Kirby Mass Attack

Bei seinem vierten DS-Besuch kommt Kirby zu zehnt


 

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Für Kirby-Fans dürfte 2011 ein glorreiches Jahr gewesen sein. Mit Kirby und das magische Garn sowie Kirby’s Adventure Wii erschienen allein auf der stationären Nintendo-Konsole zwei klassische 2D-Jump-n-Runs. Und während 3DS-Besitzer weiterhin auf ihr erstes dreidimensionales Kirby-Abenteuer warten müssen, stattete der rosafarbene Kulleraugen-Held dem DS nach Power Paintbrush, Mouse Attack und Power Paintbrush mit Mass Attack seinen bereits vierten Besuch ab. Grund genug für Kirby aus seinem sicherlich letzten Auftritt auf dem firmeneigenen Handheld einen großen Auftritt zu machen, denn diesmal habt ihr es nicht mit einem, sondern gleich mit zehn Kirbys zu tun!

- Touchscreen statt Buttons -

Euer Abenteuer startet auf den Popopo-Inseln von Kirbys Heimatplaneten Pop. Anders als in Kirby und das magische Garn ist die Grafik ganz im Stil klassischer Kirby-Abenteuer gehalten. Die Welt unterscheidet sich nicht von den üblichen Kirby-Settings und Fans fühlen sich dank der kunterbunten Knuddeloptik mit den grell-grünen Wiesen und den niedlich animierten Figuren sofort wohl.  

Bild von Kirby Mass Attack
Doch die paradiesische Atmosphäre währt nicht lange denn der knochige Nekrodeus will mit seiner Bande den bunten Planeten in Dunkelheit tauchen. Von seinem Zauberstab getroffen spaltet sich unser Held in zehn Exemplare auf, von denen Nekrodeus neun zerstört – da war es nur noch einer, und genau diesen steuert ihr in 2D-Manier von links nach rechts durch klassische Plattformer-Levels, sammelt Items ein, entdeckt Geheimgänge und besiegt (End)gegner.
   Auf einer Karte lassen sich, ähnlich wie bei Mario-Jump-n-Runs, die einzelnen Welten und Level anwählen. Neu ist, dass über jedem Areal eine Zahl anzeigt, wie viele Kirbys ihr braucht, um den Bereich zu betreten. Gar nicht klassisch ist die Steuerung, die diesmal allein über den Touchscreen ausgeführt wird. Soll Kirby sich nach rechts bewegen, müsst ihr den Touchpen am rechten Bildschirmrand berühren und dort halten, was zunächst ziemlich ungewohnt ist. Soll Kirby schweben, atmet ihr nicht wie gewohnt Luft ein, sondern zeichnet mit dem Touchpen Schlangenlinien. Vor allem wenn ihr Kirby gegen Blöcke werfen wollt um diese zu zerschmettern erfordert dies etwas Eingewöhnungszeit. Es ist verständlich, dass Nintendo beim bereits vierten Auftritt in derselben Handheld-Generation zur Abwechslung auf Neuerungen setzt, allerdings fühlt sich eine Button-Steuerung wie bei New Super Mario Bros doch deutlich komfortabler an und geht schneller von der Hand. Auch Kirbys berühmte Fähigkeit, Gegner einzusagen und deren Fähigkeit zu absorbieren ist in Mass Attack nicht möglich. Stattdessen tippt ihr den Gegner an und Kirby erledigt ihn daraufhin im Alleingang. Diese Neuerungen erscheinen zunächst langweilig und nutzlos, ergeben aber Sinn, sobald ihr mehr als einen Kirby steuert.