Kinect Joy Ride

Hi, I am Johnny Knoxville and this is Kinect Joy Ride


 

Artikelbild zu Kinect Joy Ride

Freihändig Autos fahren und Stunts dabei machen. In der Realität sollte man solcherlei Aktionen nur dann bringen, wenn der Nachname zufällig Knoxville, Magera oder Glover lautet. Glücklicherweise füllt Microsoft mit Kinect Joy Ride diese Ideenlücke.

- Hi, I am Johnny Knoxville and this is Kinect Joy Ride -

Eines steht wohl außer Frage: Ich habe zum Kinect-Launch nicht nur Blüten auftreiben können, sondern musste im Kinect-Bodensatz meine Qualitäten beweisen. Mit Kinect Joy Ride erwartet den Kinecto ein Mario Kart-Klon der übleren Sorte. Hier gibt es penetrant bunte Boliden sowie surreale Rennstrecken, die wie ein irrer Fiebertraum eines Möchtegern-Bob-Ross erscheinen. Dazu gesellen sich wie üblich noch diverse Power-Ups in Form von Boden- Raketen oder Landminen hinzu. Zusätzlich hat man als Fahrer noch die Möglichkeit, Stuntpunkte zu sammeln, die man durch diverse Moves erhalten kann. Sei es der Sprung über eine Rampe oder ein Half-Pipe-Überschlag.

   Dies wäre natürlich alles prickelnd und toll, wäre hier nicht die Kinect-Sensorik, die keinerlei Anspruch erkennen lässt. Denn man muss fast nichts tun. Ja, ist tatsächlich wahr, abgesehen vom Auswählen der Fahrzeuge und des Spielmodus könnt ihr beim eigentlichen Spiel einfach stehen bleiben und die Arme nicht bewegen. Euer Bolide steuert sich praktisch selber. Egal ob er von Hindernissen wie Barrikaden abprallt oder über Beschleunigungsstreifen prescht, ihr könnt ganz locker bleiben. Es ist möglich komplette Rennen mit geschlossenen Augen zu gewinnen, ohne dabei auch nur ein einziges Mal eure Position vor der Kinect-Hardware zu verändern. Dies wird selbst jüngere Kinder sowie die Großeltern schnell langweilen und kaum mehr als ein Gähnen entlocken.

   Es existiert zwar noch der Stunt-Modus, allerdings ist dieser gelinde gesagt langweilig. Denn Stunts werden zwar erkannt, allerdings reicht hier schon ein beherztes in der Nase bohren, um den eigenen Xbox-Avatar auf dem Bildschirm zu einem Stunt zu bewegen, der lächerlich extrem daherkommt. An Stunts herrscht sowieso eine gewisse Mangelhaftigkeit, denn an einer Hand abzählen wäre die Übertreibung der Stunde. Ich will nicht wieder gewisse Bausteine aus meiner Fighters Uncaged-Review bemühen, aber Kinect Joy Ride ist nicht mehr wert, als eine kleine Demo-Version, die bei Kinect hätte beiliegen sollen. Der Umfang ist recht gering und es wird wohl niemanden geben, der sich Kinect Joy Ride komplett bis zum Ende geben wird, dafür wird einfach nicht genug geboten. Um es prägnant auszudrücken, die Freigabe auf dem Frontcover ab 0 kann man auch als „0 Spielegehalt“ interpretieren.

- Ich brauche einen Bierdeckel – nimm halt Joy Ride -

Umfang zu gering, spielerische Finesse Fehlanzeige und Kinect-Anforderung praktisch nicht vorhanden. Selbst die Zielgruppe der Kleinkinder wird mit diesem Stück Banalitäts-Geschichte keinerlei Freude „Joy Ride anyone“ haben. Ist dies bedauerlich? Nein, in keinster Weise, denn dass es auch halbwegs anders geht hat doch Mario Kart für die Wii gezeigt. Bei Kinect Joy Ride wurde einfach nur die Kinect-Launch-Deadline eingehalten und somit ein Stück Software präsentiert, welches selbst in 20 Jahren, wenn Kinect Sammlerstatus erreicht hat, niemandem mehr einen Euro aus der Tasche ziehen wird. Ich rieche sogar fast schon eine Review vom Angry Kinect Nerd. He's gonna take you back to past, to play some shitty Kinect-titles that suck ass.

» Um es prägnant auszudrücken, die Freigabe auf dem Frontcover ab 0 kann man auch als „0 Spielegehalt“ interpretieren. «
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