
Etwa ein Jahr ist es her, dass der rätselliebende Gentleman mit dem schicken Zylinder dem Nintendo DS zuletzt einen Besuch abstattete. Nachdem die Geheimnisse um die Schatulle der Pandora offengelegt wurden, wartet bereits ein neues Abenteuer auf den Professor und seinen Schüler Luke. Mit Professor Layton und die verlorene Zukunft begeben wir uns – wie der Titel eventuell bereits vermuten lässt – mehr oder weniger unfreiwillig auf eine Zeitreise, während der wir sowohl auf alte Bekannte als auch auf neue Feinde und Freunde treffen.
- Mysterien aus der Zukunft -
Alles beginnt mit einem Brief an den gut gekleideten Professor, der von jemandem verfasst wurde, der sich als Luke zu erkennen gibt. Laut diesem kommt die Nachricht, in der er den Rätselmeister um Hilfe bittet, zehn Jahre aus der Zukunft. Der Professor sieht sich einem neuen Mysterium entgegengestellt, dass lediglich die Einleitung zu einem neuen Abenteuer darstellt. Wie kam der Brief in diese Zeit? Wie könnte Layton helfen? Und hat der Vorfall mit den vorangegangenen Ereignissen zu tun? Eine Woche zuvor gab es nämlich während der Vorführung einer Zeitmaschine einen Unfall, in Folge dessen der verantwortliche Wissenschaftler und der Premierminister, welcher sich als Versuchskaninchen für das Experiment zur Verfügung gestellt hatte, verschwanden. Über all dies rätselnd, begeben sich Hershel Layton und sein Begleiter Luke Triton dem Brief folgend auf den Weg zum Uhrenladen.
Währenddessen redet ihr mit verschiedenen Leuten, erkundet die Gegend und natürlich müssen auch die ersten Rätsel gelöst werden, die den Kern des Spiels darstellen. Diese sind recht abwechslungsreich und fügen sich in den meisten Fällen gut in die Handlung ein. So steht ihr in einem Falle vor einer verschlossenen Tür und müsst entsprechend den Schlüssel zusammensetzen, an einer anderen Stelle bittet euch ein Restaurantbesitzer Fehlprägungen von Tisch-Nummernschildern zu entlarven. Auf der anderen Seite gibt es auch immer mal wieder Rätsel, die nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun haben und euch lediglich unterhalten beziehungsweise geistig fordern sollen. Zumindest theoretisch, denn leider wurde der Schwierigkeitsgrad im Vergleich zum Vorgänger deutlich gesenkt. Zwar gibt es immer noch harte Brocken – besonders gegen Ende werdet ihr des Öfteren in Versuchung geraten, den einen oder anderen Tipp wahrzunehmen –, doch im Schnitt sind die Anforderungen milde. Ein Pluspunkt gegenüber Professor Layton und die Schatulle der Pandora liegt allerdings in der Auswahl der Aufgaben, die diesmal um einiges variantenreicher gestaltet wurden.
Solltet ihr dennoch in Schwierigkeiten geraten, liegt das nicht selten an einer seltsamen Formulierung des Rätsels, vor allem bei den zahlreichen textbasierten Knobelspielchen. In diesem Falle bekommt ihr die Gelegenheit, euch einen Tipp zu erkaufen, sofern ihr auf eurem Weg eine der zahlreichen Hinweismünze gefunden habt. Sollte man nach drei Tipps – natürlich im Austausch für jeweils eine Münze – immer noch im Dunkeln tappen, hilft der neue Supertipp, der nochmal weitere zwei Hinweismünzen verschlingt. Hier wird euch allerdings die Auflösung quasi auf dem Präsentierteller serviert. Für wahre Knobler steht dessen Benutzung natürlich außer Frage. Diese freuen sich hingegen eher darüber, dass der in jedem Rätsel optional zuschaltbare „Kritzelbildschirm“, mit dessen Hilfe sich Notizen eingeben lassen, nun über mehrere Farben verfügt, was besonders hilfreich ist, wenn mehrere Elemente gleichzeitig im Blick bewahrt werden müssen.
