Pflanzen gegen Zombies

Es hat sich wie ein Virus verbreitet und ist nicht mehr aufzuhalten


 

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Es hat sich wie ein Virus verbreitet und ist nicht mehr aufzuhalten. PopCap, eigentlich bekannt für perfektionistische Casualtitel à la BeJeweled, hatte im letzten Jahr die grandiose Idee ein Tower-Defense-Spiel herauszubringen, in welchem kleine, niedliche Zombies von blutrünstigen Pflanzen hingerichtet werden … äh halt, nein, umgekehrt! Oder lieg ich da doch gar nicht so falsch? Das Spielprinzip war einfach und süchtig machend. Mit Sonnenblumen konnte man Sonnenenergie herstellen, die einzige Ressource, die benötigt wird, um weitere Pflanzen zu kreieren. Ganz Tower-typisch erscheinen die angreifenden Zombies in normalen, kleinen Angriffs-Waves und mehrere Male pro Runde in einer Megawave, die auch mit „Mehrere Zombies sind im Begriff anzugreifen etc.“ angekündigt wird. Der Storymodus bestand aus 50 Levels, danach wurden jedoch diverse Minispiele, Challenges, ein Survival-Modus und der Zen-Garten freigeschalten, welche nochmals unzählige Stunden Beschäftigung boten. Es wird einfach nicht langweilig. Schneller als ein Waldbrand, unausweichlicher als eine Flutkatastrophe breitete sich Planzen gegen Zombies aus und schnell war es fester Bestandteil der modernen Videospielkultur. Es folgte eine Umsetzung für das iPhone, diese wurde zwar um einige Features beraubt, aber nun konnte der stilsichere Nerd auch in Bus und Bahn die Menschheit von der Zombie-Epidemie befreien, was könnte wichtiger sein?

    Seit dem 08. September ist Pflanzen gegen Zombies endlich, wie schon lange versprochen, auf der Xbox 360 erhältlich. Doch Moment mal: Ich hab es für zehn Euro in Steam gekauft, hab es für 5,99 Euro auf mein iPhone geladen, brauch ich es für 1200 Microsoft Points wirklich ein drittes Mal? Glaubt mir, zu diesem Gedankengang kam es erst gar nicht. Ich hab es gestern gekauft und heute Mittag „durchgespielt“, sprich die 50 Level beendet, um nun erneut die Challenges und den Zen-Garten unsicher zu machen. Die Steuerung wurde dabei sehr gut auf das Pad zugeschnitten. So könnt ihr mit den Schultertasten durch die verschiedenen Pflanzen scrollen, mit dem B-Button Pflanzen ausgraben, um Platz für neue zu machen und der Analogstick bewegt euch durch den Garten und sammelt dabei fast schon automatisch Sonnen und Münzen ein.  Doch was bietet die Xbox-Version neues? Das Spiel würde sich auch wie geschnitten Brot verkaufen, wenn es eine 1:1-Kopie der PC-Fassung wäre. Doch PopCap hat tatsächlich daran herumgeschraubt und neue Animationen, neue Sprites und neue Details eingebaut. Find ich persönlich ganz toll, ist aber für diejenigen, die nicht nach diesem Titel süchtig sind, noch kein überzeugender Kaufgrund. Also gibt es zusätzlich den lang ersehnten Multiplayer-Modus. Entweder mit- oder gegeneinander, so lautet die Devise. Egal ob man zu zweit den Zombies auf die Mütze gibt oder im erstaunlich perfekt-balancierten Duellmodus die Rolle der hirnfressenden Untoten übernimmt, PopCap hat es geschafft aus dem Dauerbrenner noch mehr herauszuholen. Leider handelt es sich bei dabei nur um einen Offline-Multiplayer, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.

- Neues im Garten? -

Doch was bietet Pflanzen gegen Zombies eigentlich? Was rechtfertigt diesen Hype? Zum einen bietet es ein absolut einsteigerfreundliches Spielprinzip, es gibt kein Tutorial, alles ist selbsterklärend und bevor beim Spieler überhaupt eine Frage aufkommt, erscheint Crazy Dave und erklärt die kleine Ungereimtheit. Ein extrem abgefuckter Charakter übrigens, die Jungs müssen auf Drogen gewesen sein, als das Spiel entwickelt wurde. Mit insgesamt 49 verschiedenen Pflanzenarten fügt ihr den angreifenden Zombies Schaden zu, verlangsamt sie, friert sie ein, jagt sie in die Luft, ertränkt sie, pustet sie weg, verschlingt sie. Das Spiel steckt voll von Anspielungen an das Zombiefilm-Genre, die deutlichste ist wohl der Rasenmäher, der sofort an Peter Jacksons Meisterwerk erinnert, welches in Deutschland leider beschlagnahmt ist. Hat man sich durch die 50 Levels des Abenteuermodus gekämpft, ist der Spielspaß allerdings noch lange nicht beendet. Wie bereits erwähnt, werden dann zahlreiche Modi freigeschalten. Vor allem die Challenges haben es in sich - respekt an den, der alle schafft, ohne ein „how-to“-Video auf Youtube anzusehen. Über Crazy Dave können zusätzliche Pflanzentypen und andere Spielereien erworben werden. Doch vor allem braucht man Geld, denn wenn man erst ein Mal den Baum der Weisheit erworben hat, wartet dieser darauf für teuer Geld auf 100 Meter Höhe gezüchtet zu werden. Dafür belohnt er euch mit Cheats und anderen lustigen Hinweisen.

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