Rayman 3D

Spiel es noch einmal, Ray: Zum 3DS-Start erlebt Rayman zum 10. mal sein zweites Abenteuer


 

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Nintendo 64, PC, Dreamcast, PlayStation, PlayStation 2, Nintendo DS, iPhone und iPod. Nebenbei auch noch PSN und GameBoy Color. 


Diese Liste ist nicht etwa das Who is Who der letzten Konsolengenerationen, sondern die Liste an Plattformen, die allesamt eine Gemeinsamkeit besitzen: Rayman 2. Seit der N64-Urveröffentlichung gab es fast keine Plattform auf der der charismatische Held ohne Gliedmaßen nicht ein weiteres mal sein zweites Abenteuer überstehen musste. Er kann einem dabei schon beinahe Leid tun, der gute alte Ray. Muss er sich doch fühlen als wäre er für Ewigkeiten in einer Zeitschleife gefangen aus der es kein Entrinnen gibt. Wie ein Schauspieler, der nach dem Abflachen seiner Popularität seine begehrteste Rolle wieder und wieder spielen darf. Im Free-TV, zu Supermarkteröffnungen, auf Kindergeburtstagen. Doch nie spielt er die Rolle wieder ganz so gut wie zu seinen Hochzeiten. Der langsame Verfall. Ist damit alles gesagt, was gesagt werden muss? Nein? Dann gehen wir nun der Frage auf den Grund: Warum ist auch Rayman 3D nicht die ultimative Version von Rayman 2?

- Um den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten ...-

... wird die Frage natürlich bis zum Schluss aufgehoben. Zu aller erst wird klargestellt, weshalb es durchaus Sinn ergibt, dass Rayman 2 immer und immer wieder neu vermarktet wird: Weil es einfach ein verdammt solides Stück Software ist. 

   Anders als die meisten anderen Jump'n Runs der N64- und PlayStation-Generation hat Rayman 2 den Zahn der Zeit nämlich erstaunlich gut getrotzt. Das liegt vor allem daran, dass das Team um Michel Ancel bei der 3D-fizierung die Natur eines Jump'n Runs nicht aus den Augen verlor. Rayman 2 verliert sich nicht wie gewisse andere Genre-Ikonen in ewige Sammel- und Suchtiraden, bei denen es die Aufgabe ist ein Dutzend verschiedener Items so oft zu finden bis auch der letzte Spielspaß terminiert wurde (an dieser Stelle wollen wir keine Namen nennen -- abgesehen davon, dass sich der schlimmste Täter dieser Kategorie auf Monkey Pong reimt), stattdessen steht hier tatsächlich das Springen und Laufen im Vordergrund. Ganz so als hätte sich jemand die Genre-Beschreibung zu Jump'n Run tatsächlich zu Herzen genommen. 

   Rayman springt, läuft und kämpft sich durch weitesgehend lineare Level, reitet dabei auf Raketen, fliegt auf Dynamitfässern und fährt Schildkröten-Jet-Ski in giftigen Gewässern wie es lustig ist. Das macht auch im Jahre 2011 noch Spaß.

   Abgerundet wird das Gesamtpaket von einer Spielwelt, die sich im unverkennbar einzigartigen Ancel-Stil kleidet, der einige Jahre nach der Erstveröffentlichung auch Beyond Good & Evil in abgewandelter, aber unverkennlich verwandter Form gut zu Gesicht stehen sollte. Für ein vermeintlich buntes Jump'n Run ist Rayman 2 in der Tat ein überraschend dunkles und dreckiges Spiel - und damit eine willkommene Abwechslung von Marios Bonbonwelt. Auch der Soundtrack weiß mit seinen atmosphärischen Tönen und Melodien zu gefallen. 

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