
Weihnachten 2010 wird einfach wundervoll! Papi bekommt endlich ein Xbox 360-Bundle, Mami hat man(n) mit dem Vorwand Sport vor dem Fernseher treiben zu können ganz heiß auf Kinect gemacht und der kleine Max hat auch noch etwas davon. Denn er bekommt ein kleines süßes Spiel, woran er sich einige Zeit erfreuen kann - während der quengelige Wunsch nach eigenen Haustieren ins nächste Jahr verlegt werden konnte. Wer jetzt die Launchtitel von Microsofts Kinect durchgeht, weiß, dass wir von Kinectimals sprechen. Ich gebe zu, dass ich mich vor allem aus zwei Gründen für den Test entschieden habe. Zum einen liebe ich Katzen. Ich finde sie sind die perfekten Haustiere. Sie sind süß, kuschelig weich, verschmust und selbstständig genug allein zu spielen oder Häufchen zu machen. Auch die Hygiene kommt nicht zu kurz, denn die kleinen, pelzigen Tierchen putzen sich selbst und sind immer sauber. Punkt zwei betrifft meine Freundin. Klar sprach ich in der Einleitung vom kleinen Max, aber ich kann euch versichern, dass sich die Augen eurer Freundin bzw. Partnerin ebenfalls in ein leuchtendes Funkeln verwandeln werden beim Antlitz der Fellnasen.
- Oh Gott, sind die niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiedlich!!!!!-
Nach einem dreiminütigen Intro und der Ankunft völlig verrückt gewordener Wildkatzenkinder seid ihr endlich auf der geheimnisvollen Insel Lemuria und somit im Spiel angekommen. Hier trefft ihr auf Hummel, euren spielverliebten Fremdenführer. Er sieht aus wie eine Mischung aus einem Affen und einem kleinen Schmetterling, vielleicht sogar einer Fee. Benimmt sich aber zunehmend wie eine Fliege oder gar Mücke, da er nach einer Zeit anfängt einem tierisch aufs Fell zu gehen. Ihr startet am Kennenlernkreis, wo ihr euch für eine Patenschaft von einem von fünf Tierbabys entscheiden müsst. Zur Auswahl stehen der Tiger, der afrikanische Löwe und Leopard, der Gepard und der Panther. Da meine eigene Katze, die ich im übrigen sehr vermisse, da sie bei meiner Familie in der Heimat geblieben ist, schwarzes Fell hatte, habe ich mich für den Panther entschieden, der im Übrigen auch das Lieblingstier meiner Kindheit war. Im Laufe des Spiels trifft man auf weitere Tiere, die allesamt adoptiert werden wollen. Und wer nicht genug bekommt, kann sich im Handel bestimmte Plüschtiere kaufen, die vor der Kamera eingescannt werden können und sich somit in der virtuellen Welt von Lemuria wiederfinden lassen. Da sich der kleine Fratz tierisch darüber freut, ausgewählt worden zu sein, schnurrt er sich erst einmal an die Kamera ran, haucht die Linse zu und wischt mit seiner rauhen Zunge gepflegt einmal drüber. Zum Glück ist uns die fischige Mundjauche realer Katzen erspart geblieben. Aber nichtsdestotrotz habe ich den Kleinen bereits in mein Herz geschlossen, gebe ihm durchs Kinect-Mikrofon einen Namen und folge ihm in eine kleine Hütte, wo der Pirat und Katzenfreund Schwarzholz gelebt hat. Da er nach einer Reise nie mehr zurückkehrte, gehört die Hütte nun uns. Von hier aus haben wir Zugriff auf die Schatzkiste, können unser Bild einsehen, weitere Schätze verfolgen oder uns einfach nur an den neuen Utensilien im Haus ergötzen, die wir im Lemuria-Laden erwerben können.
