin und herreisen werdet. So erlernt Cal viele neue Fähigkeiten, die nicht nur mit der Macht zu tun haben. Und auch der kleine Droide BD-1, den Cal trifft, ist nicht nur zur Zierde entwickelt worden. Das kleine Kerlchen wird euch eine große Hilfe dabei sein neue Bereiche zu erschließen.

Metroidvania-typisch dürft ihr auch viele Geheimnisse lüften und Truhen sammeln. Leider müssen die Spieler auf eine Schnellreise-Funktion verzichten, was dazu führt, dass ihr alle Wege selbst ablaufen müsst. Das führt dazu, dass ihr unnötig viel Zeit damit vergeuden werdet von einem Ende der Karte zum nächsten zu Laufen. Sei es nur um wieder zum Raumschiff zu gelangen oder ein Geheimnis aufzudecken.

STAR WARS Jedi: Fallen Order™_20191115133005Wer es anstrebt alle Geheimnisse und somit alle Planeten zu 100 Prozent abzuschließen wird locker an die 30 Spielstunden beschäftigt sein. Die Truhen beinhalten leider nur kosmetische Skins für Cal, BD-1, das Laserschwert und das Raumschiff Mantis. Schade, dass die Entwickler sich beim Design von Cals äußerem nur wenig Mühe gegeben haben. So habt ihr nur die Wahl zwischen einer Jacke und einem Poncho. Für den Poncho findet ihr zahlreiche unterschiedliche Farben. Dabei wäre es doch genau die Gelegenheit Cal in unterschiedliche ikonische Kostüme aus dem Star Wars-Universum schlüpfen zu lassen.

Zudem haben auch die Laserschwert-Erweiterungen keinen Einfluss auf das Gameplay. Hier hätte man perfekt die einzelnen Parts des Laserschwerts mit Werten versehen können, um der Rollenspiel-Mechanik mehr Tiefe zu verleihen. An Werkbänken kann Cal nämlich einzelne Stücke des Schwertes wie Farbkristall, Sender oder Griff austauschen. Das ist zwar Cool, aber im Grunde bekommt man eh nur die Farbe des Lichtschwertes mit, der Rest kann nur in ruhigen Minuten am Gürtel von Cal betrachtet werden. In den hektischen Szenen geht das Design des Lichtschwertes komplett unter.

STAR WARS Jedi: Fallen Order™_20191115133748Wer wenig Wert darauf legt in welcher Farbe Cal nun rumlaufen soll, der sollte die Truhen links liegen lassen und sich besser auf die Geheimnisse konzentrieren. Diese erleichtern das Spiel ungemein, da sich dahinter entweder Truhen mit Stim-Packs verbergen oder Machtessenzen, die eure Macht- oder Lebensenergie permanent erhöhen können. Von den Essenzen müsst ihr jeweils drei finden. Zum Glück wird euch auf der Karte immer für den jeweiligen Bereich angezeigt, wie viele Geheimnisse und Truhen dort noch versteckt sind. Darüber hinaus könnt ihr auch Pflanzensamen finden, die in einem Terrarium auf der Mantis eingepflanzt werden.

Dark Souls darf nicht fehlen

Darüber hinaus haben sich die Entwickler auch an einigen Mechaniken der Dark Souls-Reihe bedient. Als Estus-Flakons wurden passend zur Star Wars Thematik sogenannte Stim-Packs auserwählt, die Cals Gesundheit wieder aufladen. Sind keine Stim-Packs mehr vorhanden, dann müsst ihr einen Meditationsort aufsuchen, der quasi das Bonfire ist. Hier wird das Spiel abgespeichert. Zudem könnt ihr euch ausruhen, wodurch alle Stim-Packs wieder verfügbar werden, eure Gesundheit aufgeladen wird und bereits besiegte Gegner wieder respawnt werden. Auch könnt ihr eure verdienten Fähigkeitspunkte in neue Fähigkeiten investieren. Neben der permanenten Erhöhung der Gesundheit und der Macht, könnt ihr hier auch neue Moves lernen oder eure Machtkräfte aufbessern.

STAR WARS Jedi: Fallen Order™_20191115134003Solltet ihr mal gegen einen Gegner verlieren, dann startet ihr beim letzten Meditationspunkt und verliert eure gesammelten Erfahrungspunkte. Wie in Dark Souls müsst ihr euch dann zum Todesort durchkämpfen und müsst die verlorene Erfahrung entweder aufsammeln oder einen gelb leuchtenden Feind treffen. Habt ihr die Erfahrungspunkte wiedererlangt, werdet ihr vollkommen geheilt.

Nicht ganz so gelungen wie beim Vorbild ist das environmental storytelling. Zwar platzieren die Entwickler einige Videobotschaften oder auch Objekte die BD-1 Scannen kann, doch erfährt man aus der Umgebung viel zu wenig darüber. Will man mehr erfahren, kommt man nicht drum herum die Datenbank im Menü aufzusuchen. Hier werden alle verstreuten Botschaften, Charaktere, Scans sowie Gegner aufgezeichnet. Zudem finden sich mehr Details zu den sogenannten Machtechos, die Cal in der Welt aufsammeln kann und die ihn Details aus vergangen Tagen aufzeigen. In der Datenbank kann man dann vollends in die Welt von Star Wars eintauchen und zahlreiche Details sowie Geschichten lesen, die eure Erfahrung bereichern. Schade, dass man sich hier durchlesen muss und die ganzen Infos nicht bereits in der Spielwelt mitverarbeitet worden sind.

STAR WARS Jedi: Fallen Order™_20191115134306Star Wars pur

Vom Design, der Atmosphäre, der Musik, bis hin zur Laserschwertspitze versprüht der Titel den typischen Star Wars Charme. Von der ersten Spielminute merkt man den Entwicklern an, mit wie viel Liebe zum Detail sie ans Werk gegangen sind. Wirklich alles schreit: Das ist Star Wars! Genau so haben es sich Fans schon lange gewünscht und Respawn Entertainment liefert auf ganzer Linie ab. Jeder Planet fühlt sich einzigartig an und schafft es dennoch die typische Star Wars Stimmung zu vermitteln. Auch die Charaktere fügen sich wunderbar in die Sage ein und wirken nicht deplatziert.

STAR WARS Jedi: Fallen Order™_20191115135037Zudem trifft Cal auf seiner Reise einige bekannte Charaktere. Während viele von ihnen nur kurz erwähnt werden, schließen wir uns sogar kurz der Rebellentruppe von Saw Gerrera (Forest Whitaker) an. Dessen Figur wurde erstmals in der Animations-Serie „Star Wars: The Clone Wars“ eingeführt und fand in dem Kinofilm „Rogue One: A Star Wars Story“ ihr tragisches Ende. Auch im Spiel wird der Charakter von Tobias Meister synchronisiert, sodass wir vertraute Stimmen hören dürfen. Cal Kestis wird dabei von Louis Friedemann Thiele eingesprochen.

Technisch nicht ganz ausgereift

Etwas ärgerlich ist der technische Zustand von „Star Wars Jedi: Fallen Order“. Zwar sind kein Spielstand zerstörende oder ähnlich fiese Fehler dabei, dennoch kann der Spielspaß etwas darunter leiden. Am nervigsten fielen zum Beispiel die langen Ladezeiten im Falle des Todes ins Gewicht. Zumindest auf der Playstation 4 Pro verschlang der Wiedereinstieg gut und gerne bis zu einer Minute. Auf dem PC sollen die Ladezeiten deutlich kürzer ausfallen.

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Neben den üblichen Clipping-Fehlern bekam ich es zusätzlich noch mit kurzen Performance Einbrüchen zu tun, nachladenden Texturen und sogar kurze Freezes, wo das Spiel nochmal geladen werden musste. An anderer Stelle konnte ich mit Cal durch die Felswand springen, eine Unterwasser Animation für BD-1 existiert noch nicht oder wird nicht ausgelöst und bei den Sprüngen wird Cal teilweise entweder in der Luft ausgebremst oder fliegt wie von einem Katapult geschossen über die Karte. Auch die Synchronisation scheint teilweise fehlerhaft zu sein, da die Charaktere außerhalb von Zwischensequenzen anfangen zu lispeln. Viele dieser Fehler werden hoffentlich in den nächsten Wochen der Vergangenheit angehören.

Fazit

„Star Wars Jedi: Fallen Order“ ist ein großartige Singleplayer-Erfahrung geworden, die nicht frei von Fehlern ist. Von dem technischen Zustand mal abgesehen weist der Titel auch einige nervige Design-Fehler auf. So wird zum Beispiel die Neugier der Spieler mit etlichen Truhen, versperrten Bereichen, Geheimnissen und Machtechos geweckt, doch der Verzicht auf eine Schnellreise macht die Erkundung teilweise zur Qual. Und wer sich nicht auf der holografischen Karte zurechtfindet, der verliert schnell die Orientierung, zumal die verschiedenen Ebenen der Karte sich überlappen.

Das Kampfsystem, angelehnt an „Sekiro“, passt perfekt zu der Geschichte rund um Cal Kestis, der nie gelernt hat ein Jedi zu sein und auf dem Level eines Padawans geblieben ist. Trotz zahlreicher Fähigkeiten, die man im Lauf des Abenteuers erlangt, fühlt sich Cal zu keinem Zeitpunkt übermächtig an. Dank den vier unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden werden auch ungeübte Spieler in den Genuss des Titels kommen dürfen.

Der Titel ist ein Pflichtkauf für alle Star Wars Fans, da er viel Liebe zum Detail beweist. Einfach alles in dem Spiel wird euch in Erinnerung an die Filmvorlage schwelgen lassen ohne dabei seine Originalität zu verlieren. Trotz einiger Mankos zaubern die Entwickler von Respawn Entertainment das beste Star Wars Abenteuer seit langem auf den Bildschirm.

 

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Death Stranding im Test – Ein Meisterwerk oder nur ein hübscher Walking-Simulator? http://www.next-gamer.de/death-stranding-im-test-ein-meisterwerk-oder-nur-ein-huebscher-walking-simulator/ http://www.next-gamer.de/death-stranding-im-test-ein-meisterwerk-oder-nur-ein-huebscher-walking-simulator/#respond Fri, 15 Nov 2019 17:10:08 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=120563 Seit Hideo Kojimas neuster Titel „Death Stranding“ im Rahmen der E3 2016 in Los Angeles der Öffentlichkeit präsentiert wurde, durften Spieler und Kritiker gleichermaßen auf der ganzen Welt rätseln. Das gezeigte Material war dermaßen verwirrend und mysteriös, dass sich keiner einen Reim daraus machen konnte. Kojima hingegen genoss die Aufmerksamkeit, die dem Titel geschenkt wurde, […]

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Seit Hideo Kojimas neuster Titel „Death Stranding“ im Rahmen der E3 2016 in Los Angeles der Öffentlichkeit präsentiert wurde, durften Spieler und Kritiker gleichermaßen auf der ganzen Welt rätseln. Das gezeigte Material war dermaßen verwirrend und mysteriös, dass sich keiner einen Reim daraus machen konnte. Kojima hingegen genoss die Aufmerksamkeit, die dem Titel geschenkt wurde, schwieg sich die gesamte Zeit über weiter aus und präsentierte weitere Spieleindrücke die nur noch mehr Fragen aufwarfen.

Spätestens seit der Veröffentlichung der Playstation 4 Version seit dem 08. November 2019 hat das Rätselraten ein Ende gefunden. Zwar konnten viele Kritiker bereits seit dem 01. November 2019 frei über den Titel berichten, doch die Meinungen gingen so weit auseinander, dass nicht nur in mir eine völlige Unsicherheit ausgelöst wurde. Die Spielerschaft war Zwiegestalten. Während die einen das Spiel als einen völlig hochgekochten Walking-Simulator verschrien, sprachen andere von einem unvergleichlichen Meisterwerk. Ich will ehrlich mit euch sein, hätten wir das Spiel nicht als Testmuster zur Verfügung gestellt bekommen, dann hätte ich mich möglichweise niemals an den Titel herangewagt. Viel zu schwammig waren mir unzählige Aussagen vieler Spieler und Kritiker. Ich danke Sony an dieser Stelle für das bereitgestellte Testmuster.

Meine, durch die durchwachsenen Kritiken, geschürte Sorge verflüchtigte sich jedoch bereits nach den ersten Spielminuten. Was den Titel meiner Meinung nach zu einem Must Have macht, verrate ich euch in diesem Test. Übrigens soll im Sommer 2020 auch eine PC Version folgen, die zeitgleich über Steam sowie dem Epic Games Store veröffentlicht wird.

Worum geht es?

„Death Stranding“ entführt die Spieler in eine einsame post-apokalyptische Welt. Dabei schlüpft man in die Rolle von Sam Porter Brigdes, der von „Walking Dead“-Star Norman Reedus verkörpert wird. Eine Katastrophe unbekannten Ursprungs hat zum Zusammenbruch der Zivilisation geführt. Die verbliebenen Überlebenden haben sich in unterirdischen Bunkern eine neue Existenz aufbauen können, doch ist jede Ortschaft aktuell für sich selbst verantwortlich. Sie überleben nur dank heldenhafter Boten, die durch die gefährlichen Landschaften ziehen und die Ortschaften mit Lebensnotwendigen Mitteln versorgen.

DEATH STRANDING™_20191110184923Auch der einsame Held Sam ist ein solcher Bote, dessen schicksalhafte Vergangenheit ihn einholt. Er wird mit der Aufgabe betraut die zersplitterte Gesellschaft wieder miteinander zu verbinden und die Menschheit auf diesem Wege vor dem Aussterben zu retten. So reist Sam von einer Ortschaft zur nächsten, liefert Waren sowie lebensnotwendige Gegenstände an die Überlebenden ab und verbindet die Lager mit dem chiralen Netzwerk (eine Art Internet) miteinander. Hierfür muss der Einzelgänger zunächst zu Fuß und im späteren Spielverlauf motorisiert (Truck, Motorrad und ähnliches) Amerika von der Ost- bis zur Westküste durchqueren.

DEATH STRANDING™_20191110185159Wie ein Tor in eine andere Welt

Wer jetzt jedoch denkt Amerika schnell wieder erkennen zu können, der irrt sich. Das von Kojima Productions erschaffene Amerika gleicht eher der kargen Landschaft Islands und unterstreicht nur noch mehr die Thematik der Einsamkeit, die den Spieler fortwährend begleitet. Auf andere Menschen trifft Sam im Laufe seines Abenteuers nur selten. Meistens muss man mit einem Hologramm vorliebnehmen.

Die gelieferten Päckchen werden auf ein Fließband oder in einen Aufzug gelegt und verschwinden in irgendeinem Lager. Somit bleibt uns auch der Blick auf die Lebenssituation der Überlebenden komplett verwehrt. Sam selbst kümmert es wenig, da er unter Berührungsangst leidet und lieber alleine bleibt. Ich persönlich hätte gerne mehr von den technologischen Errungenschaften dieser neuen Zivilisation sowie dem gesellschaftlichen Leben kennen gelernt, doch das hätte höchstwahrscheinlich der grandiosen Atmosphäre geschadet. Den einzigen Innenraum, den die Spieler erleben dürfen, ist Sams Pausenraum. Dieser ist leider an jeder Ortschaft komplett identisch, sodass hieraus ebenfalls keine weiteren Schlüsse auf unterschiedliche Lebensweisen gezogen werden können.

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In den Pausenräumen ruht sich Sam in erster Linie aus, wobei der Spieler hier zahlreiche Interaktionen durchführen kann. So kann man sich duschen, die Toilette benutzen, Grimassen vor dem Spiegel scheiden, das BB näher betrachten, Waffen sowie Ausrüstung checken, einen Monster Energie Drink trinken und noch einiges unnötiges mehr. An dieser Stelle durchbricht Kojima auch die vierte Wand, denn Sam macht den Spieler auf einige Interaktionsmöglichkeiten aufmerksam, zeigt plötzlich in eine bestimmte Richtung oder Boxt die Kamera, wenn man sich zu sehr auf seinen Schrittbereich konzentriert.

Bereits die ersten Spielszenen präsentieren sich wie ein Hollywood-Blockbuster, was durch die zahlreichen Schauspieler, die beinahe real wirkende Spielwelt, den großartigen Soundtrack und ausgezeichneter Synchronisation nur noch mehr unterstrichen wird. Die Inszenierung ist von dermaßen guter Qualität, dass man den Eindruck erhält ein Film-Regisseur hätte hier seine Finger im Spiel.

DEATH STRANDING™_20191110203013Darüber hinaus ist die Spielwelt bei weitem nicht so rätselhaft, wie es uns Kojima vor Release glauben machen wollte. Alles seltsame dieser neuen Welt, wie der Zeitregen, der alles was von ihm erfasst wird sofort altern lässt oder auch die BBs (Bridge Babys) werden nicht nur in den Zwischensequenzen näher erläutert, sondern zusätzlich noch durch Archive, Tipps und E-Mails erklärt. Somit dürfte jeder Spieler, trotz zahlreicher unbekannter Begriffe, der Geschichte folgen können, auch wenn diese nicht immer nachvollziehbar oder logisch aufgebaut ist. Oder klingt es für euch logisch, dass nur Sam die Menschheit retten kann, indem er das chirale Netzwerk mit Hilfe einer seltsamen Halskette wiederherstellt, die aussieht als hätte einfach jemand eine Kette voller USB-Sticks gebastelt? Sam verfügt zwar über besondere Fähigkeiten, auf die ich aus Spoiler-Gründen nicht näher eingehen möchte, dennoch hätte sicherlich auch ein anderer Bote diese Kette von Ortschaft zu Ortschaft transportieren können.

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Verlier nicht das Gleichgewicht

Spielerisch präsentiert sich „Death Stranding“ ziemlich minimalistisch. Besonders zu Beginn des Abenteuers geht es mehr darum Sams Gleichgewicht mit Hilfe der Tasten L2 und R2 zu halten und darauf zu achten, dass dieser nicht stolpert. Hier hat Kojima viel Wert auf Realismus gelegt, denn Sam rutscht auf nassem Untergrund schon mal weg, stolpert über Steine oder kommt ins straucheln. Der Gute muss so einiges hin und herschleppen und kann mit bis zu 120KG beladen werden, dieser Wert wird im Laufe des Abenteuers noch erhöht. Dennoch sollte man nicht leichtgläubig alles nur auf den Rücken packen und sich dann wundern, dass Sam Schwierigkeiten bekommt den Turm aus schwankenden Paketen Herr zu werden. Im Menü muss jedes Paket sorgfältig an Sams Körper austariert werden. Hierzu können Pakete an den Oberarmen, den Oberschenkeln und dem Rücken befestigt werden. Wer aber keine Lust hat sich ständig damit zu befassen, die Pakete optimal zu befestigen, kann diese auch automatisch auf Knopfdruck anordnen lassen.

DEATH STRANDING™_20191112201255Auf dem Weg von Ortschaft zu Ortschaft muss Sam darauf achten, dass die Ladung nicht beschädigt wird. Neben dem unwegsamen Gelände mit Flüssen, Bergen und Schluchten, die euch die Reise erschweren kommen noch weitere Gefahren hinzu. So kann euch der bereits erwähnte Zeitregen zu einem Problem werden. Dieser lässt die Pakete rosten und so anfälliger für Schäden werden. Zudem werden einige Bereiche von Wegelagerern besetzt, den sogenannten Mules, die es auf die Pakete anderer Boten abgesehen haben. Diese jagen euch sobald ihr dessen Gebiet betretet.

Noch gefährlicher sind jedoch die GDs (Gestrandete Dinge). Diese Wesen sind unsichtbar, können nur dank dem BBs erspäht werden, worauf euch ein Scanner an der Schulter stets aufmerksam macht und erscheinen nur kurz als schemenhafter Schatten, wenn ihr euch nicht bewegt. Erwischen sie euch, wird die Landschaft in eine schwarze, Teer ähnliche Masse getaucht und sie zerren euch zu einem kleinen Boss. Während ihr zu Beginn noch nichts gegen diese Wesen ausrichten könnt und euch somit nur die Flucht als Option besteht, erhaltet ihr im späteren Verlauf einige Waffen, um euch zur Wehr zu setzen. Gerade die Begegnungen mit den GDs waren unfassbar packend, vor allem, wenn man diesen zu nahekommt, das BB unruhig wird und man per Knopfdruck Sams Luft anhält, um vielleicht doch noch unentdeckt an diesen Wesen vorbeiziehen zu können. Packen sie einen, verliert Sam einen Großteil seiner Fracht. Flieht man aber vor dem Boss, dann verschwinden die GDs aus dem Bereich und man kann die verloren gegangenen Pakete wieder einsammeln. Mag möglicherweise etwas nervig klingen, doch es ist meiner Meinung nach nicht frustrierend, da man den Bossen sehr leicht entkommen kann und man sich nicht erneut versuchen muss an den GDs vorbei zu schleichen. Schade nur, dass sich jede Begegnung gleich abspielt und die GDs ihre Bedrohlichkeit mit zunehmendem Waffenarsenal verliert.

DEATH STRANDING™_20191110212309Zudem wird die Reise durch weitere Faktoren wie abnutzbare Stiefel, Wind oder Sams Ausdauer zusätzlich erschwert. Eine realistischer Physik-Engine macht ihr übriges, wodurch die beachtlich Langen Märsche und die vielen Risikofaktoren wie Steilhänge, Tiefschnee, Wind, Flussströmungen, Steinschlag, Materialverschleiß usw. eine Eigendynamik entwickeln und auf diese Weise ihre eigenen Geschichten – abseits der eigentlichen Handlung erzählen. Jeder Spieler erlebt so sein ganz persönliches Abenteuer. Auch das sogenannte environmental storytelling, wodurch die Umgebung selbst eine Geschichte zu erzählen hat kommt in „Death Stranding“ ganz stark zum Tragen.

DEATH STRANDING™_20191112170852Ein neues Genre?

Da Kojima lange Zeit darauf verzichtet hatte echtes Gameplay-Material zu zeigen und sogar behauptete ein komplett neues Genre erschaffen zu haben, existierte auch darüber eine Diskussion. Ich kann euch jedoch sagen, dass wir mit „Death Stranding“ nicht die Geburt eines neuen Genres erleben dürfen. Es wird dem Spieler lediglich ein Action-Adventure in einer Semi-Open World mit optionalen asymmetrischen Online-Funktionen serviert. Es ist keine richtige Open World, da wir nicht durchgehend von einer Westküste zur nächsten Reisen können. Vielmehr durchqueren wir riesige Bereiche, die jeweils durch Ladesequenzen abgegrenzt werden.

DEATH STRANDING™_20191112195739Die optionale Online-Funktion hat lediglich Auswirkungen auf unterschiedliche Objekte in der Spielwelt. Anderen Spielern werdet ihr zu keinem Zeitpunkt im Spiel begegnen können, doch ihr werdet auf unzählige errichtete oder platzierte Objekte andere Spieler oder sogar verloren gegangener Pakete stoßen. So lassen sich Leitern platzieren, um Schluchten oder Flüsse zu überqueren oder ihr errichtet einen Briefkasten, an dem Pakete abgegeben werden können. Dazu gesellen sich weitere Bauprojekte hinzu, wie Schnellstraßen oder Brücken, die in Zusammenarbeit mit anderen Spielern erweitert werden können. Auch lassen sich Schilder mit Emojis, ermutigenden Sprüchen oder Hinweisen platzieren, ähnlich wie es Dark Souls Fans bereits kennen dürften.

DEATH STRANDING™_20191115085041Zeig mir deine Likes

Mit jedem erledigten Auftrag verbessern wir die Beziehung zum jeweiligen Standort. Im Gegenzug erhalten wir neue Baupläne für neue Ausrüstungsgegenstände oder unterschiedliche Geschenke wie eine Mütze. Während wir kleinere Ausrüstungsgegenstände wie Leitern, Seile oder Granaten direkt im Frachtmenü einen Außenposten mit unterschiedlichen Materialien wie Metalle oder Keramik herstellen und ausrüsten, müssen größere Hilfsmittel wie der Briefkasten im 3D-Druck entstehen. Diese lassen sich mit dem Ausrüstungswerkzeug TCK herstellen. Mit dem TCK-Paket in der Hand können wir entscheiden, ob eine Brücke, Straße oder ein Briefkasten errichtet werden soll.

DEATH STRANDING™_20191114202536Darüber hinaus wird Sam mit Likes bewertet, je besser der Zustand der Lieferung desto mehr Likes bekommt Sam. Zusätzlich können wir wiederum den Konstruktionen und Objekten anderer Spieler zusenden und umgekehrt. Mit jedem erhaltenem Like verbessert sich Sam in den Bereichen Lieferungsvolumen, Frachtzustand, Lieferzeit, Brücken-Links und Verschiedenes auf. Hierdurch werden zahlreiche passive Fertigkeiten verbessert, sodass Sam später zum Beispiel mehr Last ertragen oder seine Balance nach dem Ausrutschen schneller wiederfinden kann.

DEATH STRANDING™_20191112161618Fazit

„Death Stranding“ polarisiert. Es ist schwierig von vornerein zu bestimmen, ob es jemanden gefallen wird, weil sich das Gameplay deutlich von üblichen Spielen auf dem Markt unterscheidet. Meiner Meinung nach sollte jeder den Titel unbedingt selbst ausprobieren.

Hideo Kojima hat einen außergewöhnlichen Titel erschaffen, der eine schwere Kost im Hinblick auf Gameplay sowie Story ist. Wie auch schon bei „MGS V“ ist auch in „Death Stranding“ viel Gesellschaftskritik vertreten wie man ganz besonders am ungewöhnlichen Fortschrittssystem der Likes erkennen kann. Vieles ist ungewohnt und schwerfällig, doch gleichzeitig auch packend.

Die Visuelle Darstellung faszinierte mich von der ersten Minute. Das Gameplay entfaltet sich im Laufe der Spielzeit und liefert immer mehr spannender Mechaniken, die ungemein motivieren. Und eines steht fest, dieses Abenteuer werde ich nicht so schnell vergessen.

 

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Need for Speed Heat im Test – Zurück in der Spur? http://www.next-gamer.de/need-for-speed-heat-im-test-zurueck-in-der-spur/ http://www.next-gamer.de/need-for-speed-heat-im-test-zurueck-in-der-spur/#respond Wed, 13 Nov 2019 10:02:19 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=120546 Die „Need for Speed“-Reihe existiert bereits seit 1994 und begeistert sowohl Fans als auch Kritiker weltweit mal mehr mal weniger mit rasanter Renn-Action. Bekannt ist die Serie vor allem für ihre spannenden Verfolgungsjagden durch die Polizei und den vielen Lizenzen an real existierenden Serienwagen sowie Konzeptfahrzeugen. Unvergessen brannte sich „Need for Speed Underground“ (2003) und […]

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Die „Need for Speed“-Reihe existiert bereits seit 1994 und begeistert sowohl Fans als auch Kritiker weltweit mal mehr mal weniger mit rasanter Renn-Action. Bekannt ist die Serie vor allem für ihre spannenden Verfolgungsjagden durch die Polizei und den vielen Lizenzen an real existierenden Serienwagen sowie Konzeptfahrzeugen. Unvergessen brannte sich „Need for Speed Underground“ (2003) und sein Nachfolger „Need for Speed Underground 2“ (2004) in die Köpfe der Fans ein, weil diese Titel den Geist der damaligen Renn-Szene perfekt einfingen. Neben den unzähligen kosmetischen Individualisierungen der Fahrzeuge wurde auch der Soundtrack gefeiert wie in keinem anderen Serienableger. Auch in meiner Erinnerung bleibt „Need for Speed Underground“ unvergessen und mir schießen direkt unzählige Momente vor das geistige Auge sobald ich irgendwo den Song „Get Low“ von Lil Jon & The Eastside Boyz höre.

Obwohl die darauffolgenden Ableger nicht allesamt schlecht waren, konnte keiner so richtig an den Erfolg von „Underground“ anschließen. So geriet die einst gefeierte Rennserie ins straucheln und selbst mit der Neuauflage „NFS Hot Pursuit“ von 2010, die dank Besinnung auf die Wurzeln der Serie durchweg positive Resonanz erhielt, konnte die Serie nicht wirklich als gerettet bezeichnet werden. Daraufhin folgten Experimente, die weniger gut ankamen. Mit dem neusten Ableger „Need for Speed Heat“ versuchen die Entwickler von Ghost Games der Serie neues Leben einzuhauchen und den aktuellen Arcade-Racern auf den Markt deftig Konkurrenz machen. Ob es der neuste Teil aufs Rennspiel-Treppchen geschafft hat oder doch auf der Zielgeraden falsch abgebogen ist, verrate ich euch in meinem ausführlichen Test.

Von einem Klischee zum nächsten

In „Need for Speed Heat“ schlüpft ihr in die Rolle eines Newcomers, der sich in der Rennszene einen Namen machen will. Dass dieser für die Story völlig nebensächlich ist, demonstriert man mit der inkonsequenten Charakterwahl. Aus insgesamt 12 Charakteren dürfen wir uns für einen weiblichen oder männlichen Fahrer entscheiden. Zwar sind alle vertont, doch die Tatsache, dass wir diesen Charakter jederzeit kommentarlos auswechseln können, sorgt für einen gleichgültigen Beigeschmack.

Zu beginn kann man sich für einen von 12 Charakteren entscheiden.
Zu beginn kann man sich für einen von 12 Charakteren entscheiden.

Gleichgültig scheinen auch die Autoren bei der Geschichte ans Werk gegangen zu sein, da diese absolut austauschbar ist. Ein Klischee jagt das andere. Von Möchtegern Gangstern bis zu den korrupten Cops ist alles dabei. Es wirkt als würden die Macher versuchen die Fast & Furious-Reihe zu kopieren, ohne dabei originell zu sein. Was jetzt vielleicht dramatisch klingt, war mir persönlich völlig egal. Eine spannende und gut erzählte Geschichte wäre eine nette Dreingabe gewesen, aber sollte kein Ausschlusskriterium für ein Rennspiel sein. Viel mehr zählt was auf der Straße passiert und in Palm City passiert so einiges.

Arcade durch und durch

An der bekannten „Need for Speed“-Formel ändert auch das neue „Heat“ nichts. Serien-Veteranen werden sich sofort wohl fühlen. Es ist und bleibt ein typischer Arcade-Racer, wobei die Entwickler von Ghost Games sich einige Feinheiten im Gameplay erlaubt haben, die das Spielerlebnis etwas kniffliger machen. Wer früher gerne Banden ausnutzte, um die anderen Fahrer zu überholen oder einfach nur um nicht abbremsen zu müssen und dennoch die Kurve ideal nehmen zu können, wird dies in „Heat“ nicht mehr machen können. Jetzt muss man gezielte Drifts mit der Handbremse einleiten, um perfekt in die Kurven zu kommen und den Gegnern davon zu fahren. Wer stupide auf dem Gaspedal bleibt, wird schnell abgehängt.

Auch ein Startfahrzeug darf gewählt werden.
Auch ein Startfahrzeug darf gewählt werden.

Anfangs fühlen sich die Fahrzeuge noch recht träge an, dies ändert sich aber schnell mit den ersten Verbesserungen am Motor oder Getriebe. Das optimale Handling erreicht ihr somit im weiteren Spielverlauf, beinahe automatisch. Dennoch spielt auch eurer Lernfortschritt eine große Rolle, besonders wie ihr in die Kurven geht. Besonders schön hat mir gefallen, dass endlich mal keine Gummiband-KI zur Anwendung kommt, wie in anderen Arcade-Racern der letzten Jahre. Zwar kommt es teilweise zu eintönigen Rennen an der Spitze, besonders wenn eurer Fahrzeug bei weitem die empfohlene Fahrzeugstärke übersteigt, aber dadurch wirkt es glaubhafter. Zudem kann man sich für einen von drei Schwierigkeitsstufen entscheiden, sodass „Heat“ auf der Stufe Normal nie zu schwer oder zu leicht ausfiel.

Dennoch wirkt die KI der Gegner nicht optimal ausbalanciert. Die Gegner fahren stets die Ideallinie und machen keine Fehler, selbst in den illegalen Nacht-Rennen fahren diese brav an euch vorbei. Es entsteht kein Gerangel oder Gedränge und aggressives Fehlverhalten wird man nur in Online-Rennen sehen. Das verschenkt man viel Potenzial zumindest die illegalen Rennen spannender zu gestalten.

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Sogar kleinere Spielmechaniken können on the Fly geändert werden.

Darüber hinaus wird einem viel zu wenig Rennvarianten geboten. Insgesamt bekommt ihr nur drei unterschiedliche Varianten geboten. Neben den ganz normalen Rennen in der City und im Umland erwarten euch auch Offroad-Rennen mit matschigem Gelände und Drift-Rennen, wo es darum geht so viele Punkte wie möglich durch Drifts zu erzielen. Für eine ungefähr 20 stündige Kampagne ist das viel zu wenig, wodurch das Gefühl immer wieder dieselben Strecken sowie Rennen zu absolvieren nur noch verstärkt wird.

Des Nachts ist es so, bei Tage ganz anders

Die Kampagne von „Need for Speed Heat“ ist in die beiden Tageszeiten Tag und Nacht aufgeteilt. Während wir Tagsüber an offiziellen Rennen teilnehmen, um Geldprämien zu erhalten, müssen wir uns in der Nacht illegalen Straßen-Rennen stellen, um uns einen Namen zu machen. Nur durch die Reputation in Palm City schalten wir neue leistungsstärkere Komponenten für Motoren oder Getriebe sowie neue Fahrzeuge frei. Das heißt aber nicht, dass wir nachts kein Geld verdienen.

Nachts gilt es so viele Reputationspunkte wie nur möglich einzusammeln.
Nachts gilt es so viele Reputationspunkte wie nur möglich einzusammeln.

Für den größten spielerischen Unterschied sorgt jedoch die Polizei. Kneift diese Tagsüber bei den Meisten Delikten noch beide Augen zu, verfolgen euch die Hüter des Gesetzes in der Nacht bereits bei Blickkontakt. Da unsere gesammelte Reputation während einer Nacht nur dann abgespeichert wird, sobald wir eine Garage aufsuchen, sorgen die Nächte für einen zusätzlichen Adrenalin-Kick. Sollten euch die Cops schnappen, sind die Reputationspunkte futsch und ein Teil eures Geld wird ebenfalls einbehalten.

Der Wechsel von Tag und Nacht gestaltet sich sehr motivierend, da man fast nach jedem Rennen genug Kohle auf der Tasche hat, um seinen Rennwagen aufzubessern oder komplett neue Fahrzeuge freigeschaltet. Insgesamt bietet man dem Spieler 127 lizensierte Fahrzeuge. Diese lassen sich in einem umfangreichen Editor individuell aufmotzen. Neben den ganzen leistungssteigernden Komponenten lässt sich beinahe alles an den Fahrzeugen individuell anpassen. Dieser fällt so umfangreich aus, wie seit langem nicht mehr. Das macht einfach Spaß jedes kleine Detail am Fahrzeug zu Tunen. Wem kein besonderer Stil einfällt oder wer mit wenig Aufwand an ein cooles Design rankommen möchte, der kann sich zudem auch an den Designs anderer Spieler bedienen, die ihre Kreationen Online präsentieren. Per Knopfdruck wird das gewünschte Design dann schnell aufs eigene Fahrzeug kopiert.

Lasst euch bloß nicht von der Polizei erwischen.
Lasst euch bloß nicht von der Polizei erwischen.

Schade nur, dass der Wechsel zwischen Tag und Nacht nicht dynamisch abläuft, sondern per Knopfdruck ausgelöst werden muss. Auf diese Weise geht viel Atmosphäre verloren. Auch auf grafischer Ebene erreicht der neue Teil nicht mal annähernd das Siegertreppchen. Zwar sieht das Spiel nicht direkt schlecht aus, aber den gesetzten Standard von „Forza Horizon 4“, dem Arcade-Racer King, kann „Heat“ nicht das Wasser reichen. Dennoch macht die Nacht visuell einiges her und zaubert wunderschön grelle Neonfarben auf den Bildschirm. Passend zum Stil leuchten auch die Rennstreckengrenzen in blau-lila Neonfarben auf, um euch eine kleine Orientierungshilfe zu bieten. Meistens peitscht uns zusätzlich ein starker Regen um die Ohren, der viel zur Atmosphäre beiträgt. Auch der großartige Soundtrack-Mix aus Dance sowie Latin Songs sorgt für die passende Stimmung.

Das Tuning in "NfS Heat" lässt beinahe keinen Wunsch offen.
Das Tuning in „NfS Heat“ lässt beinahe keinen Wunsch offen.

Spannende Open World?

Palm City als Spielwelt hat viel zu wenig Abwechslung zu bieten. Teilweise hatte ich das Gefühl immer wieder die gleichen Rennstrecken abzufahren. Viel zu austauschbar wirken der Stadtbezirk sowie die kargen Wald- und Bergregionen. Die Fahrten vom Event zu Event strecken nur unnötig die Spieldauer. Zwar haben die Entwickler von Ghost Games versucht die Open World mit interessanten wie motivierenden Aufgaben zu füllen, doch irgendwie konnten die mich weniger begeistern. Dabei zählt das suchen und finden von neuen Decals (Sticker für die Fahrzeuge) noch zu den spannendsten Sammelaufgaben. Einige Spieler werden sogar nicht drum herum kommen einige oder sogar alle Open World Aufgaben zu meistern, da die Entwickler euch mit speziellen Fahrzeugen locken.

Zusätzliche Herausforderungen können in der Werkstatt angenommen werden.
Zusätzliche Herausforderungen können in der Werkstatt angenommen werden.

So erhaltet ihr den Porsche Cayman GT4 wenn ihr alle 100 Flamingostatuen umfahrt, den Nissan GT-R Nismo gibt es nur, wenn ihr durch alle 85 Plakatwände springt und den Nissan 370Z Nismo wenn ihr alle 130 Graffitis findet. Neben diesen Sammelaufgaben winken zusätzliche optionale Herausforderungen wie Radarfallen und Drift-Challenges, aber wirklich unterhaltsam ist keine der Aufgaben. Solche Spielmechaniken sollten meiner Meinung nach der Vergangenheit angehören. Sie strecken die Spielzeit nur unnötig und machen so viel Spaß wie eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt.

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Auf der Karte lässt sich leicht eurer nächstes Rennen finden.

Zudem existiert beinahe kein Schadensmodell. Mit dem Fahrzeug lassen sich ohne weiteres Zäune, kleinere Steinmauern, Laternen und Bäume umfahren ohne dabei an Geschwindigkeit zu verlieren. Dadurch wirken die Rennboliden eher wie kleine Panzer als Flitzer. Das höchste der Gefühle sind leichte Kratzer und eine zerbeulte Motorhaube. Theoretisch kann eurer Fahrzeug auch einen Komplettschaden haben, doch um das zu erreichen müsst ihr schon gezielt darauf hinarbeiten.

Fazit

Alles in allem ist „Need for Speed Heat“ ein solider Arcade-Racer geworden, der aber weit hinter der Qualität eines „Forza Horizon 4“ bleibt. Die Optik ist hübsch, wird euch aber keine Wow-Momente entlocken können, das Fahrgefühl fühlt sich durchweg positiv an. Vor allem die notwendig gewordenen Drift-Manöver in den Rennen sorgen für den nötigen Kniff. Trotz generischer Open World samt nerviger Sammelobjekten sowie uninspirierten optionalen Herausforderungen bleibt der Titel durchgehend motivierend, dank dem unterschiedlich bewerteten Fortschrittssystems bei Tag und Nacht. Das Tuning ist definitiv das Herzstück von „Heat“ und bietet dank unzähliger Anpassungsmöglichkeiten jedem Spieler die Möglichkeit sich individuell mit seinem Lieblingsfahrzeug zu entfalten.

 

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http://www.next-gamer.de/need-for-speed-heat-im-test-zurueck-in-der-spur/feed/ 0 Need for Speed™ Heat_20191108195755 Zu beginn kann man sich für einen von 12 Charakteren entscheiden. Need for Speed™ Heat_20191108195922 Auch ein Startfahrzeug darf gewählt werden. Need for Speed™ Heat_20191108201001 Need for Speed™ Heat_20191108201001 Need for Speed™ Heat_20191108201810 Nachts gilt es so viele Reputationspunkte wie nur möglich einzusammeln. Need for Speed™ Heat_20191108220543 Lasst euch bloß nicht von der Polizei erwischen. Need for Speed™ Heat_20191110120132 Das Tuning in "NfS Heat" lässt beinahe keinen Wunsch offen. Need for Speed™ Heat_20191109124538 Zusätzliche Herausforderungen können in der Werkstatt angenommen werden. Need for Speed™ Heat_20191110114852 Auf der Karte lässt sich leicht eurer nächstes Rennen auswählen.
Neues Zeitalter: Mit PES 2020 bringt Konami die realistischste Fußballsimulation aller Zeiten auf den Markt http://www.next-gamer.de/neues-zeitalter-mit-pes-2020-bringt-konami-die-realistischste-fussballsimulation-aller-zeiten-auf-den-markt/ http://www.next-gamer.de/neues-zeitalter-mit-pes-2020-bringt-konami-die-realistischste-fussballsimulation-aller-zeiten-auf-den-markt/#respond Mon, 11 Nov 2019 10:16:23 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=120542 Schon Anfang des Jahres startete der Herausgeber Konami Digital Entertainment Limited die Kampagne „Playing is Believing“. Die Japaner wollen mit diesem Motto ihren Ansatz bei der Spielereihe Pro Evolutions Soccer weiter untermauern. Hier liegt der Fokus besonders auf dem Realismus und dem Gameplay. Das Spiel soll sich für Fußballer „echt“ anfühlen. Seit Jahren kämpft PES […]

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Schon Anfang des Jahres startete der Herausgeber Konami Digital Entertainment Limited die Kampagne „Playing is Believing“. Die Japaner wollen mit diesem Motto ihren Ansatz bei der Spielereihe Pro Evolutions Soccer weiter untermauern. Hier liegt der Fokus besonders auf dem Realismus und dem Gameplay. Das Spiel soll sich für Fußballer „echt“ anfühlen.

Seit Jahren kämpft PES mit der FIFA-Reihe um die Fans der Fußballsimulationen. Während Konami bei PES besonders die Puristen und den Gamern anlockt, kann FIFA vom Herausgeber EA Sports besonders mit dem breiten Spektrum an Lizenzen punkten. Auch der Ultimate Team Modus von FIFA, bei dem Mannschaften aus Spielern zusammengesetzt werden können, deren Bewertung im Spiel die aktuellen Leistungen auf dem Spielfeld widerspiegeln, ist bei Fans sehr beliebt. Die „MyClub“ Version von PES kann dabei nicht ganz mithalten.

Konami punktet besonders auf dem Platz. Die Bewegungen der Spieler auf dem Platz sind so realistisch, dass sich manch bekannter Spieler schon rein von seinem Laufstil erkennen lässt. Zudem hat der Gamer immer das Gefühl, sein Team im Griff zu haben. Gegentore sind meist auf eigenen Fehler zurückzuführen und Tore müssen hart erkämpft werden.

Konami, das mit der Umbenennung der Spielereihe in eFootball PES 2020 klar macht, dass der eigentliche Fokus auf dem E-Sport liegen soll, hat aber auch die Offline-Modi deutlich verbessert. Besonders die Master League zeigt sich deutlich verbessert. Hier übernimmt der Gamer die Rolle eines Managers und Trainers. Viele verschiedene Features, die der Spieler frei wählen kann, tragen zur Leistung des Teams auf dem Platz bei. Pressekonferenzen, Testspiele, Training und Gespräche mit einzelnen Teammitgliedern sind einige der Dinge, die es geschickt zu steuern gilt. Zudem wurden Etats und Ablösesummen überarbeitet, um so realistisch wie möglich zu wirken.

Die Testberichte zum neuen Titel von Konami fallen unterschiedlich aus. Viele zeigen sich enttäuscht, dass die Kinderkrankheiten rund um das Geschehen abseits des Platzes nicht komplett ausgeräumt wurden. Allerdings punktet PES auf dem Platz. Im Vergleich zum Konkurrenten wirkt das Spielgeschehen realistischer. Auch wegen der Verlangsamung der Spielgeschwindigkeit hat man das Gefühl, immer volle Kontrolle über sein Team zu haben. Zudem wurde die KI deutlich verbessert. Das Verhalten der vom Computer gesteuerten Spieler wirkt deutlich verbessert und das Verhalten des Balles immer realistischer. Konami kann zudem mit der offiziellen Lizenz für die UEFA Europameisterschaft 2020 punkten.

eFootball PES 2020 schließt mit dem neuen Release weiter zum Konkurrenten auf. Trotz einiger Kinderkrankheiten, die es gleichsam bei FIFA 20 gibt, werden immer mehr Gamer von der Leistung des Spiels auf dem grünen Rasen angezogen. Es ist zu erwarten, dass nicht nur die Fußballpuristen sondern immer mehr Hobbygamer sich für das neue Spiel von Konami entscheiden.

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Call of Duty Modern Warfare – Dataminer finden im Quellcode 23 neue Modi und 38 Maps http://www.next-gamer.de/call-of-duty-modern-warfare-dataminer-finden-im-quellcode-23-neue-modi-und-38-maps/ http://www.next-gamer.de/call-of-duty-modern-warfare-dataminer-finden-im-quellcode-23-neue-modi-und-38-maps/#respond Tue, 05 Nov 2019 13:04:34 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=120538 Wie es bei jedem „Call of Duty“ der Fall ist, soll selbstverständlich auch der der neue „Call of Duty: Modern Warfare“ langfristig mit neuen Inhalten versorgt werden. Dataminer sind im Quellcode auf zahlreiche neue Inhalte gestoßen, welche in den nächsten Wochen und Monaten kommen könnten. Zwar haben sowohl Activision als auch die verantwortlichen Entwickler von […]

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Wie es bei jedem „Call of Duty“ der Fall ist, soll selbstverständlich auch der der neue „Call of Duty: Modern Warfare“ langfristig mit neuen Inhalten versorgt werden. Dataminer sind im Quellcode auf zahlreiche neue Inhalte gestoßen, welche in den nächsten Wochen und Monaten kommen könnten.

Zwar haben sowohl Activision als auch die verantwortlichen Entwickler von Infinity Ward bereits angekündigt Zeitnah neue Inhalte für „Call of Duty: Modern Warfare“ nachliefern zu wollen, doch aktuell wurde nicht verraten welche neuen Modi und Maps die Spieler in Zukunft zu erwarten haben. Wie so oft, haben Dataminer nun etwas im Quellcode gefunden und somit einen möglichen Ausblick auf die Zukunft des Titels offenbart.

Das Online-Magazin Charlie Intel berichtet unter Berufung auf Dataminer, dass sich im Quellcode der PC-Version von „Call of Duty: Modern Warfare“ Hinweise auf insgesamt 23 verschiedene Modi und 38 neue Maps verstecken. So sollen sich allein für den „Feuergefecht“-Modus fünf neue Maps im Quellcode finden. Zudem könnten die „6 vs 6“- und „10 vs 10“-Modi von „Call of Duty: Modern Warfare“ in den kommenden Wochen und Monaten mit bis zu 20 neuen Maps versehen werden. Unter den neuen Modi ließ sich ein sogenannter „Gun Game“-Modus finden, in dem die Spieler mit jeder der vorgegebenen Waffen einen Kill zu erzielen müssen.

In dem „Grind“-Modus hingegen, müssen die Spieler auf der Map verteilte Erkennungsmarken einsammeln und zu einem bestimmten Ziel bringen. Darüber hinaus könnte der „Infected“-Modus zurückkommen. Eine Auflistung aller Spielmodi findet ihr unterhalb des Artikels.

„Call of Duty: Modern Warfare“ ist seit dem 25. Oktober 2019 für Playstation 4, Xbox One und PC erhältlich. Ob die hier erwähnten Spielmodi es tatsächlich ins Spiel schaffen, ist bisher nicht bekannt und sollte mit der nötigen Vorsicht genossen werden.

Alle Spielmodi in der Übersicht:

  • Team Juggernaut (gametype_tjugg): Jedes Team hat einen Juggernaut. Kills von Juggernauts bringen mehr Punkte ein. Das erste Team, welches das Punktelimit erreicht gewinnt.
  • Reinforce (gametype_siege): Sammelt Punkte, um gefallene Teammitglieder wieder zu beleben. Sammelt alle Punkte, um die Runde zu gewinnen.
  • Rupture (gametype_rugby): Übernimm die Kontrolle über einen mächtigen Juggernaut und besetze die gegnerische Basis, um zu Gewinnen.
  • One in the Chamber (gametype_oic): Erhalte Munition für getötete Feinde. Das Team mit der höchsten Punktzahl gewinnt.
  • Invasion (+ Hardcore) (gametype_blitz): Bringt eure Teamflagge in die Basis des Gegners.
  • Infected (gametype_infect): Eliminierte Überlebende werde zu Infizierten. Infiziere jeden oder Überlebe um zu gewinnen.
  • High Value Target (gametype_hvt): Erledige Feinde, um Punkte zu erzielen. Jage hochwertige Ziele, um mehr Punkte zu stehlen.
  • Gun Game (gametype_gun): Erziele als erster Spieler alle Kills mit einer vorbestimmten Waffe.
  • Grind (gametype_grind): Sammle Erkennungsmarken ein und bringe sie zum Ziel, um Punkte für dein Team zu erzielen.
  • Drop Zone (gametype_dropzone): Halte die Abwurfzone um Punkte zu erzielen und Abwurf Pakete einzusammeln.
  • Demolition (gametype_demo): Die Teams greifen abwechselnd zwei Bombenstandorte an und verteidigen sie. Beide müssen von dem angreifenden Team mit Bomben zerstört werden.
  • Defender (gametype_tdef): Erfasse die Drohne und halte sie, um Daten hochzuladen und Punkte für dein Team zu sammeln.
  • Search and Rescue (gametype_sr): Teams verteidigen und zerstören abwechselnd ein Ziel. Stellen Sie Erkennungsmarken wieder her, um Respawns zuzulassen oder abzulehnen.
  • Capture the Flag (gametype_ctf): Hol dir die feindliche Flagge und bringe sie zu deiner Basis zurück.
  • Fire Mission (+ Hardcore) (gametype_btm): Erledige Feinde, erobere HQs und extrahiere VIPs, um Punkte für dein Team zu sammeln.
  • Assault (gametype_assault): Angreifer greifen Bombengelände an. Verteidiger verteidigen!
  • All or Nothing (gametype_aon): Starte mit einer benutzerdefinierten Pistole, Wurfmesser und keiner Munition. Zusätzliche Vorteile erhält man durch Abschüsse, aber man verliert alles durch den Tod.

Alle Spielmodi ohne Beschreibung:

  • Showdown (+ Hardcore) (gametype_showdown)
  • Onslaught (gametype_onslaught)
  • Incursion (gametype_incursion)
  • Fireteam (+ Hardcore) (gametype_fireteam)
  • Breach (gametype_breach)
  • Arms Race (+ Hardcore) (gametype_arm)

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StarCraft 3 – Entwickler würden gerne daran arbeiten http://www.next-gamer.de/starcraft-3-entwickler-wuerden-gerne-daran-arbeiten/ http://www.next-gamer.de/starcraft-3-entwickler-wuerden-gerne-daran-arbeiten/#respond Mon, 04 Nov 2019 16:04:34 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=120535 Im Rahmen der BlizzCon 2019 hat man kein „Starcraft 3“ angekündigt, doch die zuständigen Entwickler haben durchaus ihr Interesse an der Reihe bekundet. Die BlizzCon 2019 ist vorbei und stimmte die Fans auf der ganzen Welt glücklich. Für fast alle Franchises aus dem Hause Blizzard Entertainment wurden neue Projekte oder Erweiterungen enthüllt, nur die „Starcraft“-Reihe […]

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Im Rahmen der BlizzCon 2019 hat man kein „Starcraft 3“ angekündigt, doch die zuständigen Entwickler haben durchaus ihr Interesse an der Reihe bekundet.

Die BlizzCon 2019 ist vorbei und stimmte die Fans auf der ganzen Welt glücklich. Für fast alle Franchises aus dem Hause Blizzard Entertainment wurden neue Projekte oder Erweiterungen enthüllt, nur die „Starcraft“-Reihe ging leer aus. So sprachen einige Fans die „Starcraft 2“-Entwicklern auf einen möglichen Nachfolger an. Production Director Tim Morton sowie der führende Co-op Designer Kevin Dong nahmen sich Zeit für die Fragen der Fans und bekundeten durchaus ihr Interesse an einem „Starcraft 3“, jedoch gibt es bisher in dieser Richtung nichts anzukündigen.

„Die beste Art für uns, um unsere Zukunft herauszufinden, ist es von den Spielern zu hören. Ich denke, dass es ein Interesse an weiteren RTS-Spielen gibt und diese Nachricht an Blizzard zu senden wäre eine wundervolle Sache. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass es mein Lieblingsgenre zu spielen ist und bisher ist es auch mein Lieblingsgenre, um daran zu arbeiten“, sagte Morton zu einem möglichen „StarCraft 3“. Auch Dong stimmte dieser Einschätzung zu.

Ob sich Blizzard Entertainment dazu entschließt „Starcraft 3“ entwickeln zu lassen, bleibt vorerst ungeklärt. Zum aktuellen Zeitpunkt scheint sich kein neuer Teil in Arbeit zu befinden.

 

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Need for Speed Heat – Neues Gameplay-Video stimmt auf nahenden Release ein http://www.next-gamer.de/need-for-speed-heat-neues-gameplay-video-stimmt-auf-nahenden-release-ein/ http://www.next-gamer.de/need-for-speed-heat-neues-gameplay-video-stimmt-auf-nahenden-release-ein/#respond Mon, 04 Nov 2019 14:24:12 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=120532 Bereits Ende dieser Woche, ab dem 8. November 2019, wird „Need for Speed Heat“ für PS4, Xbox One und den PC erhältlich sein. Kurz vor Release könnt ihr euch mit einem frischen Gameplay-Video auf die rasante Action einstimmen. Für „Need for Speed Heat“ zeigen sich erneut die schwedischen Entwickler von Ghost Games verantwortlich, die zuvor auch […]

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Bereits Ende dieser Woche, ab dem 8. November 2019, wird „Need for Speed Heat“ für PS4, Xbox One und den PC erhältlich sein. Kurz vor Release könnt ihr euch mit einem frischen Gameplay-Video auf die rasante Action einstimmen.

Für „Need for Speed Heat“ zeigen sich erneut die schwedischen Entwickler von Ghost Games verantwortlich, die zuvor auch schon „Need for Speed: Rivals“ sowie „Need for Speed Payback“ hervorbrachten. Das neue Gameplay-Video stammt von den Kollegen von PlayStation Underground, die euch mehr als 28 Minuten pures Gameplay zeigen.

Im neusten „Need for Speed“-Ableger dürfen sich die Spieler in der Metropole Palm City austoben. Geboten wird erneut eine offene Spielwelt, in der man Tagsüber an offiziellen Events teilnimmt, um Geld zu verdienen und nachts an illegalen Underground-Rennen, um sich einen Ruf in der Szene aufzubauen. Laut Entwickler wird man über 120 Fahrzeuge von unterschiedlichen Herstellern zu bieten haben.

Zudem hat man bereits vor wenigen Wochen klargestellt, dass man sich bei Ghost Games bewusst gegen Mikrotransaktionen und Pay2Win-Mechaniken entschlossen habe.

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Terminator Resistance – Umfangreiches Gameplay Material veröffentlicht http://www.next-gamer.de/terminator-resistance-umfangreiches-gameplay-material-veroeffentlicht/ http://www.next-gamer.de/terminator-resistance-umfangreiches-gameplay-material-veroeffentlicht/#respond Mon, 04 Nov 2019 13:38:25 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=120529 Überraschend enthüllten Reef Entertainment und Teyon im September den Ego-Shooter-Titel „Terminator: Resistance“. Erscheinen soll der Titel bereits am 15. November 2019 für PS4, Xbox One und PC. Damit ihr auch wisst, was euch in dem Shooter erwartet, haben die Verantwortlichen nun ein knapp zehn Minuten langes Gameplay-Video veröffentlicht. Im Video seht ihr den neuen Held […]

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Überraschend enthüllten Reef Entertainment und Teyon im September den Ego-Shooter-Titel „Terminator: Resistance“. Erscheinen soll der Titel bereits am 15. November 2019 für PS4, Xbox One und PC. Damit ihr auch wisst, was euch in dem Shooter erwartet, haben die Verantwortlichen nun ein knapp zehn Minuten langes Gameplay-Video veröffentlicht.

Im Video seht ihr den neuen Held Jacob Rivers, der als Soldat der Resistance Pacific Division nur knapp dem Tode entgeht. Obwohl dieser nur den Rang eines Privates bekleidet, hat ihn Skynet aus irgendeinem Grund als ein wichtiges Ziel auserkoren. Die Spieler kämpfen sich in der Rolle von Jacob Rivers durch das Abwehrnetz von Skynet, um das Schicksal der Menschen im Kampf gegen die Maschinen zu bestimmen.

Dank eines Crafting-Systems können die Spieler ihre Waffen aufrüsten und verbessern. Hierfür muss in den weitläufigen Arealen Schrott eingesammelt werden, welches zudem auch für den Handel verwendet werden kann. Neben der Storykampagne können Spieler auch diverse Nebenaufgaben für Freunde erledigen. Laut den Entwicklern könne Spieler selbst entscheiden, ob diese verdeckt oder aggressiv vorgehen. Man sollte jedoch bedenken, dass jede Aktion Gewicht hat und sogar das Spielende beeinflusst.

Fans des Franchises werden viele Gegner aus den Filmen wiedertreffen, wie den ikonischen T-800, welcher von Arnold Schwarzenegger verkörpert wird. Zudem wird es auch viele neue Gegner geben, die bisher nicht im Terminator-Universum zu sehen waren. Einige davon lassen sich in dem unten eingebundenen Trailer entdecken.

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MediEvil Remake im Test – Schaurig-schön nostalgisch http://www.next-gamer.de/medievil-remake-im-test-schaurig-schoen-nostalgisch/ http://www.next-gamer.de/medievil-remake-im-test-schaurig-schoen-nostalgisch/#respond Fri, 01 Nov 2019 04:44:18 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=120487 Die „MediEvil“-Serie existiert bereits seit 1998 und wird nun erneut im Jahr 2019 in einem modernen Gewand ausgegraben. Der exklusive Playstation Titel wurde einst von den Entwicklern des SCE Cambridge Studio entwickelt, die sich stark von Tim Burton’s Stop Motion Halloween Geschichte „The Nightmare Before Christmas“ inspirieren ließen. Damals überzeugte das Spiel vor allem durch […]

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Die „MediEvil“-Serie existiert bereits seit 1998 und wird nun erneut im Jahr 2019 in einem modernen Gewand ausgegraben. Der exklusive Playstation Titel wurde einst von den Entwicklern des SCE Cambridge Studio entwickelt, die sich stark von Tim Burton’s Stop Motion Halloween Geschichte „The Nightmare Before Christmas“ inspirieren ließen. Damals überzeugte das Spiel vor allem durch die wunderschöne 3D-Grafik, dem wundervollen Sound und dem schrägen schwarzen Humor. Weniger schön waren hingegen die schwammige Steuerung sowie die unübersichtliche Kameraführung. Dabei ist die aktuell seit dem 25. Oktober 2019 erhältliche Neuauflage des Klassikers nicht der erste Versuch die Serie wiederzubeleben. Bereits 2005 erschien eine Neuinterpretation des ersten Ablegers für die Playstation Portable mit dem passenden Namen „MediEvil: Resurrection“. Wie sich die aktuelle Neuauflage schlägt, die bei den Entwicklern von Other Ocean Emeryville entstand, verrate ich euch in meinem Test.

Schräge Geschichte

Der böse Zauberer Zarok hat es auf die Weltherrschaft abgesehen und beginnt seine Karriere im verschlafenen Königreich Gallowmere. Als der König jedoch Wind von der Sache bekommt, setzt er seinen besten Ritter Sir Daniel Fortesque darauf an die Pläne des Zauberers zu durchkreuzen. Dumm nur, dass Sir Daniel Fortesque nicht ganz so ritterlich ist, wie er gerne sein würde und bereits zu Beginn eines Großangriffs auf Zaroks Armee von einem Pfeil tödlich verletzt wird. Irgendwie wird Zarok dennoch besiegt und im Laufe der Jahrzehnte wird Sir Daniel Fortesque zu einem ruhmreichen Helden emporgehoben. 100 Jahre später tritt Zarok erneut auf die Bildfläche zurück. An seinen Plänen die Weltherrschaft an sich zu reißen hat sich nichts geändert und so verwandelt er mit einem Zauberspruch die hilflosen Dorfbewohner Gallowmeres in willenlose Zombies. Auch die Toten kehren ins Leben zurück und wandeln ziellos auf den Friedhöfen umher. Zum Glück trifft dieser Zauber auch den guten alten Sir Daniel Fortesque, der eine zweite Chance erhält Zarok das Handwerk zu legen.

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Alles beim Alten

Bereits vor der Veröffentlichung des Remakes von „MediEvil“ machten die Entwickler von Other Ocean Emeryville sowie Sony kein Geheimnis draus, dass man sich so nah wie nur möglich an die Originalvorlage halten werde. Dementsprechend wirkt der Titel trotz der hübschen Grafik wie aus der Zeit gefallen. Sowohl das Leveldesign als auch das Gameplay sind beinahe eins zu eins übernommen worden. Viele Nostalgiker werden dies sicherlich Lieben, doch für alle Neulinge, die sich an der Neuauflage versuchen wollen, werden vor den Kopf gestoßen. Von der grausigen Kameraführung bis hin zum schwammigen Kampfsystem fühlt es sich an wie das „MediEvil“ aus 1998. Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass man die Schwächen des einstigen Klassikers beseitigt und nicht wiederholt. Hier hätten die Entwickler definitiv nachbessern müssen, um eine moderne Spielerfahrung bieten zu können. Die beste Lösung wäre es gewesen hier die Spieler entscheiden zu lassen, wie sie ihre „MediEvil“-Erfahrung erleben möchten. So hätte man zum Beispiel im Optionsmenü zwischen dem klassischen Erlebnis und einem modernen Erlebnis wählen können, wie es zum Beispiel auch bei der Monkey Island Neuauflagen der Fall war. Vor allem da der Klassiker sich in seiner Ursprungsform freischalten lässt.

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Beim Kampfsystem hat man absolut kein Trefferfeedback, was dazu führt, dass man ständig durch die Luft fuchtelt. Zumindest wenn man mit einem Schwert unterwegs ist. Bei dem Hammer oder der Keule sieht es schon anders aus. Da bebt der Boden und die Kamera wackelt von der Wucht des Aufschlags, die Gegner werden teilweise weggeschleudert oder sinken direkt zu Boden. Der einzige Indikator für einen Treffer sind die rot aufleuchtenden Gegner. Bei Wurfwaffen wie Armbrust oder den Wurfmessern hat man hingegen einen großartigen Job gemacht. Feinde werden automatisch anvisiert und werden ziemlich Zielgenau von jedem Schuss getroffen. Auch die Kameraführung ist mehr als Störend. In vielen Bereichen lässt sich diese nicht drehen oder schwenken und ist fest in einer Ecke verankert. Zwar hat man für eine bessere Übersicht die sogenannte „Dan-Cam“ eingebaut, mit deren Hilfe wir über Sir Daniel Fortesques Schulter blicken können, doch diese ist in solchen Momenten ebenfalls gesperrt. Viel zu oft verlor ich Dan aus den Augen oder andere Objekte versperrten mir die Sicht auf das Geschehen. Das war schon 1998 störend und stört auch im Jahr 2019 bei aller Nostalgie-Liebe massiv.

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Gameplay-Mix begeistert auch heute noch

Trotz der Schwächen bei Kameraführung und Kampfsystem weiß das Spiel aber auch heute noch mit dem Gameplay-Mix aus Action, Rätseln und Geschicklichkeitsaufgaben zu gefallen. Zudem überzeugen die charmanten Charaktere, der schräge schwarze Humor und besonders die gute deutsche Synchronisation. Ganz Old-School typisch sind die unterschiedlichen Gebiete in kleinere Level unterteilt. Nach jedem Bereich wechselt die Ansicht auf eine Weltkarte, wo wir uns zum nächsten Gebiet bewegen können. Einige Rätsel und Geheimnisse erfordern sogar das erneute Aufsuchen bekannter Levelabschnitte. Besonders gut haben mir die Boss-Gegner gefallen, die immer wieder neue Strategien abverlangen. So muss man zum Beispiel bei einem Dämon aus Buntglas zunächst seinen Angriffen ausweichen, bis sein Herz freigelegt wird, um dieses anschließend per Distanzwaffe zerstören zu können.

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Neben kleinen Geheimnissen, die mit dem Einsatz bestimmter Objekte gelöst werden können wie einem Hexensymbol, welches wir an der passenden Stelle einsetzen, um eine Waldhexe auf den Bildschirm zu zaubern, können wir uns auch auf die Suche nach goldenen Kelchen begeben. Hierfür müssen wir zunächst eine bestimmte Anzahl an Gegnern im aktuellen Levelabschnitt erledigen. Eine Anzeige am oberen rechten Bildschirmrand informiert uns in Form einer Prozentanzeige wie viele Gegner uns noch fehlen, um den Kelch erscheinen zu lassen. In jedem Level lässt sich ein Kelch finden. Haben wir den Kelch eingesammelt, dann finden wir uns am Ende eines Levels in der sogenannten Heldenhalle wieder. Dort kommt man mit Helden aus vergangenen Tagen ins Gespräch und wird sogar mit legendären Waffen belohnt, die unzerstörbar sind. Einige Hilfsmittel wie die Keule nutzen sich leider ab, was bei dem Heldenhammer nicht passiert und auch Munition muss käuflich erworben werden.

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Fazit

Die Neuauflage von „MediEvil“ ist genau das geworden, was sich sicherlich viele Fans des Originals gewünscht haben. Es liefert beinahe dieselbe Spielerfahrung wie der einstige Spieleklassiker 1998 auf der Playstation eins. Auch ich war sehr erfreut darüber meinen tollpatschigen Kindheitshelden Sir Daniel Fortesque wiederzusehen. In einem zeitgemäß hübschen Grafikgewand präsentieren sich die Charmanten Charaktere mit wundervoll überzeugenden deutschen Stimmen. Die schräge Geschichte weiß auch heute noch zu gefallen und der Gameplay-Mix aus Action, Rätseln und Geschicklichkeitsaufgaben motiviert ungemein.

Schade nur, dass Entwickler nicht an den Schwächen des Originals ausgebessert haben und diese quasi ebenfalls eins zu eins übernommen haben. Das Kampfsystem ist fummelig ungenau und weist kaum ein Trefferfeedback auf und die grausige Kameraführung nervt das ein oder andere Mal. Dennoch kann ich euch das Abenteuer rund um den schrägen Helden Sir Daniel Fortesque nur wärmstens ans Herz legen und bin sicher, dass auch Neulinge gefallen an dem Titel finden werden. Dank des Cartoonartigen Looks bietet sich der Titel auch einem jüngeren Publikum an.

 

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Death Stranding – Offizieller Launch-Trailer veröffentlicht http://www.next-gamer.de/death-stranding-offizieller-launch-trailer-veroeffentlicht/ http://www.next-gamer.de/death-stranding-offizieller-launch-trailer-veroeffentlicht/#comments Thu, 31 Oct 2019 07:51:00 +0000 http://www.next-gamer.de/?p=120526 Sony Interactive Entertainment und Kojima Productions erinnern mit einem passenden Launch-Trailer an das kommende Woche erscheinende Open-World-Abenteuer „Death Stranding“. Dieser ist fast acht Minuten lang und verschafft den Spielern den bisher besten Blick auf die mysteriöse Geschichte des Titels. „Death Stranding“ wird am 08. November 2019 konsolenexklusiv für die Playstation 4 veröffentlicht. Eine PC-Version soll […]

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Sony Interactive Entertainment und Kojima Productions erinnern mit einem passenden Launch-Trailer an das kommende Woche erscheinende Open-World-Abenteuer „Death Stranding“. Dieser ist fast acht Minuten lang und verschafft den Spielern den bisher besten Blick auf die mysteriöse Geschichte des Titels.

„Death Stranding“ wird am 08. November 2019 konsolenexklusiv für die Playstation 4 veröffentlicht. Eine PC-Version soll im Sommer 2020 folgen. In dem Titel schlüpfen die Spieler in die Rolle des Protagonisten Sam Porter Bridges, dessen Aufgabe es sein wird die Menschheit wieder zu vereinen. Verkörpert wird Sam von „The Walking Dead“-Star Norman Reedus. Neben Norman Reedus werden weitere bekannte Hollywood-Größen und Gesichter aus der Gaming Branche zu sehen sein. Darunter Mads Mikkelsen als Cliff, Troy Baker als Higgs, Guillermo del Toro als Deadman, Nicolas Winding Refn als Heartman, Tommie Earl Jenkins als Die-Hardman, Léa Seydoux als Fragile, Lindsay Wagner als Amelie, Margaret Qualley als Mama, Conan O’Brien als The wandering MC und noch einige mehr.

Am morgigen Freitag, dem 01. November 2019, fällt übrigens das Review-Embargo für das Spiel. Dementsprechend erfahrt ihr noch vor dem Kauf was die internationale Presse von dem Titel hält und ob dieser die hohen Erwartungen erfüllen kann. Unterhalb des Artikels könnt ihr den Launch-Trailer in Deutsch sowie Englisch betrachten.

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